Neuartiges Coronavirus (SARS-CoV-2 )
 
Stand: 01.07.2022
 
Aktuelles

Ausgehend von der Millionenstadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei hat sich seit Anfang Januar 2020 die Infektion mit dem zuvor unbekannten Coronavirus SARS-CoV-2 ausgebreitet. Die ersten Patienten waren bereits Ende Dezember 2019 erkrankt. Sie zeigten Symptome einer atypischen Lungenentzündung, häufig mit Fieber, Unwohlsein, trockenem Husten und Kurzatmigkeit.

Seitdem ist die Zahl der bestätigten Fälle in China auf rund 2.134.718 gestiegen, die meisten davon stammen aus der Provinz Hubei inkl. Wuhan. 14.627 Menschen sind verstorben. Nach offiziellen Angaben soll die Epidemie bis auf vereinzelte lokale Ausbrüche unter Kontrolle sein.

In 192 Ländern bzw. Regionen weltweit wurden bislang rund 547.500.744 Infektionen registriert. 6.335.874 Menschen sind verstorben. Die WHO meldet bis zur 26. Kalenderwoche insgesamt rund 227.862.893 Fälle und 2.026.707 Tote aus ganz Europa.


Weltweit gehören die folgenden Länder zu den am stärksten betroffenen (Stand 01.07.2022):

WeltweitFallzahlenEuropaFallzahlen
USA87.623.762Frankreich31.285.317
Indien43.469.234Deutschland28.293.960
Brasilien32.358.018Großbritannien22.918.904
Frankreich31.285.317Italien18.523.111
Deutschland28.293.960Spanien12.734.038


In den folgenden Ländern wurden die meisten Todesfälle durch das Coronavirus vermerkt (Stand 01.07.2022):

WeltweitFallzahlenEuropaFallzahlen
USA1.017.266Großbritannien181.005
Brasilien671.416Italien168.353
Indien525.139Frankreich150.572
Russland373.404Deutschland141.189
Mexiko325.716Spanien107.906


Der Notfallausschuss der WHO hat am 30.01.2020 eine internationale Gesundheitsnotlage ("Public Health Emergency of International Concern" PHEIC) ausgerufen. Am 11. März 2020 hat die WHO die Ausbreitung des Virus als Pandemie eingestuft.


Situation in Deutschland

Am 28. Januar 2020 wurde die erste Infektion in Deutschland bestätigt. Seit Mitte März 2020 werden aus allen Bundesländern Infektionen gemeldet. Die meisten Fälle werden in NRW, Bayern und Baden-Württemberg registriert.

Bisher wurden dem Robert Koch-Institut für ganz Deutschland 28.293.960 Infektionen mit SARS-CoV-2 und 141.189 Todesfälle gemeldet.

Um die Ausbreitung zu verlangsamen, wurden im März 2020 bundesweit tiefgreifende Einschränkungen des öffentlichen Lebens umgesetzt, die seit Mai 2020 teilweise wieder gelockert wurden.

Anfang Oktober 2020 stiegen die Fallzahlen in Deutschland rasant an. Am 2. November 2020 wurden erneut verschärfte Maßnahmen eingeführt, die seither mehrmals ergänzt und angepasst wurden. Ab dem Spätfrühjahr 2021 sank die 7-Tage-Inzidenz, stieg im Sommer jedoch wieder. Aktuell liegt sie bundesweit bei 682,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern (Stand 01.07.2022).

Am 20. März 2022 wurden in Deutschland die meisten Corona-Maßnahmen aufgehoben. Es gilt ein sogenannter Basisschutz, die Maskenpflicht gilt lediglich noch in Krankenhäusern, Pflege- und Dialyseeinrichtungen, Arztpraxen und Rettungsdiensten, sowie in öffentlichen Transportmitteln. In Schulen, Geschäften und Innenräumen müssen keine Masken mehr getragen werden. In Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Asylbewerberunterkünfte, Schulen, Kindertageseinrichtungen, Justizvollzugsanstalten, Abschiebehafteinrichtungen, psychiatrischen Krankenhäusern und Heimen der Jugendhilfe und für Senioren kann eine Testpflicht geltend gemacht werden. Die Homeoffice-Pflicht wurde mit dem 20. März 2022 beendet. Seit dem 28. Mai 2022 gilt in Pflege- und Altersheimen keine Maskenpflicht mehr, wenn der Abstand von 1,5 m zu den Patienten einhaltbar ist. Eine Testpflicht entfällt jedoch nicht.

