Reisemedizinische Länderinformationen des CRM Centrum für Reisemedizin
Stand: 04.10.2022

Israel

Israel

In diesem Dokument
Die nachstehenden Informationen geben Ihnen einen Überblick über notwendige und sinnvolle Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge bei einer Reise in dieses Land.



 Klima 

Im Norden Mittelmeerklima, im Süden und im mittleren Jordangraben Wüstenklima; durchschn. Temp. in Tel Aviv im Januar 12 °C, im Juli 25,6 °C, in Jerusalem im Januar 9 °C, im Juli 24 °C.


 Einreise-Impfvorschriften 

Aktuelle Einreisevorschriften aufgrund der Corona-Pandemie siehe Corona-Einreise-Checker: www.crm.de/rc/corona

Für die Einreise besteht zurzeit keine Impfpflicht. Neben den in Deutschland empfohlenen Impfungen können für Ihre Reise jedoch weitere Impfungen sinnvoll sein.

Qualifizierte Beratungsstellen


 Empfohlener Impfschutz 

Allgemein zu empfehlender Impfschutz überprüfen, ggf. ergänzen bzw. auffrischen.

Je nach Reisestil und Aufenthaltsbedingungen im Lande außerdem zu erwägen:


Qualifizierte Beratungsstellen
Impfschutz Reisebedingung 1 Reisebedingung 2 Reisebedingung 3
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(a) bei Langzeitaufenthalten oder engerem Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung
(c) bei vorhersehbarem Umgang mit Tieren
(d) für Palästinensische Gebiete
(e) bei engerem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung.
(f) Für Reisende unter 25 Jahren mit engerem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung.

Reisebedingung 1:
Reise durch das Landesinnere unter einfachen Bedingungen (Rucksack- /Trecking- /Individualreise) mit einfachen Quartieren/Hotels; Camping-Reisen, Langzeitaufenthalte, praktische Tätigkeit im Gesundheits- o. Sozialwesen, enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung wahrscheinlich

Reisebedingung 2:
Aufenthalt in Städten oder touristischen Zentren mit (organisierten) Ausflügen ins Landesinnere (Pauschalreise, Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants mittleren bis gehobenen Standards)

Reisebedingung 3:
Aufenthalt ausschließlich in Großstädten oder Touristikzentren (Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants gehobenen bzw. europäischen Standards)


Wichtiger Hinweis:

Welche Impfungen letztendlich vorzunehmen sind, ist abhängig vom aktuellen Infektionsrisiko vor Ort, von der Art und Dauer der geplanten Reise, vom Gesundheitszustand, sowie dem eventuell noch vorhandenen Impfschutz des Reisenden.

Informationen zur Kostenübernahme von Impfungen für private Auslandsaufenthalte durch Ihre Krankenversicherung finden Sie in unserer Rubrik "Kostenerstattung" (www.crm.de/krankenkassen).

Da im Einzelfall unterschiedlichste Aspekte zu berücksichtigen sind, empfiehlt es sich immer, rechtzeitig (etwa 4 bis 6 Wochen) vor der Reise eine persönliche Reise-Gesundheits-Beratung bei einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt oder Apotheker in Anspruch zu nehmen (siehe Anschriften qualifizierter Beratungsstellen nach Postleitzahlgebieten sortiert: www.crm.de/beratungsstellen).


 Malaria 

Das Land ist malariafrei

 Ratschläge zur Reiseapotheke 

Denken Sie daran, eine Reiseapotheke mitzunehmen, damit sie für leichtere Erkrankungen und kleinere Notfälle gerüstet sind.

Folgendes sollten Sie auf Reisen immer dabei haben: Medikamente gegen Durchfall, Reisekrankheit, Fieber, Schmerzen sowie Wunddesinfektionsmittel, Insekten- und Sonnenschutzmittel, Salbe bei Insektenstichen oder anderen Hautreizungen, Fieberthermometer und Verbandmaterial.

Je nach Reiseland und Reiseziel können weitere Medikamente (z.B. zur Malariavorsorge) oder Hilfsmittel (z.B. Spritzen) sinnvoll sein.

Nicht vergessen: Medikamente, die Sie ständig einnehmen müssen!

Wenn Sie spezielle Fragen zur Reiseapotheke haben, wenden Sie sich am besten an eine Apotheke mit reisemedizinisch qualifizierten Mitarbeitern.


 Aktuelle Meldungen 

Affenpocken: Nachdem im Mai in Großbritannien mehrere Fälle bestätigt wurden, haben auch andere Länder Infektionen gemeldet. In Israel wurden ca. 250 Infektionen bestätigt. Das Virus kommt in Zentral- und Westafrika vor, Fälle außerhalb Afrikas gingen bisher auf Reisende oder importierte Tiere zurück. Die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten einer infizierten Person oder mit viruskontaminierten Gegenständen.

