Neuartiges Coronavirus (SARS-CoV-2 )
 
Stand: 24.09.2021
 
Aktuelles

Ausgehend von der Millionenstadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei hat sich seit Anfang Januar 2020 die Infektion mit dem zuvor unbekannten Coronavirus SARS-CoV-2 ausgebreitet. Die ersten Patienten waren bereits Ende Dezember 2019 erkrankt. Sie zeigten Symptome einer atypischen Lungenentzündung, häufig mit Fieber, Unwohlsein, trockenem Husten und Kurzatmigkeit.

Seitdem ist die Zahl der bestätigten Fälle in China auf rund 108.180 gestiegen, die meisten davon stammen aus der Provinz Hubei inkl. Wuhan. 4.849 Menschen sind verstorben. Nach offiziellen Angaben soll die Epidemie bis auf vereinzelte lokale Ausbrüche unter Kontrolle sein.

In 192 Ländern bzw. Regionen weltweit wurden bislang rund 230.626.180 Infektionen registriert. 4.729.129 Menschen sind verstorben. Das ECDC meldet bis zur 37. Kalenderwoche insgesamt rund 66.489.365 Fälle und 1.288.153 Tote aus ganz Europa.


Weltweit gehören die folgenden Länder zu den am stärksten betroffenen (Stand 24.09.2021):

WeltweitFallzahlenEuropaFallzahlen
USA42.672.291Großbritannien7.601.602
Indien33.594.803Frankreich7.068.630
Brasilien21.308.178Spanien4.943.855
Großbritannien7.601.602Italien4.649.906
Russland7.248.572Deutschland4.181.393


In den folgenden Ländern wurden die meisten Todesfälle durch das Coronavirus vermerkt (Stand 24.09.2021):

WeltweitFallzahlenEuropaFallzahlen
USA684.357Großbritannien136.156
Brasilien592.964Italien130.551
Indien446.368Frankreich117.062
Mexiko274.139Deutschland93.303
Peru199.156Spanien86.185


Der Notfallausschuss der WHO hat am 30.01.2020 eine internationale Gesundheitsnotlage ("Public Health Emergency of International Concern" PHEIC) ausgerufen. Am 11. März 2020 hat die WHO die Ausbreitung des Virus als Pandemie eingestuft.


Situation in Deutschland

Am 28. Januar 2020 wurde die erste Infektion in Deutschland bestätigt. Seit Mitte März 2020 werden aus allen Bundesländern Infektionen gemeldet. Die meisten Fälle werden in NRW, Bayern und Baden-Württemberg registriert.

Bisher wurden dem Robert Koch-Institut für ganz Deutschland 4.181.393 Infektionen mit SARS-CoV-2 und 93.303 Todesfälle gemeldet.

Um die Ausbreitung zu verlangsamen, wurden im März 2020 bundesweit tiefgreifende Einschränkungen des öffentlichen Lebens umgesetzt, die seit Mai 2020 teilweise wieder gelockert wurden.

Anfang Oktober 2020 stiegen die Fallzahlen in Deutschland rasant an. Am 2. November 2020 wurden erneut verschärfte Maßnahmen eingeführt, die seither mehrmals ergänzt und angepasst wurden. Ab dem Spätfrühjahr 2021 sank die 7-Tage-Inzidenz, stieg im Sommer jedoch wieder. Aktuell liegt sie bundesweit bei 62,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern (Stand 24.09.2021).

Seit dem 23. August 2021 gilt in Deutschland die sog. 3G-Regel. Demnach müssen Personen geimpft, genesen oder negativ getestet sein, um Zugang zu bestimmten Einrichtungen oder Veranstaltungen zu bekommen, wie etwa: Alten- und Pflegeeinrichtungen, Innengastronomie, Hotels und Pensionen, Feste oder Sportveranstaltungen in Innenräumen oder körpernahen Dienstleistungen (z.B. Friseur, Kosmetikstudio). Bei den Tests wird entweder ein Antigen-Schnelltest anerkannt, der nicht älter als 24 Stunden ist, oder aber ein PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist. Kinder bis zum 6. Lebensjahr sind von der Testpflicht ausgenommen. Schulpflichtige Kinder und Jugendliche mit Schülerausweis gelten aufgrund der regelmäßig durchgeführten Coronatests in der Schule als getestet. Genesene, deren Infektion länger als 6 Monate zurückliegt, müssen eine einmalige Impfung oder einen Test vorweisen. Bei einer 7-Tage-Inzidenz unter 35 können die Länder die 3G-Regel aussetzen.

