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Aktuelle Meldungen aus der Reisemedizin
Stand: 23.02.2018
 
 
Auszug aus den aktuellen Meldungen
Gelbfieber: Im Januar ist ein Tourist nach seiner Rückkehr aus Brasilien in den Niederlanden erkrankt. Er hatte sich seit Mitte Dezember im Bundesstaat Sao Paulo und dort auch in der Stadt Mairipora aufgehalten. Mitte Februar wurden weitere Infektionen bei Touristen bekannt. Ein 35-jähriger und ein 20-jähriger Chilene haben sich seit Dezember auf der Isla Grande, vor der Südküste von Rio de Janeiro, aufgehalten und sind dort verstorben. Ein Argentinier ist nach seiner Rückkehr aus der gleichen Region in Buenos Aires erkrankt. Seit Juli letzten Jahres wurden in folgenden Bundesstaaten offiziell 464 Infektionen inklusive 164 Todesfällen bestätigt: Sao Paulo, Minas Gerais, Rio de Janeiro und im Federal District. Die meisten Fälle wurden im Dezember und Januar registriert. Die Behörden haben die Bevölkerung zur Impfung aufgefordert. Zuvor waren in der Region zahlreiche Affen an der Infektion verendet. Zwischen Dezember 2016 und August 2017 wurde der größte Gelbfieberausbruch der letzten 30 Jahre verzeichnet. Am stärksten betroffen war der Südosten des Landes. Derzeit wird noch für alle Reisenden eine Impfung empfohlen.
Meldung eingestellt am: 23.02.2018
Influenza: Ende Dezember letzten Jahres (KW 52) hat die Grippewelle begonnen. Die Grippeaktivität ist im Vergleich zur Vorwoche erneut deutlich angestiegen und ist nun landesweit stark erhöht. Seit Ende November 2017 bis zum 20. Februar wurden 82.038 labordiagnostisch bestätigte Fälle beim Robert Koch-Institut registriert. 136 Menschen sind verstorben. Impfschutz und persönliche Hygiene beachten.
Meldung eingestellt am: 23.02.2018
Dengue: Während der aktuellen Regenzeit sind die Fallzahlen gestiegen. Mit mehreren Hundert Infektionen ist die Provinz Macuata auf der Insel Vanua Levu besonders betroffen. Die Behörden melden außerdem einen Ausbruch mit mehr als 310 Erkrankungen auf der Hauptinsel Viti Levu. Landesweit wurden in diesem Jahr 860 Fälle verzeichnet. Mückenschutz beachten.
Meldung eingestellt am: 23.02.2018
Masern: Seit November letzten Jahres sind in der Region Nouvelle-Aquitaine (SW) 269 Menschen erkrankt. Mitte Februar ist in Poitiers eine 32-jährige Frau verstorben. Im vergangenen Jahr wurden landesweit 519 Fälle verzeichnet, das sind etwa 6 Mal so viele wie 2016. Die meisten Infektionen stammten aus den Regionen Lothringen, Nouvelle-Aquitaine und Okzitanien. Ende Juni war in Marseille ein 16-jähriges Mädchen verstorben. Impfschutz beachten.
Meldung eingestellt am: 16.02.2018
Masern: Seit Mai letzten Jahres wurden insgesamt 1.588 Infektionen gemeldet. 3 Menschen sind verstorben. Besonders betroffen ist der Süden des Landes. Impfschutz beachten.
Meldung eingestellt am: 20.02.2018
Scharlach: Die Erkrankung unterliegt saisonalen Schwankungen. In der Regel steigen die Fallzahlen ab September an und erreichen zwischen März und April ihren Höhepunkt. Bereits seit Beginn der aktuellen Saison im September letzten Jahres wurden hohe Fallzahlen gemeldet. Bisher sind 6.225 Infektionen gezählt worden, das sind etwa doppelt so viele wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auch in Wales haben die Erkrankungen zugenommen, in diesem Jahr wurden 280 Fälle gemeldet. Kontakte mit Kranken sollten gemieden werden.
Meldung eingestellt am: 23.02.2018
Cholera: Seit Ende November 2017 gibt es einen Ausbruch in der Hauptstadt Kinshasa mit ca. 1.000 Erkrankungs- und 41 Todesfällen. Anfang Januar kam es in der Stadt zu Überschwemmungen und infolge dessen zu einer Zunahme der Infektionen. Landesweit wurden seit Beginn des Jahres 3.116 Infektionen und 50 Todesfälle verzeichnet. Im letzten Jahr wurden landesweit etwa 55.000 Erkrankungen und 1.193 Todesfälle gemeldet. Hygiene und ggf. Impfschutz beachten.
