Reisemedizinische Länderinformationen des CRM Centrum für Reisemedizin
Stand: 04.10.2022

USA

USA

In diesem Dokument
Die nachstehenden Informationen geben Ihnen einen Überblick über notwendige und sinnvolle Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge bei einer Reise in dieses Land.



 Klima 

Im Norden gemäßigt; im Südwesten subtropisch-trockenes, im Südosten subtropisch-feuchtes Klima; Alaska überwiegend subpolar; durchschn. Temp. in Washington im Januar 1,4 °C, im Juli 26,7 °C.


 Einreise-Impfvorschriften 

Aktuelle Einreisevorschriften aufgrund der Corona-Pandemie siehe Corona-Einreise-Checker: www.crm.de/rc/corona

Für die Einreise besteht zurzeit keine Impfpflicht. Neben den in Deutschland empfohlenen Impfungen können für Ihre Reise jedoch weitere Impfungen sinnvoll sein.

Qualifizierte Beratungsstellen


 Empfohlener Impfschutz 

Allgemein zu empfehlender Impfschutz überprüfen, ggf. ergänzen bzw. auffrischen.

Je nach Reisestil und Aufenthaltsbedingungen im Lande außerdem zu erwägen:


Qualifizierte Beratungsstellen
Impfschutz Reisebedingung 1 Reisebedingung 2 Reisebedingung 3
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(b) bei Langzeitaufenthalten oder engerem Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung
(c) bei vorhersehbarem Umgang mit Tieren
(d) bei engerem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung. Vgl. auch "Allgemeine Hinweise".
(e) Für Reisende unter 25 Jahren mit engerem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung.

Reisebedingung 1:
Reise durch das Landesinnere unter einfachen Bedingungen (Rucksack- /Trecking- /Individualreise) mit einfachen Quartieren/Hotels; Camping-Reisen, Langzeitaufenthalte, praktische Tätigkeit im Gesundheits- o. Sozialwesen, enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung wahrscheinlich

Reisebedingung 2:
Aufenthalt in Städten oder touristischen Zentren mit (organisierten) Ausflügen ins Landesinnere (Pauschalreise, Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants mittleren bis gehobenen Standards)

Reisebedingung 3:
Aufenthalt ausschließlich in Großstädten oder Touristikzentren (Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants gehobenen bzw. europäischen Standards)


Wichtiger Hinweis:

Welche Impfungen letztendlich vorzunehmen sind, ist abhängig vom aktuellen Infektionsrisiko vor Ort, von der Art und Dauer der geplanten Reise, vom Gesundheitszustand, sowie dem eventuell noch vorhandenen Impfschutz des Reisenden.

Informationen zur Kostenübernahme von Impfungen für private Auslandsaufenthalte durch Ihre Krankenversicherung finden Sie in unserer Rubrik "Kostenerstattung" (www.crm.de/krankenkassen).

Da im Einzelfall unterschiedlichste Aspekte zu berücksichtigen sind, empfiehlt es sich immer, rechtzeitig (etwa 4 bis 6 Wochen) vor der Reise eine persönliche Reise-Gesundheits-Beratung bei einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt oder Apotheker in Anspruch zu nehmen (siehe Anschriften qualifizierter Beratungsstellen nach Postleitzahlgebieten sortiert: www.crm.de/beratungsstellen).


 Malaria 

Das Land ist malariafrei

 Ratschläge zur Reiseapotheke 

Denken Sie daran, eine Reiseapotheke mitzunehmen, damit sie für leichtere Erkrankungen und kleinere Notfälle gerüstet sind.

Folgendes sollten Sie auf Reisen immer dabei haben: Medikamente gegen Durchfall, Reisekrankheit, Fieber, Schmerzen sowie Wunddesinfektionsmittel, Insekten- und Sonnenschutzmittel, Salbe bei Insektenstichen oder anderen Hautreizungen, Fieberthermometer und Verbandmaterial.

Je nach Reiseland und Reiseziel können weitere Medikamente (z.B. zur Malariavorsorge) oder Hilfsmittel (z.B. Spritzen) sinnvoll sein.

Nicht vergessen: Medikamente, die Sie ständig einnehmen müssen!

Wenn Sie spezielle Fragen zur Reiseapotheke haben, wenden Sie sich am besten an eine Apotheke mit reisemedizinisch qualifizierten Mitarbeitern.


 Aktuelle Meldungen 

Affenpocken: Nachdem im Mai in Großbritannien mehrere Fälle bestätigt wurden, haben auch andere Länder Infektionen gemeldet. In den USA wurden ca. 26.050 Infektionen in allen 50 Bundesstaaten und in Washington, D.C. sowie in Puerto Rico registriert. 2 Menschen sind verstorben. Anfang August hat die Regierung den nationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Das Virus kommt in Zentral- und Westafrika vor, Fälle außerhalb Afrikas gingen bisher auf Reisende oder importierte Tiere zurück. Die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten einer infizierten Person oder mit viruskontaminierten Gegenständen.

Dengue: Seit Juli haben die Behörden 5 lokale Fälle im Miami-Dade County und einen Fall im Collier County (Bundesstaat Florida) bestätigt. Schutz vor überwiegend tagaktiven Stechmücken beachten.

Hepatitis A: Nach Angaben des CDC gibt es seit 2016 vermehrt landesweite Ausbrüche, bei denen die Infektionen von Mensch zu Mensch übertragen werden. Betroffen sind vorwiegend obdachlose und suchtkranke Menschen. Inzwischen wurden aus 37 Bundesstaaten mehr als 44.650 Infektionen und 425 Todesfälle gemeldet. Die meisten Infektionen wurden in den Bundesstaaten Kentucky, Florida, Ohio, Tennessee, Georgia, Alabama und Indiana verzeichnet. Hygienemaßnahmen sorgfältig beachten und evtl. die Impfung erwägen.