In Gebieten, in denen "die konkrete Gefahr einer sich dynamisch ausbreitenden Infektionslage besteht" (Hotspots) werden erneut strengere Corona-Maßnahmen ergriffen.

Detaillierte Bestimmungen der einzelnen Bundesländer sind über die Webseite der Bundesregierung zu finden.

Seit dem 16. Juni 2020 steht in Deutschland die Corona-Warn-App zur Verfügung. Sie soll dabei helfen, die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen, indem sie Benutzer über einen möglichen Kontakt zu einer positiv getesteten Person und somit über deren Infektionsrisiko informiert. Die personenbezogenen Daten werden hierbei dezentralisiert verarbeitet. Seit dem Sommer 2021 können in der Corona-Warn-App Impfzertifikate sowie offizielle Testergebnisse digital erfasst und gespeichert werden.


Ätiologie, Epidemiologie, Übertragung

Die WHO hat, entsprechend eines Vorschlags des International Committee on Taxonomy of Viruses, das bisher unbekannte Coronavirus mit der vorläufigen Benennung 2019-nCoV offiziell als SARS-CoV-2 (Severe acute respiratory syndrome coronavirus 2) benannt. Das Virus ist weitläufig mit SARS-CoV verwandt, welches 2002/2003 eine Epidemie ausgelöst hatte, und nutzt auch denselben Zellrezeptor zur Anlagerung an der Bronchialschleimhaut (ACE2), weist aber vor allem in Bezug auf seine Übertragbarkeit andere Eigenschaften auf.

Die durch SARS-CoV-2 verursachte Erkrankung bekam am 11. Februar 2020 von der WHO die Bezeichnung COVID-19 (Corona Virus Disease 2019).

Aufgrund der Tatsache, dass ein Großteil der Betroffenen den lokalen Fischmarkt in Wuhan besucht oder dort gearbeitet hatte, wird ein tierisches Reservoir des Erregers vermutet. Die ursprüngliche Infektionsquelle konnte noch nicht sicher identifiziert werden. Fledermäuse gelten als wahrscheinlichstes ursprüngliches Erregerreservoir, da sie generell als Träger für Coronaviren dienen.

Die Übertragung erfolgt in der Regel über Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch. In geschlossenen, schlecht gelüfteten Räumen kann zudem eine Übertragung über Aerosole erfolgen. Theoretisch sind auch Schmierinfektion und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen möglich. Bereits einige Zeit vor dem Auftreten von Symptomen sind Patienten infektiös und können das Virus verbreiten. Wissenschaftler fanden heraus, dass sich die Viren neben der Lunge auch im Nasen-Rachenraum und im Darm vermehren. Die Möglichkeit einer fäkal-oralen Verbreitung wurde diskutiert, diese spielt jedoch nach allen vorliegenden Daten keine relevante Rolle.

Die anfängliche Annahme, Haustiere können sich nicht mit dem Coronavirus anstecken wurde mittlerweile revidiert. Mehrere voneinander unabhängige Quellen geben Infektionen von Tieren, allen voran Hunden, Katzen, Frettchen oder Nerzen, an. Diese Fälle sind jedoch selten. Eine Übertragung des Virus von Haustieren auf Menschen ist bislang noch nicht vermerkt worden.

Mittlerweile gibt es mehrere mutierte Varianten von SARS-CoV-2. Unterschieden wird zwischen den "besorgniserregenden Varianten" (engl: Variants of Concern, VOC) und den "unter Beobachtung stehenden Varianten" (engl. Variants of Interest, VOI). Um die Varianten besser unterscheiden zu können, wurden sie nach griechischen Buchstaben benannt. Zurzeit zählen die Varianten Omikron (BA1 bis BA5) zu den VOC. In KW 24 machten die Omikron-Varianten 66 % der Neuinfektionen aus.


Klinik, Diagnostik

Nach einer Inkubationszeit von in der Regel 5 - 6 Tagen (Spannweite 1 - 14) entwickeln sich Fieber, Allgemeinerscheinungen und eine Pneumonie. Schwere Verläufe und Todesfälle kommen besonders bei Älteren und Vorerkrankten vor.

Berichte über Patienten in Italien und China legen nahe, das die Infektion auch zu einer Herzmuskelschwäche führen kann. Außerdem berichten viele, auch jüngere Patienten von sensorischen Störungen, wie Verlust des Geruchs- oder Geschmacksinns.