Von allen Personen, also auch von Geimpften und Genesenen, sind weiterhin die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten und es besteht die Verpflichtung überall dort, wo es vorgeschrieben ist, eine medizinische Maske zu tragen.

Seit dem 16. Juni 2020 steht in Deutschland die Corona-Warn-App zur Verfügung. Sie soll dabei helfen, die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen, indem sie Benutzer über einen möglichen Kontakt zu einer positiv getesteten Person und somit über deren Infektionsrisiko informiert. Die personenbezogenen Daten werden hierbei dezentralisiert verarbeitet. Seit dem Sommer 2021 können in der Corona-Warn-App Impfzertifikate sowie offizielle Testergebnisse digital erfasst und gespeichert werden.


Ätiologie, Epidemiologie, Übertragung

Die WHO hat, entsprechend eines Vorschlags des International Committee on Taxonomy of Viruses, das bisher unbekannte Coronavirus mit der vorläufigen Benennung 2019-nCoV offiziell als SARS-CoV-2 (Severe acute respiratory syndrome coronavirus 2) benannt. Das Virus ist weitläufig mit SARS-CoV verwandt, welches 2002/2003 eine Epidemie ausgelöst hatte, und nutzt auch denselben Zellrezeptor zur Anlagerung an der Bronchialschleimhaut (ACE2), weist aber vor allem in Bezug auf seine Übertragbarkeit andere Eigenschaften auf.

Die durch SARS-CoV-2 verursachte Erkrankung bekam am 11. Februar 2020 von der WHO die Bezeichnung COVID-19 (Corona Virus Disease 2019).

Aufgrund der Tatsache, dass ein Großteil der Betroffenen den lokalen Fischmarkt in Wuhan besucht oder dort gearbeitet hatte, wird ein tierisches Reservoir des Erregers vermutet. Die ursprüngliche Infektionsquelle konnte noch nicht sicher identifiziert werden. Fledermäuse gelten als wahrscheinlichstes ursprüngliches Erregerreservoir, da sie generell als Träger für Coronaviren dienen.

Die Übertragung erfolgt in der Regel über Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch. In geschlossenen, schlecht gelüfteten Räumen kann zudem eine Übertragung über Aerosole erfolgen. Theoretisch sind auch Schmierinfektion und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen möglich. Bereits einige Zeit vor dem Auftreten von Symptomen sind Patienten infektiös und können das Virus verbreiten. Wissenschaftler fanden heraus, dass sich die Viren neben der Lunge auch im Nasen-Rachenraum und im Darm vermehren. Die Möglichkeit einer fäkal-oralen Verbreitung wurde diskutiert, diese spielt jedoch nach allen vorliegenden Daten keine relevante Rolle.

Die anfängliche Annahme, Haustiere können sich nicht mit dem Coronavirus anstecken wurde mittlerweile revidiert. Mehrere voneinander unabhängige Quellen geben Infektionen von Tieren, allen voran Hunden, Katzen, Frettchen oder Nerzen, an. Diese Fälle sind jedoch selten. Eine Übertragung des Virus von Haustieren auf Menschen ist bislang noch nicht vermerkt worden.

In Großbritannien, Brasilien, Indien sowie Südafrika sind in den letzten Monaten neue, mutierte Varianten von SARS-CoV-2 aufgetreten, die offenbar leichter übertragbar sind als die ursprüngliche Virusvariante. Sie werden als „besorgniserregende Varianten“ (engl.: Variants of Concern, VOC) bezeichnet. Ausgehend von den o.g. Ländern haben sie sich mittlerweile weit verbreitet. Auch in Deutschland wurden bereits Infektionen mit den mutierten Virus-Varianten gemeldet. Um die Varianten besser unterscheiden zu können, wurden sie nach griechischen Buchstaben benannt. Die aus Indien stammende Delta-Variante macht aktuell über 99 % der Neuinfektionen in Deutschland aus (Stand: 26.08.2021). Weitere besorgniserregende Varianten sind die Alpha- (britische Variante, aktueller Anteil etwa 0,3 %), Beta- (südafrikanische Variante) und Gammavariante (brasilianische Variante, aktueller Anteil etwa 0,2 %).


