Neuartiges Coronavirus (SARS-CoV-2 )
 
Stand: 14.05.2021
 
Aktuelles
Ausgehend von der Millionenstadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei hat sich seit Anfang Januar 2020 die Infektion mit dem zuvor unbekannten Coronavirus SARS-CoV-2 ausgebreitet. Die ersten Patienten waren bereits Ende Dezember erkrankt. Sie zeigten Symptome einer atypischen Lungenentzündung, häufig mit Fieber, Unwohlsein, trockenem Husten und Kurzatmigkeit.

Seitdem ist die Zahl der bestätigten Fälle in China auf rund 102.681 gestiegen, die meisten davon stammen aus der Provinz Hubei inkl. Wuhan. 4.846 Menschen sind verstorben. Nach offiziellen Angaben soll die Epidemie bis auf vereinzelte lokale Ausbrüche unter Kontrolle sein.

In 192 Ländern bzw. Regionen weltweit wurden bislang rund 161.188.177 Infektionen registriert. 3.344.757 Menschen sind verstorben. Das ECDC meldet bis zur 18. Kalenderwoche insgesamt rund 51.599.270 Fälle und 1.093.462 Tote aus ganz Europa. Europa vermerkt (Stand 07. Mai 2021) rund 34 % der weltweiten Fälle und etwa 34 % der weltweiten Todesfälle.

Weltweit gehören die folgenden Länder zu den am stärksten betroffenen (Stand 14.05.2021):

Weltweit FallzahlenEuropaFallzahlen
USA32.852.998Frankreich 5.902.343
Indien 24.046.809Großbritannien4.460.405
Brasilien24.046.809Italien4.139.160
Frankreich5.902.343Spanien3.598.452
Türkei5.083.996Deutschland3.577.040


In den folgenden Ländern wurden die meisten Todesfälle durch das Coronavirus vermerkt (Stand 14.05.2021):

WeltweitFallzahlenEuropaFallzahlen
USA584.487Großbritannien127.912
Brasilien430.417Italien 123.745
Indien262.317Frankreich107.411
Mexiko219.901Deutschland 85.848
Großbritannien127.912Spanien79.281


Der Notfallausschuss der WHO hat am 30.01.2020 eine internationale Gesundheitsnotlage ("Public Health Emergency of International Concern" PHEIC) ausgerufen. Am 11. März 2020 hat die WHO die Ausbreitung des Virus als Pandemie eingestuft.

Situation in Deutschland
Am 28. Januar 2020 wurde die erste Infektion in Deutschland bestätigt. Seit Mitte März 2020 werden aus allen Bundesländern Infektionen gemeldet. Die meisten Fälle werden in NRW, Bayern und Baden-Württemberg registriert.

Bisher wurden dem Robert Koch-Institut für ganz Deutschland 3.577.040 Infektionen mit SARS-CoV-2 und 85.848 Todesfälle gemeldet.

Um die Ausbreitung zu verlangsamen, wurden im März 2020 bundesweit tiefgreifende Einschränkungen des öffentlichen Lebens umgesetzt, die seit Mai 2020 teilweise wieder gelockert wurden.

Anfang Oktober stiegen die Fallzahlen in Deutschland rasant an. Am 2. November wurden erneut verschärfte Maßnahmen eingeführt, die seither mehrmals ergänzt und angepasst wurden. Diese beinhalten aktuell:

  • Läden für den täglichen Bedarf dürfen öffnen.
  • In öffentlichen Verkehrsmitteln, beim Einkaufen und in Arztpraxen müssen medizinische oder FFP2-Masken getragen werden. Verstöße werden mit einem Bußgeld bestraft.
  • Übernachtungsangebote gibt es nur für notwendige, nicht touristische Zwecke.
  • Arbeitgeber müssen den Arbeitnehmern, falls möglich, erlauben im Home-Office zu arbeiten. Ist dies nicht möglich, muss der Arbeitgeber die Arbeitnehmer mit medizinischen oder FFP2-Masken ausstatten und einen Mindestabstand zwischen den Arbeitern garantieren. Den Beschäftigten sollen zudem kostenlose Corona-Tests angeboten werden.
  • Ein Haushalt darf sich mit maximal 5 Personen aus 2 weiteren Haushalten treffen. Kinder unter 14 Jahre sind ausgenommen, Paare gelten als ein Haushalt.
  • Für die Bereiche Bildung, Einzelhandel, Gastronomie, Sport und Freizeitgestaltung gilt ab März 2021 ein 5-Stufen-Plan:
    • Stufe 1: Schulen, Kitas und Frisöre dürfen seit dem 1. März öffnen. Sollte es nicht möglich sein, Erziehungs- und Lehrkräfte zweimal wöchentlich auf das Coronavirus zu testen, müssen Kitas und Schulen erneut schließen. Die Schüler werden zweimal wöchentlich bei Wechselunterricht getestet. Bei einer Inzidenz über 165 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner an drei aufeinander folgenden Tagen erfolgt der Unterricht nur noch von zuhause aus.
      Stufe 2: Buchhandlungen, Blumenläden und Gartenmärkte dürfen unter Auflagen seit dem 8. März öffnen. Körpernahe Dienstleistungen, sowie Fahr- und Flugschulen dürfen unter der Voraussetzung tagesaktueller Tests seit dem 8. März öffnen.
      Stufe 3: Unter einer 7-Tages-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner darf der Einzelhandel seit dem 8. März unter Auflagen öffnen. Gleiches gilt für Museen, Galerien, Zoos, botanische Gärten und Gedenkstätten. Kontaktfreier Sport ist draußen für maximal 10 Personen zusammen erlaubt.

      Bei einer 7-Tages-Inzidenz zwischen 50 und 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gelten die Lockerungen unter strengeren Auflagen und nach Terminbuchung. Oft ist das Vorzeigen eines aktuellen negative Testergebnisses erforderlich. Außensport ist für max. 5 Personen aus 2 Haushalten oder 20 Kinder erlaubt.
      Stufe 4: Unter einer 7-Tages-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner dürfen gegebenenfalls seit dem 6. April die Außengastronomie, Theater-, Konzert- und Opernhäuser, sowie Kinos öffnen. Kontaktfreier Sport wird in geschlossenen Räumen, Kontaktsport im Freien erlaubt.

      Bei einer 7-Tages-Inzidenz zwischen 50 und 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gelten diese Lockerungen bei Vorzeigen tagesaktueller Schnell- oder Selbsttests, sowie nach Terminbuchung.
      Stufe 5: Unter einer 7-Tages-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner dürfen gegebenenfalls seit dem 6. April Freizeitveranstaltungen im Außenbereich mit maximal 50 Personen, sowie Kontaktsport im Innenbereich stattfinden.

      Bei einer 7-Tages-Inzidenz zwischen 50 und 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gelten die bisherigen Regelungen, jedoch entfällt die tägliche Testpflicht.

    Der Übergang von Stufe 3 zu Stufe 4 setzt voraus, dass sich das Infektionsgeschehen im Land bzw. in der Region über 14 Tage nicht wieder verschlechtert hat. Wenn die 7-Tage-Inzidenz / 100.000 Einwohner nach Stufe 3 auf über 100 ansteigt, treten wieder schärfere Regeln in Kraft.

    Seit dem 24. April 2021 gilt eine gesetzlich festgelegte bundeseinheitliche Notbremsung zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Diese untersagt es, in Landkreisen mit einer Inzident über 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern, sich zwischen 22 und 5 Uhr draußen aufzuhalten. Auch die Durchreise dieser Kreise ist zu diesen Zeiten untersagt.

    Seit dem 9. Mai 2021 gelten für Genesene und vollständig Geimpfte Ausnahmen von den Corona-Beschränkungen. Genesene, deren Infektion mindestens 4 Wochen aber höchstens 6 Monate zurückliegt, sowie Geimpfte, deren zweite Impfung mindestens 2 Wochen her ist, sind von der Testpflicht im Nahverkauf, bei körpernahen Dienstleistern und in öffentlichen Einrichtungen befreit. Zudem werden ihnen die Ausgangsbeschränkungen erlassen und sie werden bei privaten Zusammenkünften nicht mitgezählt.

