Ciguatera

Ciguatera ist die häufigste Form der Vergiftungen durch Verzehr von Meerestieren. Sie kommt vorwiegend in tropischen und subtropischen Gewässern mit Korallenriffen vor. Auslöser ist das sog. Ciguatoxin, ein Gift, das von Dinoflagellaten (einzellige Meeresbewohner) gebildet wird. Diese lagern sich an Tangalgen ab und werden dort von Fischen abgeweidet, in denen sich das Gift anreichert. Von dort gelangt das Ciguatoxin weiter bis in große Raubfische (z.B. Barrakudas, Muränen, Makrelen) und letztlich in den Menschen. Der Mensch erkrankt innerhalb weniger Stunden nach dem Verzehr von Fischen, in denen das Gift angereichert ist. Ciguatoxin ist hitzestabil und wird daher durch Kochen und Braten nicht zerstört. Die Krankheits-Symptome reichen von Übelkeit mit Durchfall und Erbrechen, bis hin zu neurologischen Symptomen wie Kribbeln und Taubheitsgefühl an Lippen und der Mundschleimhaut, Lähmungserscheinungen, Koordinationsprobleme, Muskel-, Gelenk- und Kopfschmerzen. Typisch ist auch die Umkehr von Kalt- und Warmempfinden. Die Vergiftungserscheinungen können über einen langen Zeitraum bestehen bleiben.

Schutz:Verzicht auf Verzehr von (großen) Fischen.


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