Die Liste der durch Covid-19 ausgelösten Symptome wächst stetig. Studien, beispielsweise des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), bezeichnen das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 als ein Multiorganvirus. Neben den Lungen sollen die Nieren stark betroffen sein. Der Erreger konnte zudem in Herz, Leber, Gehirn und Blut nachgewiesen werden. Als Ursache für ein Multiorganversagen wurden infizierte Endothelien, welche alle Blutgefäße auskleiden, genannt. Des Weiteren treten häufig Blutgerinnsel und Thrombosen auf.

Einige Länder haben vermehrt Fälle angegeben, in denen SARS-CoV-2-positiv getestete Kinder an einem pädiatrischen entzündlichen Multisystem-Syndrom (PIMS), ähnlich dem Kawasaki-Syndrom, litten. Obschon es noch keine konkreten Beweise für einen Zusammenhang zwischen PIMS und Covid-19 gibt, hat die ECDC zusammen mit den EU- und EAA-Mitgliedstaaten sowie dem Vereinigten Königreich PIMS als mögliche Komplikation während einer Covid-19-Erkrankung deklariert. Im Juli 2020 wurden Fälle veröffentlicht, die belegen, dass auch leicht erkrankte bis asymptomatische, sowie genesene Covid-19-Patienten schwere neurologische Folgeschäden aufzeigen können.

Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) hat Mitte Januar 2020 ein Nachweisverfahren veröffentlicht. Dieses hat die WHO als ersten diagnostischen Leitfaden veröffentlicht. Hierbei wird das Virus mittels RT-PCR innerhalb weniger Stunden aus Rachenabstrichen oder Sputum nachgewiesen. Bei der Labormethode gilt die Spezifität als relativ sicher; ein negatives Ergebnis schließt eine Infektion aber nicht vollständig aus.

Mittlerweile stehen auch Antigentests zum Virusnachweis zur Verfügung, hier dient als Probenmaterial ein Nasen- oder Rachenabstrich. Die Tests durften zunächst nur von geschultem Personal durchgeführt werden. Ende Februar 2021 wurden die ersten Corona-Selbsttests für Laien zugelassen, seit Mitte März sind diese bspw. in Apotheken, Drogeriemärkten und Discountern erhältlich. Gemäß der Nationalen Teststrategie in Deutschland muss ein positives Ergebnis beim Antigentest immer noch einmal mit einem PCR-Test überprüft werden.

Per Eilverfahren hat das Bundesgesundheitsministerium Anfang Februar 2020 eine Meldepflicht für Infektionen mit SARS-CoV-2 erlassen. Der Verdacht, die Erkrankung, sowie der Tod von Fällen, die der Falldefinition des Robert-Koch-Instituts entsprechen, müssen an das Gesundheitsamt gemeldet werden.


Impfung

In Deutschland wurde am 21. Dezember 2020 der erste Impfstoff zugelassen, im Januar folgten zwei weitere. Es handelt sich um zwei mRNA-Impfstoffe sowie einen Vektor-Impfstoff. Anfang März 2021 wurde ein vierter Impfstoff (ebenfalls ein Vektor-Impfstoff) zugelassen. Am 27. Dezember 2020 wurde in Deutschland mit dem Impfen begonnen.

Nach einer Impfung mit einem der COVID-19 Vektor-Impfstoffe wurde in seltenen Fällen die Entwicklung von Blutgerinnseln, u.a. im Gehirn, beobachtet. Betroffen waren überwiegend Menschen unter 60 Jahren. Personen, die in den ersten Wochen nach der Impfung unter schweren oder anhaltenden Kopfschmerzen leiden, oder bei denen kleine punktförmige Einblutungen unter der Haut bzw. Blutergüsse außerhalb der Einstichstelle der Spritze auftreten, sollten zur Abklärung einen Arzt aufsuchen. Dies gilt auch bei Auftreten von Atemnot, Brustschmerzen oder Schwellungen der Beine. Da die Blutgerinnsel überwiegend bei jüngeren Personen auftraten, gilt die Empfehlung die Vektor-Impfstoffe nur noch bei Personen ab 60 Jahren einzusetzen. Nach sorgfältiger ärztlicher Aufklärung und ausdrücklicher Risikoakzeptanz können aber weiterhin auch Jüngere damit geimpft werden.