Klinik, Diagnostik

Nach einer Inkubationszeit von in der Regel 5 - 6 Tagen (Spannweite 1 - 14) entwickeln sich Fieber, Allgemeinerscheinungen und eine Pneumonie. Schwere Verläufe und Todesfälle kommen besonders bei Älteren und Vorerkrankten vor.

Berichte über Patienten in Italien und China legen nahe, das die Infektion auch zu einer Herzmuskelschwäche führen kann. Außerdem berichten viele, auch jüngere Patienten von sensorischen Störungen, wie Verlust des Geruchs- oder Geschmacksinns.

Die Liste der durch Covid-19 ausgelösten Symptome wächst stetig. Studien, beispielsweise des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), bezeichnen das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 als ein Multiorganvirus. Neben den Lungen sollen die Nieren stark betroffen sein. Der Erreger konnte zudem in Herz, Leber, Gehirn und Blut nachgewiesen werden. Als Ursache für ein Multiorganversagen wurden infizierte Endothelien, welche alle Blutgefäße auskleiden, genannt. Des Weiteren treten häufig Blutgerinnsel und Thrombosen auf.

Einige Länder haben vermehrt Fälle angegeben, in denen SARS-CoV-2-positiv getestete Kinder an einem pädiatrischen entzündlichen Multisystem-Syndrom (PIMS), ähnlich dem Kawasaki-Syndrom, litten. Obschon es noch keine konkreten Beweise für einen Zusammenhang zwischen PIMS und Covid-19 gibt, hat die ECDC zusammen mit den EU- und EAA-Mitgliedstaaten sowie dem Vereinigten Königreich PIMS als mögliche Komplikation während einer Covid-19-Erkrankung deklariert. Im Juli 2020 wurden Fälle veröffentlicht, die belegen, dass auch leicht erkrankte bis asymptomatische, sowie genesene Covid-19-Patienten schwere neurologische Folgeschäden aufzeigen können.

Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) hat Mitte Januar 2020 ein Nachweisverfahren veröffentlicht. Dieses hat die WHO als ersten diagnostischen Leitfaden veröffentlicht. Hierbei wird das Virus mittels RT-PCR innerhalb weniger Stunden aus Rachenabstrichen oder Sputum nachgewiesen. Bei der Labormethode gilt die Spezifität als relativ sicher; ein negatives Ergebnis schließt eine Infektion aber nicht vollständig aus.

Mittlerweile stehen auch Antigentests zum Virusnachweis zur Verfügung, hier dient als Probenmaterial ein Nasen- oder Rachenabstrich. Die Tests durften zunächst nur von geschultem Personal durchgeführt werden. Ende Februar 2021 wurden die ersten Corona-Selbsttests für Laien zugelassen, seit Mitte März sind diese bspw. in Apotheken, Drogeriemärkten und Discountern erhältlich. Zudem hat jeder Bürger einmal pro Woche Anspruch auf einen von Fachkräften durchgeführten kostenlosen Antigentest. Gemäß der Nationalen Teststrategie in Deutschland muss ein positives Ergebnis beim Antigentest immer noch einmal mit einem PCR-Test überprüft werden.

Per Eilverfahren hat das Bundesgesundheitsministerium Anfang Februar 2020 eine Meldepflicht für Infektionen mit SARS-CoV-2 erlassen. Der Verdacht, die Erkrankung, sowie der Tod von Fällen, die der Falldefinition des Robert-Koch-Instituts entsprechen, müssen an das Gesundheitsamt gemeldet werden.


Impfung

In Deutschland wurde am 21. Dezember 2020 der erste Impfstoff zugelassen, im Januar folgten zwei weitere. Es handelt sich um zwei mRNA-Impfstoffe sowie einen Vektor-Impfstoff. Anfang März 2021 wurde ein vierter Impfstoff (ebenfalls ein Vektor-Impfstoff) zugelassen. Am 27. Dezember 2020 wurde in Deutschland mit dem Impfen begonnen.