    Seit dem 16. Juni steht in Deutschland die Corona-Warn-App zur Verfügung. Sie soll dabei helfen, die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen, indem sie Benutzer über einen möglichen Kontakt zu einer positiv getesteten Person und somit über deren Infektionsrisiko informiert. Die personenbezogenen Daten werden hierbei dezentralisiert verarbeitet.

    Ätiologie, Epidemiologie, Übertragung
    Die WHO hat, entsprechend eines Vorschlags des International Committee on Taxonomy of Viruses, das bisher unbekannte Coronavirus mit der vorläufigen Benennung 2019-nCoV offiziell als SARS-CoV-2 (Severe acute respiratory syndrome coronavirus 2) benannt. Das Virus ist weitläufig mit SARS-CoV verwandt, welches 2002/2003 eine Epidemie ausgelöst hatte, und nutzt auch denselben Zellrezeptor zur Anlagerung an der Bronchialschleimhaut (ACE2), weist aber vor allem in Bezug auf seine Übertragbarkeit andere Eigenschaften auf.

    Die durch SARS-CoV-2 verursachte Erkrankung bekam am 11. Februar von der WHO die Bezeichnung COVID-19 (Corona Virus Disease 2019).

    Aufgrund der Tatsache, dass ein Großteil der Betroffenen den lokalen Fischmarkt in Wuhan besucht oder dort gearbeitet hatte, wird ein tierisches Reservoir des Erregers vermutet. Die ursprüngliche Infektionsquelle konnte noch nicht sicher identifiziert werden. Fledermäuse gelten als wahrscheinlichstes ursprüngliches Erregerreservoir, da sie generell als Träger für Coronaviren dienen.

    Die Übertragung erfolgt in der Regel über Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch. In geschlossenen, schlecht gelüfteten Räumen kann zudem eine Übertragung über Aerosole erfolgen. Theoretisch sind auch Schmierinfektion und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen möglich. Bereits einige Zeit vor dem Auftreten von Symptomen sind Patienten infektiös und können das Virus verbreiten. Wissenschaftler fanden heraus, dass sich die Viren neben der Lunge auch im Nasen-Rachenraum und im Darm vermehren. Die Möglichkeit einer fäkal-oralen Verbreitung wurde diskutiert, diese spielt jedoch nach allen vorliegenden Daten keine relevante Rolle.

    Die anfängliche Annahme, Haustiere können sich nicht mit dem Coronavirus anstecken wurde mittlerweile revidiert. Mehrere voneinander unabhängige Quellen geben Infektionen von Tieren, allen voran Hunden, Katzen, Frettchen oder Nerzen, an. Diese Fälle sind jedoch selten. Eine Übertragung des Virus von Haustieren auf Menschen ist bislang noch nicht vermerkt worden.

    In Großbritannien, Brasilien sowie Südafrika sind kürzlich neue, mutierte Varianten von SARS-CoV-2 aufgetreten, die offenbar leichter übertragbar sind als die ursprüngliche Virusvariante. Auch in Deutschland wurden bereits Infektionen mit den mutierten Virus-Varianten, insbesondere der britischen Mutante, gemeldet.

    Klinik, Diagnostik
    Nach einer Inkubationszeit von in der Regel 5 - 6 Tagen (Spannweite 1 - 14) entwickeln sich Fieber, Allgemeinerscheinungen und eine Pneumonie. Schwere Verläufe und Todesfälle kommen besonders bei Älteren und Vorerkrankten vor.

    Berichte über Patienten in Italien und China legen nahe, das die Infektion auch zu einer Herzmuskelschwäche führen kann. Außerdem berichten viele, auch jüngere Patienten von sensorischen Störungen, wie Verlust des Geruchs- oder Geschmacksinns.

    Die Liste der durch Covid-19 ausgelösten Symptome wächst stetig. Studien, beispielsweise des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), bezeichnen das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 als ein Multiorganvirus. Neben den Lungen sollen die Nieren stark betroffen sein. Der Erreger konnte zudem in Herz, Leber, Gehirn und Blut nachgewiesen werden. Als Ursache für ein Multiorganversagen wurden infizierte Endothelien, welche alle Blutgefäße auskleiden, genannt. Des Weiteren treten häufig Blutgerinnsel und Thrombosen auf.