Nach Verabreichung der mRNA-Impfstoffe trat eine statistisch auffällige, aber insgesamt geringe Fallzahl von anaphylaktischen Reaktionen / Überempfindlichkeitsreaktionen auf. Es wird vermutet, dass diese Reaktionen auf das in diesen Impfstoffen enthaltene Polyethylenglykol (PEG) zurückzuführen sein könnten. Es wird empfohlen Personen im Anschluss an die Impfung für mind. 15 Minuten nachzubeobachten, um beim Auftreten von allergischen Reaktionen rasch medizinische Hilfe anbieten zu können. In sehr seltenen Fällen ist es zu Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen gekommen, meist innerhalb von 14 Tagen nach der Impfung und häufiger nach der 2. Impfdosis. Symptome wie Brustschmerzen, Atemnot oder Herzklopfen sollten ärztlich abgeklärt werden.

Die STIKO hat in den letzten Monaten mehrere Aktualisierungen der COVID-19-Impfempfehlung veröffentlicht. Zurzeit gilt:

  • Zugelassen sind alle von der WHO anerkannten Impfstoffe. Neben den bereits länger in Deutschland zugelassenen mRNA-Impfstoffen Comirnaty und Spikevax, den zwei Vektorimpfstoffen Vaxzevria und Janssen sowie dem Proteinimpfstoff Novavax, sind jetzt zusätzlich die Impfstoffe Sinova, Sinopharm oder Coronavac aus China und der indische Impfstoff Covaxin. Es bedarf keinen Abstand zu anderen Totimpfungen. 270 Tage nach der Grundimmunisierung ist eine Auffrischimpfung nötig.
  • Erwachsene müssen zur vollständigen Grundimmunisierung 2 Impfdosen erhalten. Auch beim Impfstoff von Johnson und Johnson werden mittlerweile 2 Impfdosen für die Grundimmunisierung verlangt. Personen unter 30 Jahre sowie schwangere und stillende Frauen sollen, wenn möglich, mit Comirnaty von BioNTech Pfizer geimpft werden. Für den Proteinimpfstoff gibt es bislang keine Empfehlung für Schwangere und Stillende. Wird ausschließlich mit einem mRNA-Impfstoff geimpft beträgt der Abstand der beiden Impfungen 3 bis 6 Wochen, für Novavax mindestens 3 Wochen, für Vektorimpfstoffe, für Vaxzevria und heterologe Impfschemata gelten 4 bis 6 Wochen.
  • Für Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren wird eine Grundimmunisierung durch zweimalige Gabe von Comirnaty innerhalb von 3 bis 6 Wochen empfohlen, ebenso wie für Kinder ab 5 Jahren, mit bestimmten Vorerkrankungen und vulnerablen Personen im näheren Umfeld.
  • Kinder, bei denen in der Vergangenheit eine SARS-CoV-2-Infektion nachgewiesen wurde, benötigen lediglich eine Impfdosis. Bei immungeschwächten Kindern mit vorangegangener SARS-CoV-2-Infektion soll im Einzelfall darüber entschieden werden, ob eine oder zwei Dosen nötig sind. Nach ärztlicher Aufklärung und auf Wunsch der Sorgeberechtigten hin können auch gesunde Kinder ohne Risikopersonen im Umfeld geimpft werden.
  • Personen, die mit einem nicht in der EU zugelassenen Impfstoff geimpft wurden können frühestens 4 Wochen später eine Impfserie mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff beginnen. Der Abstand kann verkürzt werden, wenn eine Exposition gegenüber künftig auftretenden Virusvarianten gegeben ist.
  • Bei immungeschwächten Personen, die bereits an COVID-19 erkrankt sind, muss individuell abgestimmt werden ob eine zusätzliche zweite Impfung notwendig ist.
  • Frühestens 3 Monate nach der Grundimmunisierung kann Erwachsenen (auch Schwangeren und Immungeschwächten) eine Auffrischimpfung verabreicht werden. Empfohlen wird ein mRNA-Impfstoff (bei unter 30-jährigen Personen Comirnaty)
  • Besonders gefährdeten oder exponierten Personen wird frühestens 3 Monate nach der ersten eine zweite Auffrischimpfung empfohlen.
  • Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahre können 3 Monate nach der Grundimmunisierung eine Auffrischimpfung mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty (30 µg) erhalten.
  • Für Personen, bei denen eine Impfprophylaxe nicht möglich ist veröffentlichte die Gesellschaft für Infektiologie (DGI) am 9. Mai 2022 eine S1-Leitlinie zur Präexpositionsprophylaxe. Diese beschreibt die passive Immunisierung mit neutralisierenden monoklonalen Antikörpern (nMAK).