Nach einer Impfung mit einem der COVID-19 Vektor-Impfstoffe wurde in seltenen Fällen die Entwicklung von Blutgerinnseln, u.a. im Gehirn, beobachtet. Betroffen waren überwiegend Menschen unter 60 Jahren. Personen, die in den ersten Wochen nach der Impfung unter schweren oder anhaltenden Kopfschmerzen leiden, oder bei denen kleine punktförmige Einblutungen unter der Haut bzw. Blutergüsse außerhalb der Einstichstelle der Spritze auftreten, sollten zur Abklärung einen Arzt aufsuchen. Dies gilt auch bei Auftreten von Atemnot, Brustschmerzen oder Schwellungen der Beine. Da die Blutgerinnsel überwiegend bei jüngeren Personen auftraten, gilt die Empfehlung die Vektor-Impfstoffe nur noch bei Personen ab 60 Jahren einzusetzen. Nach sorgfältiger ärztlicher Aufklärung und ausdrücklicher Risikoakzeptanz können aber weiterhin auch Jüngere damit geimpft werden.

Nach Verabreichung der mRNA-Impfstoffe trat eine statistisch auffällige, aber insgesamt geringe Fallzahl von anaphylaktischen Reaktionen / Überempfindlichkeitsreaktionen auf. Es wird vermutet, dass diese Reaktionen auf das in diesen Impfstoffen enthaltene Polyethylenglykol (PEG) zurückzuführen sein könnten. Es wird empfohlen Personen im Anschluss an die Impfung für mind. 15 Minuten nachzubeobachten, um beim Auftreten von allergischen Reaktionen rasch medizinische Hilfe anbieten zu können. In sehr seltenen Fällen ist es zu Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen gekommen, meist innerhalb von 14 Tagen nach der Impfung und häufiger nach der 2. Impfdosis. Symptome wie Brustschmerzen, Atemnot oder Herzklopfen sollten ärztlich abgeklärt werden.

Die STIKO hat am 08. Juli 2021 die COVID-19-Impfempfehlung aktualisiert. Um eine möglichst hohe Immunantwort zu erreichen und zudem die Zeit zwischen Erst- und Zweitimpfung zu verkürzen, können Personen ab 18 Jahren, die als ersten Impfstoff Vaxzevria verabreicht bekamen oder bekommen werden, bei der Zweitimpfung einen mRNA-Impfstoff mit einem Abstand von 4 Wochen verabreicht bekommen.

Am 19. August 2021 wurde die 9. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung veröffentlich, in der die STIKO nun allen 12 – 17-Jährigen, unabhängig von Vorerkrankungen, die Impfung gegen COVID-19 mit einem zugelassenen mRNA-Impfstoff empfiehlt.

Immungesunde Personen, die bereits eine COVID-19-Erkrankung durchgemacht haben, sollen 6 Monate nach der Infektion einmalig geimpft werden. Der Abstand kann verkürzt werden, wenn eine Exposition gegenüber künftig auftretenden Virusvarianten gegeben ist. Bei immungeschwächten Personen muss individuell abgestimmt werden ob eine zusätzliche zweite Impfung notwendig ist.

Am 17. September 2021 veröffentlichte die STIKO die Impfempfehlung für bisher ungeimpfte Schwangere und Stillende. Unvollständig oder nicht-Geimpfte Schwangere und Stillende sollen demnach mit zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs geimpft werden.


Hinweise für Reisende

Reisende sollten besonders sorgfältig auf Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen achten. Der Kontakt zu Erkrankten sollte vermieden werden. Insgesamt wird empfohlen, Sozialkontakte zu reduzieren. Daher wird aktuell von Reisen abgeraten. Bei Aufenthalt im Ausland sollten Anweisungen der lokalen Behörden unbedingt befolgt werden.


