Influenza A(H6N1)
 
Stand: 14.01.2014
 
Achtung: Die nachfolgend aufgeführten Informationen beziehen sich nur auf den Subtyp A(H6N1). Angaben zu den Subtypen A(H5N1), A(H5N6), A(H7N9), A(H9N2) und A(H10N8) finden Sie hier:
 
Allgemeine Informationen:
Nach den bereits bekannten humanpathogenen Vogelgrippeviren A (H7N9) und (H5N1) ist nun ein weiterer Erreger der sogenannten aviären Influenza, das Influenza A-Virus vom Subtyp H6N1, erstmals beim Menschen nachgewiesen worden. Bei der Erkrankten handelte sich um eine Patientin aus Taiwan. Wie die Übertragung der 20-Jährigen mit der Vogelgrippe erfolgte, konnte bisher nicht nachvollzogen werden. Sie war Mitte 2013 an einer Lungenentzündung erkrankt und in ein Krankenhaus gekommen. In einer dort entnommenen Probe fanden Wissenschaftler Erreger, die große Ähnlichkeiten mit dem Influenza A(H6N1) aufweisen. Des Weiteren ließ sich bei dem Virus eine Mutation im Hämagglutinin, einem auf der Zelloberfläche befindlichen Glykoprotein, finden. Diese Mutation erleichtert dem Erreger nach Aufnahme über die oberen Atemwege die Bindung an humane Zellen. So auch bei der jungen Frau, die nach Therapie mit dem Neuraminidasehemmer Oseltamivir wieder vollständig genas. Sie ist der bisher einzige positiv getestete Fall beim Menschen. Zwar zeigten mehrere der Kontaktpersonen aus dem Umfeld der 20-Jährigen Symptome einer Influenza, allerdings wurde das Virus nicht noch einmal nachgewiesen. Ebenso gibt es laut Experten bei dem bei Wildvögeln und domestiziertem Geflügel vorkommenden Erreger bis jetzt keinen Hinweis auf eine Mensch-zu-Mensch-Übertragbarkeit.
 
Quellen und weitere Informationen finden Sie hier:
 
 
Haftungsausschluss
Die vorstehenden Angaben ersetzen keine ärztliche Beratung. Sie stammen aus diversen Informationsquellen, vorrangig der WHO, sind nach bestem Wissen zusammengestellt und entsprechen dem neuesten Stand. Für ihre Richtigkeit kann das CRM keine Verantwortung und für irgendwelche Gesundheitsschäden auf Ihrer Reise keine Haftung übernehmen. Reisenden wird empfohlen, sich vor der Reise ärztlich beraten zu lassen.
 
© Inhalte: Centrum für Reisemedizin