    Einige Länder haben vermehrt Fälle angegeben, in denen SARS-CoV-2-positiv getestete Kinder an einem pädiatrischen entzündlichen Multisystem-Syndrom (PIMS), ähnlich dem Kawasaki-Syndrom, litten. Obschon es noch keine konkreten Beweise für einen Zusammenhang zwischen PIMS und Covid-19 gibt, hat die ECDC zusammen mit den EU- und EAA-Mitgliedstaaten sowie dem Vereinigten Königreich PIMS als mögliche Komplikation während einer Covid-19-Erkrankung deklariert. Im Juli 2020 wurden Fälle veröffentlicht, die belegen, dass auch leicht erkrankte bis asymptomatische, sowie genesene Covid-19-Patienten schwere neurologische Folgeschäden aufzeigen können.

    Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) hat Mitte Januar 2020 ein Nachweisverfahren veröffentlicht. Dieses hat die WHO als ersten diagnostischen Leitfaden veröffentlicht. Hierbei wird das Virus mittels RT-PCR innerhalb weniger Stunden aus Rachenabstrichen oder Sputum nachgewiesen. Bei der Labormethode gilt die Spezifität als relativ sicher; ein negatives Ergebnis schließt eine Infektion aber nicht vollständig aus.

    Mittlerweile stehen auch Antigentests zum Virusnachweis zur Verfügung, hier dient als Probenmaterial ein Nasen- oder Rachenabstrich. Die Tests durften zunächst nur von geschultem Personal durchgeführt werden. Ende Februar 2021 wurden die ersten Corona-Selbsttests für Laien zugelassen, seit Mitte März sind diese bspw. in Apotheken, Drogeriemärkten und Discountern erhältlich. Zudem hat jeder Bürger einmal pro Woche Anspruch auf einen von Fachkräften durchgeführten kostenlosen Antigentest. Gemäß der Nationalen Teststrategie in Deutschland muss ein positives Ergebnis beim Antigentest immer noch einmal mit einem PCR-Test überprüft werden.

    Per Eilverfahren hat das Bundesgesundheitsministerium Anfang Februar 2020 eine Meldepflicht für Infektionen mit SARS-CoV-2 erlassen. Der Verdacht, die Erkrankung, sowie der Tod von Fällen, die der Falldefinition des Robert-Koch-Instituts entsprechen, müssen an das Gesundheitsamt gemeldet werden.

    Impfung
    In Deutschland wurde am 21. Dezember der erste Impfstoff zugelassen, im Januar folgten zwei weitere. Es handelt sich um zwei mRNA-Impfstoffe sowie einen Vektor-Impfstoff. Anfang März 2021 wurde ein vierter Impfstoff (ebenfalls ein Vektor-Impfstoff) zugelassen, dieser ist allerdings aktuell noch nicht in Deutschland verfügbar. Am 27. Dezember wurde in Deutschland mit dem Impfen begonnen. Zu den Personen, die zuerst geimpft werden, gehören u.a. über 80-Jährige, Bewohner und Beschäftigte in Alten- und Pflegeheimen sowie medizinisches Personal mit einem hohen Ansteckungsrisiko.

    Nach einer Impfung mit dem COVID-19 Vektor-Impfstoff AstraZeneca wurde in seltenen Fällen die Entwicklung von Blutgerinnseln, u.a. im Gehirn, beobachtet. Ein ursächlicher Zusammenhang ist nicht belegt. Statistisch treten die Blutgerinnsel bei Geimpften seltener auf als bei Nicht-Geimpften. Personen, die in den ersten Wochen nach der Impfung mit diesem Impfstoff unter schweren oder anhaltenden Kopfschmerzen leiden, oder bei denen kleine punktförmige Einblutungen unter der Haut bzw. Blutergüsse außerhalb der Einstichstelle der Spritze auftreten, sollten zur Abklärung einen Arzt aufsuchen. Dies gilt auch bei Auftreten von Atemnot, Brustschmerzen oder Schwellungen der Beine. Da die Blutgerinnsel überwiegend bei jüngeren Personen auftraten, gilt seit Ende März die Empfehlung den Impfstoff nur noch bei Personen ab 60 Jahren einzusetzen.