Poliomyelitis: Ende Juni wurde erstmals seit 2013 in den USA eine Infektion mit Impfstoff-abgeleitetem Poliovirus Typ 2 (cVDPV2) bestätigt. Ein 20-Jähriger wurde im Rockland County (Bundesstaat New York) mit Lähmungen vorübergehend in einer Klinik behandelt. Nach Angaben der Behörden wurden in der Region bereits vor der Erkrankung des Mannes Polioviren in Abwasserproben nachgewiesen. Bis Mitte September wurden in ca. 60 Abwasserproben Viren nachgewiesen, die Behörden des Bundesstaats New York haben Anfang September den Katastrophenfall ausgerufen. Die Bevölkerung wurde aufgerufen ihren Impfschutz zu überprüfen und ggf. zu ergänzen. Vor dem Aufenthalt im Ausland sollte immer der Standardimpfschutz überprüft und ggf. ergänzt werden.

Sonnenschutz: Seit Anfang des letzten Jahres ist im Bundesstaat Hawaii der Verkauf sog. rifftoxischer Sonnenschutzmittel verboten, dazu gehören Produkte die Oxybenzone (BP3) und Octinoxat enthalten. Diese Stoffe stehen im Verdacht eine schädliche Wirkung auf Korallen und andere marine Lebewesen zu haben.

West-Nil-Fieber: Ende Januar wurde der erste Fall in diesem Jahr im Bundesstaat Mississippi gemeldet. Anfang April wurde eine Infektion im County Dallas (Bundesstaat Texas) bestätigt. Bis Mitte September wurden landesweit 420 Erkrankungen und 25 Todesfälle registriert. Der Höhepunkt der Saison ist von Juli bis Oktober, eine Übertragung ist allerdings ganzjährig möglich. Im vergangenen Jahr wurden landesweit 2.695 Infektionen und 191 Todesfälle bestätigt. Am stärksten betroffen waren die Bundesstaaten Arizona, Colorado, Kalifornien und Nebraska. Mückenschutz beachten.


 Allgemeine Hinweise 

Gesundheitszeugnis, Impfungen: Einwanderer müssen sich bei Visumantrag einer ärztlichen Untersuchung unterziehen. Mit Gültigkeit ab dem 4. Januar 2010 wurden Einreise- und Einwanderungsbeschränkungen für HIV-Positive aufgehoben. Ein HIV-Test ist seitdem nicht mehr Bestandteil der Gesundheitsuntersuchung für Einwanderer.
Einwanderer müssen altersentsprechenden Impfschutz gegen Diphtherie, Pertussis, Tetanus, Polio, Masern, Mumps, Röteln, Hepatitis B, Haemophilus influenzae B, Pneumokokken, Influenza, Rotaviren, Hepatits A, Meningokokken, Humanes Papillomavirus und Zoster nachweisen. Derartige Impfauflagen gibt es auch für Personen, die Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Colleges, Ferienlager etc. besuchen oder dort leben. Für andere visumpflichtige Einreisen wie z.B. Arbeitsaufenthalte gelten die Bestimmungen in der Regel nicht. Es wird dringend empfohlen, sich hierüber rechtzeitig Auskünfte von der hiesigen US-Vertretung oder betreffenden Institution in den USA einholen. Touristen sind von diesen Maßnahmen nicht betroffen.
Die Meningitis-ACW135Y-Konjugat-Impfung gehört in den USA zum allgemeinen Impfprogramm mit einer ersten Dosis im Alter von 11-12 Jahren und einer Booster-Dosis im Alter von 16 Jahren. Nach den geltenden Empfehlungen der STIKO wird die Meningitis -Impfung dadurch zur Reiseimpfung für Schüler/Studenten vor Langzeitaufenthalten in Ländern mit empfohlener allgemeiner Impfung für Jugendliche oder selektiver Impfung für Schüler/Studenten ent sprechend den Empfehlungen der Zielländer.


 Botschaften 

Für Deutschland zuständige Vertretung:

Deutsche Vertretung:

(Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland)


 Auslandskrankenversicherung 

Für die private Auslandsreise empfehlen wir Ihnen, grundsätzlich eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen. Auch in Ländern mit Sozialversicherungsabkommen sind für bestimmte Leistungen zum Teil erhebliche Eigenanteile zu zahlen.

Hinzu kommt, dass die Kosten für einen krankheits- oder unfallbedingten Rücktransport nach Deutschland nur durch eine private Auslandsreise-Krankenversicherung abgedeckt werden. Von der gesetzlichen Krankenversicherung werden Rückführungskosten nicht erstattet.

Die Auslandskrankenversicherung sollte nach Möglichkeit Beistandsleistungen beinhalten. Dies bedeutet, dass Sie im Krankheitsfall über eine Notrufnummer administrative und bei Bedarf auch ärztliche Unterstützung durch die Krankenversicherung erhalten.

Den reisemedizinischen Ratgeber zum Thema "Krankenversicherung für Auslandsreisen" können Sie hier herunterladen (PDF).



 Beratungsstellen 

Wir empfehlen grundsätzlich, sich vor einer Reise aktuell, kompetent und individuell zu Gesundheitsfragen beraten zu lassen:

Apotheken mit qualifizierter Reise-Gesundheits-Beratung (nach Postleitzahlgebieten)

Impfstellen und Ärzte mit Spezialsprechstunde Reisemedizin (nach Postleitzahlgebieten)

Reisebüros , die Ihnen Ärzte und Apotheken in Ihrer Umgebung empfehlen können.



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