Aktuelle Reisewarnungen

Seit dem 1. Juli 2021 gelten folgende Regelungen bezüglich der Reisewarnungen:

  • Für nicht notwendige, touristische Reisen in Hochrisiko- oder Virusvariantengebiete gilt weiterhin eine Reisewarnung.
  • Für Länder mit erheblichen Einschränkungen im Reiseverkehr und in der Bewegungsfreiheit wird auch ohne Einstufung als Risikogebiet von nicht notwendigen Reisen abgeraten.
  • Für EU-Länder/Regionen, für Schengen-assozierte Länder/Regionen (Schweiz, Norwegen, Liechtenstein, Island) sowie für Drittstaaten ohne Reisebeschränkungen wird zu besonderer Vorsicht geraten, sofern diese nicht als Risikogebiet eingestuft sind oder eine sicherheitsrelevante strengere Empfehlung gilt.


  • Hochinzidenzgebiete sind Gebiete, die ein besonders hohes Infektionsrisiko aufgrund der sehr hohen Inzidenzen in Bezug auf die Verbreitung von SARS-CoV-2 verzeichnen. Bei Virusvariantengebieten handelt es sich um solche, in denen es zu einem hohen Vorkommen von bestimmten Varianten (Mutationen) des Coronavirus kommt.

    Folgende europäische Länder und Regionen stehen zurzeit auf der RKI-Liste für Hochinzidenzgebiete oder Virusvarianten-Gebiete:

  • Albanien: gesamtes Land gilt als Hochinzidenzgebiet
  • Bosnien und Herzegowina: gesamtes Land gilt als Hochinzidenzgebiet
  • Frankreich: die Regionen Provence-Alpes-Côte d'Azur, Guadeloupe, Martinique, St. Barthélemy, St. Martin, Französisch-Guayana und Französisch-Polynesien gelten als Hochinzidenzgebiete
  • Irland: die Region Border gilt als Hochinzidenzgebiet
  • Kosovo: gesamtes Land gilt als Hochinzidenzgebiet
  • Moldau: gesamtes Land gilt als Hochinzidenzgebiet
  • Montenegro: gesamtes Land gilt als Hochinzidenzgebiet
  • Nordmazedonien: gesamtes Land gilt als Hochinzidenzgebiet
  • Norwegen: die Provinzen Oslo und Viken gelten als Hochinzidenzgebiete
  • Serbien: gesamtes Land gilt als Hochinzidenzgebiet
  • Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland: gesamtes Land inkl. der Isle of Man, aller Kanalinseln und der britischen Überseegebiete gelten als Hochinzidenzgebiete


  • Eine komplette Übersicht der weltweiten Risikogebiete veröffentlicht das Robert Koch-Institut auf seiner Internetseite.


    Einreise- und Quarantänebestimmungen in Deutschland

    Für Einreisende ab 12 Jahren, die sich innerhalb der letzten 10 Tage im Ausland (nicht Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiet) aufgehalten haben, gelten folgende Regelungen:
    • Die Einreisenden müssen über ein negatives Covid-19-Testergebnis verfügen, das nicht älter als 72 Stunden ist und mittels PCR oder POC-PCR durchgeführt wurde; oder
    • über ein negatives Antigen-Schnelltest-Ergebnis in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache verfügen, das höchstens 48 Stunden vor der Einreise erfolgte; oder
    • einen Nachweis über eine abgeschlossene Impfung besitzen. Der Impfschutz gilt als abgeschlossen, wenn die zweite Dosis der Impfstoffe von Pfizer/BioNTech, Moderna oder Astra/Zeneca vor mindestens 14 Tagen verabreicht wurde oder der Impfstoff von Johnson & Johnson vor mindestens 14 Tagen verabreicht wurde; oder
    • einen Nachweis über die erfolgreiche Genesung von einer COVID-19-Infektion vorzeigen können, die älter als 28 Tage aber nicht älter als 6 Monate ist.
    • Der Nachweis muss bei der Einreise vorliegen.

    Einreisende müssen sich seit dem 8. November über eine digitale Einreiseanmeldung anmelden, wenn sie sich in den vergangenen 10 Tagen in einem Hochinzidenzgebiet oder Virusvariantengebiet aufgehalten haben. Die Angaben können entweder über www.einreiseanmeldung.de als PDF oder über eine Ersatzmitteilung in Papierform übermittelt werden. Letztgenannte kann über www.bundesgesundheitsministerium.de bezogen werden.