    Nach Verabreichung der mRNA-Impfstoffe trat eine statistisch auffällige, aber insgesamt geringe Fallzahl von anaphylaktischen Reaktionen / Überempfindlichkeitsreaktionen auf. Es wird vermutet, dass diese Reaktionen auf das in diesen Impfstoffen enthaltene Polyethylenglykol (PEG) zurückzuführen sein könnten. Es wird empfohlen Personen im Anschluss an die Impfung für mind. 15 Minuten nachzubeobachten, um beim Auftreten von allergischen Reaktionen rasch medizinische Hilfe anbieten zu können.

    Seit dem 07. April 2021 darf in Arztpraxen gegen SARS-CoV-2 geimpft werden, vorerst wird nur der Impfstoff von BioNTech/Pfizer an die Praxen verteilt. Es gelten die gleichen Priorisierungsvorschriften wie in den Impfzentren.

    Für die Vektorimpfstoffe von AstraZeneca und Johnson & Johnson wurde die Impfpriorisierung aufgehoben.

    Hinweise für Reisende
    Reisende sollten besonders sorgfältig auf Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen achten. Der Kontakt zu Erkrankten sollte vermieden werden. Insgesamt wird empfohlen, Sozialkontakte zu reduzieren. Daher wird aktuell von Reisen abgeraten. Bei Aufenthalt im Ausland sollten Anweisungen der lokalen Behörden unbedingt befolgt werden.

    Aktuelle Reisewarnungen
    Am 1. Oktober wurde die weltweite pauschale Reisewarnung aufgehoben. Es gelten nun wieder differenzierte Reise- und Sicherheitshinweise für alle Länder. Für Länder oder Regionen, die als Risikogebiet, Hochinzidenzgebiet oder Virusvariantengebiet eingestuft sind, gilt fortan automatisch eine Reisewarnung.

    Hochinzidenzgebiete sind Gebiete, die eine besonders hohe Fallzahl verzeichnen. Hierzu zählen Länder in denen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gab und in denen ein besonders hohes Infektionsrisiko gilt. Bei Virusvariantengebieten handelt es sich um solche, in denen es zum Vorkommen von Varianten (Mutationen) des Coronavirus kommt. Diese Varianten stellen ein besonderes Risiko dar, da sie leicher übertragbar sind.

    Folgende europäische Länder und Regionen stehen zurzeit auf der RKI-Liste für Risikogebiete, Hochinzidenzgebiete oder Virusvarianten-Gebiete:

  • Andorra: gesamtes Land gilt als Hochinzidenzgebiet
  • Belgien: gesamtes Land gilt als Risikogebiet
  • Bosnien und Herzegowina: gesamtes Land gilt als Hochinzidenzgebiet
  • Bulgarien: gesamtes Land gilt als Risikogebiet
  • Dänemark: gesamtes Land gilt als Risikogebiet, ausgenommen sind die Färöer-Inseln und Grönland
  • Estland: gesamtes Land gilt als Hochinzidenzgebiet
  • Finnland: Päijät-Häme gilt als Risikogebiet
  • Frankreich: gesamtes Land gilt als Hochinzidenzgebiet
  • Griechenland: gesamtes Land gilt als Risikogebiet
  • Heiliger Stuhl/ Vatikanstadt: gesamtes Land gilt als Risikogebiet
  • Irland: gesamtes Land gilt als Risikogebiet, ausgenommen sind die Regionen South-West und West
  • Italien: gesamtes Land gilt als Risikogebiet
  • Kosovo: gesamtes Land gilt als Hochinzidenzgebiet
  • Kroatien: gesamtes Land gilt als Hochinzidenzgebiet
  • Lettland: gesamtes Land gilt als Risikogebiet
  • Litauen: gesamtes Land gilt als Hochinzidenzgebiet
  • Liechtenstein: gesamtes Land gilt als Risikogebiet
  • Luxemburg: gesamtes Land gilt als Risikogebiet
  • Monaco: gesamtes Land gilt als Risikogebiet
  • Montenegro: gesamtes Land gilt als Risikogebiet
  • Niederlande: gesamtes Land(inkl. autonome Länder) gilt als Hochinzidenzgebiet
  • Nordmazedonien: gesamtes Land gilt als Hochinzidenzgebiet
  • Norwegen: Agder, Oslo, Vestfold og Telemark und Viken gelten als Risikogebiete
  • Österreich: gesamtes Land mit Ausnahme der Gemeinden Jungholz und Mittelberg / Kleinwalsertal gilt als Risikogebiet
  • Polen: gesamtes Land gilt als Risikogebiet
  • Portugal: Madeira und die autonome Region Azoren gelten als Risikogebiete
  • Republik Moldau: gesamtes Land gilt als Risikogebiet
  • Rumänien: gesamtes Land gilt als Risikogebiet
  • San Marino: gesamtes Land gilt als Risikogebiet
  • Schweden: gesamtes Land gilt als Hochinzidenzgebiet
  • Schweiz: gesamtes Land gilt als Risikogebiet
  • Serbien: gesamtes Land gilt als Hochinzidenzgebiet
  • Slowakei: gesamtes Land gilt als Risikogebiet
  • Slowenien: gesamtes Land gilt als Hochinzidenzgebiet
  • Spanien: gesamtes Land gilt als Risikogebiet, ausgenommen sind die autonomen Gemeinschaften Galicien, Valencia, Murcia und die Balearen
  • Tschechische Republik: gesamtes Land gilt als Risikogebiet
  • Ukraine: gesamtes Land gilt als Hochinzidenzgebiet
  • Ungarn: gesamtes Land gilt als Risikogebiet
  • Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland: gesamtes Land gilt als Risikogebiet
  • Zypern: gesamtes Land gilt als Hochinzidenzgebiet


  • Eine komplette Übersicht der weltweiten Risikogebiete veröffentlicht das Robert Koch-Institut auf seiner Internetseite.

    Einreise- und Quarantänebestimmungen in Deutschland
    Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, dass sich Einreisende, welche sich in den vergangenen 10 Tagen in einem Risikogebiet oder Hochinzidenzgebiet aufgehalten haben, sofort nach der Rückkehr zuhause oder in einer sonstigen Beherbergung für 10 Tage selbst isolieren. Verbindlich sind am Ende jedoch die Rechtsverordnungen der einzelnen Bundesländer. Die häusliche Quarantäne kann in der Regel frühestens nach 5 Tagen, durch Vorzeigen eines negativen Corona-Testergebnisses, beendet werden. Seit dem 11. Januar 2021 gilt eine zusätzliche Testpflicht (Zwei-Test-Strategie) bereits bei der Einreisen aus Risikogebieten. Die Testung muss entweder binnen 48 Stunden vor der Einreise oder unmittelbar nach der Einreise erfolgen. Bei Einreise aus einem Hochinzidenzgebiet muss der Test bereits vor der Abreise durchgeführt und bei der Einreise vorgelegt werden. Die Quarantänebestimmungen haben unverändert Gültigkeit.

    Seit dem 9. Mai 2021 entfällt die Test- und Quarantänepflicht für vollständig geimpfte oder genesene Reiserückkehrer. Die letzte Impfdosis muss 14 Tage, eine vorangegangene Infektion 28 Tage bis 6 Monate zurückliegen.

    Seit dem 30. März 2021 gilt vor Abflug eine generelle Corona-Testpflicht für alle per Flugzeug Rückreisenden nach Deutschland. Der Test darf zum Zeitpunkt der Einreise nicht älter als 48 Stunden sein.

    Einreisende müssen sich seit dem 8. November über eine digitale Einreiseanmeldung anmelden, wenn sie sich in den vergangenen 10 Tagen in einem Risikogebiet oder Hochinzidenzgebiet aufgehalten haben. Die Angaben können entweder über www.einreiseanmeldung.de als PDF oder über eine Ersatzmitteilung in Papierform übermittelt werden. Letztgenannte kann über www.bundesgesundheitsministerium.de bezogen werden.