Poliomyelitis: Seit Anfang März hat das Gesundheitsministerium 7 Infektionen mit Impfstoff-abgeleitetem Poliovirus Typ 3 (cVDPV3) bestätigt. Es sind die ersten Erkrankungen seit 1989. Seit September letzten Jahres wurde das Virus in mehreren Abwasserproben in Israel und in den palästinensischen Gebieten gefunden. Durch das Auftreten der Erkrankung wird Israel zu einem Land mit potentiellem Risiko der internationalen Verbreitung des Erregers. Alle Personen (Einheimische und Touristen), die sich länger als 4 Wochen im Land aufgehalten haben, müssen bei der Ausreise eine Impfung gegen Polio vorweisen können. Die Impfung muss zwischen 4 Wochen und einem Jahr vor der Abreise erfolgen und in einem international gültigen Impfausweis dokumentiert sein. Impfschutz beachten.


 Allgemeine Hinweise 

Die vorstehenden Angaben gelten auch für die Palästinensischen Gebiete.
In den Palästinensischen Gebieten muss mit Einschränkungen der medizinischen Versorgung gerechnet werden.


 Sicherheitshinweise 

Sicherheitshinweis: Die Sicherheitslage im Westjordanland ist nach mehreren Sicherheitsvorfällen weiterhin angespannt. Es kommt immer wieder zu Anschlägen und Angriffen sowie gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen israelischen Sicherheitskräften, Siedlern und Palästinensern mit Toten und Verletzten auf beiden Seiten. Eine Häufung der Vorfälle ist in der Nähe von Checkpoints, israelischen Siedlungen und Siedler-Außenposten zu beobachten. In den letzten Wochen kam es verstärkt zu Auseinandersetzungen in und um die Städte Jenin und Nablus im Westjordanland. Von Reisen dorthin wird weiterhin dringend abgeraten. Seit Mitte November 2021 kam es sowohl auf israelischem Staatsgebiet als auch in Ost-Jerusalem, insbesondere in und am Rande der Altstadt, zu mehreren Angriffen auf israelische Sicherheitskräfte und Zivilisten, die mehrere Todesopfer und Verletzte forderten. Auf dem Haram al-Sharif/Tempelberg kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften. Weitere Anschläge und gewaltsame Ausschreitungen auf israelischem Staatsgebiet und in Ost-Jerusalem sind auch mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen im Westjordanland sowie die bevorstehenden Feiertage nicht auszuschließen. Die Sicherheitslage in dem unmittelbar an den Gazastreifen angrenzenden Gebiet ist volatil. Vor Reisen in den Gazastreifen wird gewarnt, von Aufenthalten im Gebiet des Grenzübergangs wird dringend abgeraten. Demonstrationen und größere Menschenansammlungen sollten grundsätzlich gemieden und die Anweisungen der Sicherheitskräfte befolgt werden, außerdem sollte während eines Aufenthalts die aktuelle Medienberichterstattung verfolgt werden (www.auswaertiges-amt.de).


 Botschaften 

Für Deutschland zuständige Vertretung:

Deutsche Vertretung:

(Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland)


 Auslandskrankenversicherung 

Für die private Auslandsreise empfehlen wir Ihnen, grundsätzlich eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen. Auch in Ländern mit Sozialversicherungsabkommen sind für bestimmte Leistungen zum Teil erhebliche Eigenanteile zu zahlen.

Hinzu kommt, dass die Kosten für einen krankheits- oder unfallbedingten Rücktransport nach Deutschland nur durch eine private Auslandsreise-Krankenversicherung abgedeckt werden. Von der gesetzlichen Krankenversicherung werden Rückführungskosten nicht erstattet.

Die Auslandskrankenversicherung sollte nach Möglichkeit Beistandsleistungen beinhalten. Dies bedeutet, dass Sie im Krankheitsfall über eine Notrufnummer administrative und bei Bedarf auch ärztliche Unterstützung durch die Krankenversicherung erhalten.

Den reisemedizinischen Ratgeber zum Thema "Krankenversicherung für Auslandsreisen" können Sie hier herunterladen (PDF).



 Beratungsstellen 

Wir empfehlen grundsätzlich, sich vor einer Reise aktuell, kompetent und individuell zu Gesundheitsfragen beraten zu lassen:

Apotheken mit qualifizierter Reise-Gesundheits-Beratung (nach Postleitzahlgebieten)

Impfstellen und Ärzte mit Spezialsprechstunde Reisemedizin (nach Postleitzahlgebieten)

Reisebüros , die Ihnen Ärzte und Apotheken in Ihrer Umgebung empfehlen können.



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