    Für Einreisende ab 12 Jahren, die sich innerhalb der letzten 10 Tage in einem Hochinzidenzgebiet aufgehalten haben, gelten zudem folgende Regelungen:
    • Die Einreisenden müssen über ein negatives Covid-19-Testergebnis verfügen, das nicht älter als 72 Stunden ist und mittels PCR oder POC-PCR durchgeführt wurde; oder
    • über ein negatives Antigen-Schnelltest-Ergebnis in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache verfügen, das höchstens 48 Stunden vor der Einreise erfolgte; oder
    • einen Nachweis über eine abgeschlossene Impfung besitzen. Der Impfschutz gilt als abgeschlossen, wenn die zweite Dosis der Impfstoffe von Pfizer/BioNTech, Moderna oder Astra/Zeneca vor mindestens 14 Tagen verabreicht wurde oder der Impfstoff von Johnson & Johnson vor mindestens 14 Tagen verabreicht wurde; oder
    • einen Nachweis über die erfolgreiche Genesung von einer COVID-19-Infektion vorzeigen können, die älter als 28 Tage aber nicht älter als 6 Monate ist.
    • Der Nachweis ist bereits vor der Einreise erforderlich.
    • Einreisende müssen sich sofort nach der Einreise für 10 Tage in Quarantäne begeben. Nach 5 Tagen kann ein negativer Test die Quarantäne beenden. Für Geimpfte und Genesene endet die Quarantäne, sobald sie ihren Impf- bzw. Genesenenausweis einreichen. Für Kinder unter 12 Jahren endet die Quarantäne automatisch nach 5 Tagen.
    • Grenzpendler aus Hochrisikogebieten die zum Zweck der Berufsausübung, Ausbildung oder Studium regelmäßig ein-/ausreisen, die aber mindestens einmal wöchentlich an ihren Wohnsitz zurückkehren sind von der Quarantänepflicht befreit.

    Für Einreisende ab 12 Jahren, die sich innerhalb der letzten 10 Tage in einem Virusvarianten-Gebiet aufgehalten haben, gelten zudem folgende Regelungen:
    • Es gilt ein Beförderungsverbot für Einreisende aus Virusvarianten-Gebieten. Ausgenommen hiervon sind deutsche Staatsangehörige und Personen mit Wohnsitz und bestehendem Aufenthaltsrecht in Deutschland, ihre Ehepartner, Lebensgefährten aus dem selben Haushalt und ihre Kinder, sowie Personen, die nur in einem Transitbereich eines Verkehrsflughafens umsteigen.
    • Die Einreisenden müssen über ein negatives Covid-19-Testergebnis verfügen, das nicht älter als 72 Stunden ist und mittels Nukleinsäureamplifikationstechnik (z.Bsp. PCR oder POC-PCR) durchgeführt wurde; oder
    • über ein negatives Antigen-Schnelltest-Ergebnis in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache verfügen, das höchstens 24 Stunden vor der Einreise erfolgte.
    • Der Nachweis ist bereits vor der Einreise erforderlich.
    • Einreisende müssen sich sofort nach der Einreise in eine 14-tägige Quarantäne begeben.
    • Erfolgt die Einstufung zum Virusvariantengebiet zur Zeit des dortigen Aufenthalts oder innerhalb der 14-tägigen Quarantäne, können die Rückreisende die Quarantäne durch einen negativen Coronatest verkürzen.
    • Erfolgt während der 14-tägigen Quarantäne eine Rückstufung zum Hochinzidenzgebiet, so greift die Quarantäneregelung für Hochinzidenzgebiete; wird das Land gar nicht mehr gelistet („entlistet“), so endet die Quarantäne automatisch.
    Eine Übersicht von Hochinzidenzgebieten und Virusvarianten-Gebieten veröffentlicht das Robert Koch-Institut auf seiner Internetseite.