    In mehreren Ländern (sogenannte Virusvarianten-Gebiete) wurden seit Dezember 2020 Virusvarianten wahrgenommen. Für Personen aus diesen Gebieten gilt ein Beförderungsverbot nach Deutschland. Ausnahmen gelten zum Beispiel für Personen mit Wohnsitz und bestehenden Aufenthaltsrecht in Deutschland, und für Personen, die nur in einem Transitbereich eines Verkehrsflughafens umsteigen. In diesen Ausnahmefällen müssen sich die Einreisenden digital anmelden und sich bereits vor der Abreise einer Covid-19-Testung unterziehen. Zudem gelten strengere Quarantänebestimmungen: So beträgt die Dauer der Quarantäne 14 Tage (anstatt 10) und eine vorzeitige Beendigung mittels eines negativen Corona-Tests ist nicht möglich.

    Eine Übersicht von Risikogebieten, Hochinzidenzgebieten und Virusvarianten-Gebieten veröffentlicht das Robert Koch-Institut auf seiner Internetseite.

    Einreise- und Quarantänebestimmungen anderer Länder
    Die Einreisebeschränkungen seitens Deutschlands bzw. der EU-Länder für Personen aus Drittstaaten wurden seit Anfang Juli schrittweise aufgehoben. So werden nach und nach Länder in eine sog. „Positivliste“ aufgenommen. Bei einer Verschlechterung der Corona-Situation können Länder allerdings auch wieder von der Liste entfernt werden. Seit der letzten Aktualisierung vom 1. Februar gilt die Einreisebeschränkung nicht mehr für Staatsangehörige Australiens, Neuseelands, Singapurs, Südkoreas und Thailands.

    Aufgrund der hohen Infektionszahlen und dem Auftreten der Doppelmutante B.1.617 dürfen seit dem 26. April 2021 nur noch Deutsche und Ausländer mit dauerhaftem Wohnsitz in Deutschland von Indien nach Deutschland einreisen. Sie müssen sich nach Ankunft in eine 14-tägige Quarantäne begeben.

    Zahlreiche Länder haben Einreisekontrollen und Einreisebeschränkungen für Touristen aus Deutschland eingeführt. Für weitere Informationen verweisen wir auf unseren Einreise-Checker.

    Allgemeiner Hinweis
    Aktuell befindet sich die Nordhalbkugel in der Influenza-Saison. Es wäre viel gewonnen, wenn zukünftig möglichst viele Menschen gegen Influenza geimpft wären, auch um Doppelinfektionen und unnötige COVID-19-Verdachtsfälle zu vermeiden. Weiterhin sind gerade für Ältere und chronisch Kranke die Impfungen gegen Pneumokokken und Pertussis (Keuchhusten) sinnvoll, um das Risiko bakterieller Atemwegsinfektionen zu reduzieren.
     
     
     
    Quellen und weitere Informationen finden Sie hier:
  • Informationen der Bundesregierung: Informationen für Reisende und Pendler
  • Informationen des RKI: www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV_node.html
  • Liste der Risikogebiete des RKI: www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html
  • RKI: COVID-19-Dashboard für Deutschland https://corona.rki.de
  • Informationen des Centers for Disease Control and Prevention (ECDC): www.ecdc.europa.eu/en/novel-coronavirus-china
  • Informationen des "Centre for Health Protection" in Hongkong: www.chp.gov.hk/en/features/102465.html
  • Informationen der WHO: www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019
  • WHO: Myth busters:www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019/advice-for-public/myth-busters
  • 2019-nCoV Global Cases (by Johns Hopkins CSSE): https://coronavirus.jhu.edu/map.html"
  • International Airlines Travel Association (IATA) - Liste der aktuellen Einreisevorschriften: www.iatatravelcentre.com/international-travel-document-news/1580226297.htm
  • Corona Informationsseite von Thieme: www.thieme.de/de/corona.htm


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    Haftungsausschluss
    Die vorstehenden Angaben ersetzen keine ärztliche Beratung. Sie stammen aus diversen Informationsquellen, sind nach bestem Wissen zusammengestellt und entsprechen dem neuesten Stand. Für ihre Richtigkeit kann das CRM keine Verantwortung und für irgendwelche Gesundheitsschäden auf Ihrer Reise keine Haftung übernehmen. Reisenden wird empfohlen, sich vor der Reise ärztlich beraten zu lassen.
     
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