    Hinweise für Reisende

    Reisende sollten besonders sorgfältig auf Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen achten. Der Kontakt zu Erkrankten sollte vermieden werden. Insgesamt wird empfohlen, Sozialkontakte zu reduzieren. Daher wird aktuell von Reisen abgeraten. Bei Aufenthalt im Ausland sollten Anweisungen der lokalen Behörden unbedingt befolgt werden.


    Aktuelle Reisewarnungen

    Seit dem 1. Juli 2021 gelten folgende Regelungen bezüglich der Reisewarnungen:

    • Für nicht notwendige, touristische Reisen in Virusvariantengebiete gilt weiterhin eine Reisewarnung.
    • Für Länder mit erheblichen Einschränkungen im Reiseverkehr und in der Bewegungsfreiheit wird auch ohne Einstufung als Risikogebiet von nicht notwendigen Reisen abgeraten.
    • Für EU-Länder/Regionen, für Schengen-assozierte Länder/Regionen (Schweiz, Norwegen, Liechtenstein, Island) sowie für Drittstaaten ohne Reisebeschränkungen wird zu besonderer Vorsicht geraten, sofern diese nicht als Risikogebiet eingestuft sind oder eine sicherheitsrelevante strengere Empfehlung gilt.

    Bei Virusvariantengebieten handelt es sich um solche, in denen es zu einem hohen Vorkommen von bestimmten Varianten (Mutationen) des Coronavirus kommt.

    Seit dem 1. März 2022 gibt es laut RKI keine Virusvariantengebiete mehr. Der bis Ende Mai 2022 verwendete Begriff der Hochrisikogebiete wurde mit Wirkung vom 1. Juni 2022 gestrichen.


    Einreise- und Quarantänebestimmungen in Deutschland

    Für Einreisende, die sich innerhalb der letzten 10 Tage im Ausland (nicht Virusvariantengebiet) aufgehalten haben, gelten seit dem 1. Juli keine Regelungen mehr bzgl. 3G-Kontrollen.

    Einreisende müssen sich seit dem 8. November 2020 über eine digitale Einreiseanmeldung anmelden, wenn sie sich in den vergangenen 10 Tagen in einem Hochinzidenzgebiet oder Virusvariantengebiet aufgehalten haben. Die Angaben können entweder über www.einreiseanmeldung.de als PDF oder über eine Ersatzmitteilung in Papierform übermittelt werden. Letztgenannte kann über www.bundesgesundheitsministerium.de bezogen werden.

    Für Einreisende ab 6 Jahren, die sich innerhalb der letzten 10 Tage in einem Virusvarianten-Gebiet aufgehalten haben, gelten zudem folgende Regelungen:
    • Es gilt ein Beförderungsverbot für Einreisende aus Virusvarianten-Gebieten. Ausgenommen hiervon sind deutsche Staatsangehörige und Personen mit Wohnsitz und bestehendem Aufenthaltsrecht in Deutschland, ihre Ehepartner, Lebensgefährten aus dem selben Haushalt und ihre Kinder, sowie Personen, die nur in einem Transitbereich eines Verkehrsflughafens umsteigen.
    • Die Einreisenden müssen über ein negatives Covid-19-Testergebnis verfügen, das nicht älter als 48 Stunden ist und mittels Nukleinsäureamplifikationstechnik (z.Bsp. PCR oder POC-PCR) durchgeführt wurde; oder
    • Der Nachweis ist bereits vor der Einreise erforderlich.
    • Einreisende müssen sich sofort nach der Einreise in eine 14-tägige Quarantäne begeben.
    • Erfolgt die Einstufung zum Virusvariantengebiet zur Zeit des dortigen Aufenthalts oder innerhalb der 14-tägigen Quarantäne, können die Rückreisende die Quarantäne durch einen negativen Coronatest verkürzen.
    • Erfolgt während der 14-tägigen Quarantäne eine Rückstufung zum Hochinzidenzgebiet, so greift die Quarantäneregelung für Hochinzidenzgebiete; wird das Land gar nicht mehr gelistet („entlistet“), so endet die Quarantäne automatisch.
    Eine Übersicht von Hochinzidenzgebieten und Virusvarianten-Gebieten veröffentlicht das Robert Koch-Institut auf seiner Internetseite.