    Das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat hat zusammen mit dem Bundesministerium für Gesundheit eine Kurzübersicht zu den Corona-Einreiseregelungen zusammengefasst: Kurzübersicht Corona-Einreiseregelungen


    Einreise- und Quarantänebestimmungen anderer Länder

    Die Einreisebeschränkungen seitens Deutschlands bzw. der EU-Länder für Personen aus Drittstaaten wurden seit Anfang Juli letzten Jahres schrittweise aufgehoben. So werden nach und nach Länder in eine sog. „Positivliste“ aufgenommen. Bei einer Verschlechterung der Corona-Situation können Länder allerdings auch wieder von der Liste entfernt werden. Seit der letzten Aktualisierung von gilt die Einreisebeschränkung nicht mehr für Staatsangehörige Albaniens, Armeniens, Aserbaidschans, Australiens, Bosnien und Herzegowinas, Bruneis, Hongkongs, Japans, Jordaniens, Kanadas, Katars, des Libanons, Macaus, Moldaus, Neuseelands, Saudi-Arabiens, Serbiens, Singapurs, Südkoreas, Taiwans der Ukraine und Uruguays.

    Personen aus anderen Nicht-EU-Staaten dürfen seit dem 25. Juni 2021 wieder nach Deutschland einreisen, sofern sie vollständig gegen COVID-19 geimpft sind.

    Zahlreiche Länder haben Einreisekontrollen und Einreisebeschränkungen für Touristen aus Deutschland eingeführt.Viele Länder verlangen bei der Einreise einen abgeschlossenen Impfstatus. Dabei ist jedoch zu beachten, dass nicht jedes Land jeden Impfstoff anerkennt. In Europa können Geimpfte ein digitales Impfzertifikat ausgestellt bekommen. Das Zeigen des Impfstatus kann somit ganz einfach über das Smartphone erfolgen. Auch außerhalb der EU akzeptieren immer mehr Länder die digitale EU-Corona-Zertifikate. Hierzu gehören mittlerweile Albanien, Andorra, die Färöer-Inseln, Island, Israel, Liechtenstein, Monaco, Marokko, Nordmazedonien, Norwegen, Panama, San Marino, die Schweiz, die Ukraine, Vatikan und die Türkei. Für weitere Informationen verweisen wir auf unseren Einreise-Checker.


    Allgemeiner Hinweis

    Es wäre viel gewonnen, wenn zukünftig möglichst viele Menschen neben COVID-19 auch gegen Influenza geimpft wären, auch um Doppelinfektionen und unnötige COVID-19-Verdachtsfälle zu vermeiden. Weiterhin sind gerade für Ältere und chronisch Kranke die Impfungen gegen Pneumokokken und Pertussis (Keuchhusten) sinnvoll, um das Risiko bakterieller Atemwegsinfektionen zu reduzieren.
     
     
     
    Quellen und weitere Informationen finden Sie hier:
  • Informationen der Bundesregierung: Informationen für Reisende und Pendler
  • Informationen des RKI: www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV_node.html
  • Liste der Risikogebiete des RKI: www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html
  • RKI: COVID-19-Dashboard für Deutschland https://corona.rki.de
  • Informationen des Centers for Disease Control and Prevention (ECDC): www.ecdc.europa.eu/en/novel-coronavirus-china
  • Informationen des "Centre for Health Protection" in Hongkong: www.chp.gov.hk/en/features/102465.html
  • Informationen der WHO: www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019
  • WHO: Myth busters:www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019/advice-for-public/myth-busters
  • 2019-nCoV Global Cases (by Johns Hopkins CSSE): https://coronavirus.jhu.edu/map.html"
  • International Airlines Travel Association (IATA) - Liste der aktuellen Einreisevorschriften: www.iatatravelcentre.com/international-travel-document-news/1580226297.htm
  • Corona Informationsseite von Thieme: www.thieme.de/de/corona.htm


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    Haftungsausschluss
    Die vorstehenden Angaben ersetzen keine ärztliche Beratung. Sie stammen aus diversen Informationsquellen, sind nach bestem Wissen zusammengestellt und entsprechen dem neuesten Stand. Für ihre Richtigkeit kann das CRM keine Verantwortung und für irgendwelche Gesundheitsschäden auf Ihrer Reise keine Haftung übernehmen. Reisenden wird empfohlen, sich vor der Reise ärztlich beraten zu lassen.
     
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