    Das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat hat zusammen mit dem Bundesministerium für Gesundheit eine Kurzübersicht zu den Corona-Einreiseregelungen zusammengefasst: Kurzübersicht Corona-Einreiseregelungen


    Einreise- und Quarantänebestimmungen anderer Länder

    Die Einreisebeschränkungen seitens Deutschlands bzw. der EU-Länder für Personen aus Drittstaaten wurden seit Anfang Juli letzten Jahres schrittweise aufgehoben. So werden nach und nach Länder in eine sog. „Positivliste“ aufgenommen. Bei einer Verschlechterung der Corona-Situation können Länder allerdings auch wieder von der Liste entfernt werden. Seit der letzten Aktualisierung von gilt die Einreisebeschränkung nicht mehr für Staatsangehörige Albaniens, Armeniens, Aserbaidschans, Australiens, Bosnien und Herzegowinas, Bruneis, Hongkongs, Japans, Jordaniens, Kanadas, Katars, des Libanons, Macaus, Moldaus, Neuseelands, Saudi-Arabiens, Serbiens, Singapurs, Südkoreas, Taiwans der Ukraine und Uruguays.

    Personen aus anderen Nicht-EU-Staaten dürfen seit dem 25. Juni 2021 wieder nach Deutschland einreisen, sofern sie vollständig gegen COVID-19 geimpft sind.

    Zahlreiche Länder haben Einreisekontrollen und Einreisebeschränkungen für Touristen aus Deutschland eingeführt.Viele Länder verlangen bei der Einreise einen abgeschlossenen Impfstatus. Dabei ist jedoch zu beachten, dass nicht jedes Land jeden Impfstoff anerkennt. In Europa können Geimpfte ein digitales Impfzertifikat ausgestellt bekommen. Das Zeigen des Impfstatus kann somit ganz einfach über das Smartphone erfolgen. Auch außerhalb der EU akzeptieren immer mehr Länder die digitale EU-Corona-Zertifikate. Hierzu gehören mittlerweile Albanien, Andorra, die Färöer-Inseln, Island, Israel, Liechtenstein, Monaco, Marokko, Nordmazedonien, Norwegen, Panama, San Marino, die Schweiz, die Ukraine, Vatikan und die Türkei. Für weitere Informationen verweisen wir auf unseren Einreise-Checker.


    Allgemeiner Hinweis

    Es wäre viel gewonnen, wenn zukünftig möglichst viele Menschen neben COVID-19 auch gegen Influenza geimpft wären, auch um Doppelinfektionen und unnötige COVID-19-Verdachtsfälle zu vermeiden. Weiterhin sind gerade für Ältere und chronisch Kranke die Impfungen gegen Pneumokokken und Pertussis (Keuchhusten) sinnvoll, um das Risiko bakterieller Atemwegsinfektionen zu reduzieren.
 
 
 
Quellen und weitere Informationen finden Sie hier:
  • Informationen der Bundesregierung: Informationen für Reisende und Pendler
  • Informationen des RKI: www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV_node.html
  • Liste der Risikogebiete des RKI: www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html
  • RKI: COVID-19-Dashboard für Deutschland https://corona.rki.de
  • Informationen des Centers for Disease Control and Prevention (ECDC): www.ecdc.europa.eu/en/novel-coronavirus-china
  • Informationen des "Centre for Health Protection" in Hongkong: www.chp.gov.hk/en/features/102465.html
  • Informationen der WHO: www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019
  • WHO: Myth busters:www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019/advice-for-public/myth-busters
  • 2019-nCoV Global Cases (by Johns Hopkins CSSE): https://coronavirus.jhu.edu/map.html"
  • International Airlines Travel Association (IATA) - Liste der aktuellen Einreisevorschriften: www.iatatravelcentre.com/international-travel-document-news/1580226297.htm
  • Corona Informationsseite von Thieme: www.thieme.de/de/corona.htm


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    Die vorstehenden Angaben ersetzen keine ärztliche Beratung. Sie stammen aus diversen Informationsquellen, sind nach bestem Wissen zusammengestellt und entsprechen dem neuesten Stand. Für ihre Richtigkeit kann das CRM keine Verantwortung und für irgendwelche Gesundheitsschäden auf Ihrer Reise keine Haftung übernehmen. Reisenden wird empfohlen, sich vor der Reise ärztlich beraten zu lassen.
     
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