Meldung eingestellt am: 13.02.2018
Hepatitis E: Seit Mitte Dezember letzten Jahres sind in der Hauptstadt Windhoek mehr als 640 Menschen erkrankt, 3 Frauen sind verstorben. Die meisten Infektionen stammen aus den informellen Siedlungen Havana, Goreangab, Hakahana, Greenwell Matongo und Ombili im Stadtteil Katutura. Die Infektion erfolgt meistens über verunreinigtes Trinkwasser oder Nahrungsmittel. Die Krankheit ist in der Regel gutartig, lediglich Schwangere haben ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe. Hygiene sorgfältig beachten.
Meldung eingestellt am: 13.02.2018
Mumps: Seit Beginn letzten Jahres wurden in Auckland bereits ca. 1.170 Infektionen registriert. Die meisten Betroffenen sind Schüler und junge Erwachsene zwischen 10 und 29 Jahren. Auch aus weiteren Regionen wurden Einzelfälle gemeldet. Solche lokalen Ausbrüche kommen immer wieder vor, Austauschschüler und Studenten sollten ihren Impfschutz vor der Abreise überprüfen.
Meldung eingestellt am: 20.02.2018
Lassa-Fieber: In diesem Jahr wurden bereits ca. 915 Verdachtsfälle und 59 Todesfälle verzeichnet, betroffen sind die Bundesstaaten Edo, Ondo, Bauchi, Nasarawa, Ebonyi, Anambra, Benue, Kogi, Imo, Plateau, Lagos, Taraba und Delta. Seit Beginn des Ausbruchs im Dezember 2016 wurden mehr als 1.320 Infektionen und 149 Todesfälle gemeldet. Lassa kommt in Nigeria regelmäßig vor und verbreitet sich v.a. über Nager. Für Reisende besteht nur ein geringes Infektionsrisiko.
Meldung eingestellt am: 23.02.2018
Gelbfieber: Seit Beginn des Jahres wurde eine Infektion bestätigt und 2 weitere Verdachtsfälle gemeldet. Ein Mensch ist verstorben. Im letzten Jahr wurden 14 Fälle registriert, 4 Menschen sind verstorben. Betroffen waren die Regionen Ayacucho (SW), San Martin (N), Cusco (SO), Huanuco (Z), Loreto (NO) und Junin (Z). 2016 wurden landesweit 66 Infektionen labortechnisch bestätigt, 28 Menschen sind verstorben. Impfschutz beachten.
Meldung eingestellt am: 20.02.2018
Dengue: Seit Anfang des Jahres sind in der Provinz Pangasinan im Westen der Insel Luzon 534 Menschen erkrankt, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es nur 140. Seit Anfang des letzten Jahres wurden landesweit ca. 131.830 Verdachtsfälle gemeldet, mindestens 732 Menschen sind verstorben. Landesweit wurden 2016 mehr als 211.100 Infektionen und mindestens 1.019 Todesfälle registriert. Schutz vor tagaktiven Überträgermücken beachten.
Meldung eingestellt am: 16.02.2018
Dengue: Seit Januar wurden 25 Fälle gemeldet. Insgesamt wurden seit April letzten Jahres auf der Insel 117 lokale Erkrankungen registriert. Besonders betroffen sind die Gemeinden Saint-Paul (NW) und Saint-Louis (SW). Die Behörden befürchten eine weitere Zunahme der Infektionen während der aktuellen Regenzeit. Schutz vor den tagaktiven Überträgermücken beachten.
Meldung eingestellt am: 13.02.2018
Darminfektionen: Risiko für Durchfallerkrankungen landesweit. Aufgrund mangelhaft funktionierender Abwassersysteme kommt es landesweit weiterhin zu Cholera-Ausbrüchen. Seit Mitte Januar wurden in Chegutu (Provinz Mashonaland West) mehr als 100 Erkrankungen und 4 Todesfälle verzeichnet. Typhus kommt im Land ebenfalls regelmäßig vor. Ausgehend von dem Stadtteil Mbare wurden in der Hauptstadt Harare seit Mitte Oktober letzten Jahres etwa 2.800 Infektionen gemeldet. Hygiene und ggf. Impfschutz beachten.
Meldung eingestellt am: 20.02.2018
Listeriose: Seit Anfang letzten Jahres wurden 915 Infektionen bestätigt, 172 Menschen sind verstorben. Die Provinzen Gauteng, Western Cape und KwaZulu-Natal sind besonders betroffen. Der Ursprung des Ausbruchs wurde noch nicht identifiziert. Die Behörden vermuten allerdings, dass es sich um eine einzige Infektionsquelle handelt. Die Erreger werden über Lebensmittel übertragen, besonders gefährdet sind immungeschwächte Personen, Ältere, Schwangere und Kinder.
Meldung eingestellt am: 23.02.2018
Tollwut: Mitte Februar ist in der Provinz KwaZulu-Natal ein 6-jähriger Junge nach einem Hundebiss verstorben. Im letzten Jahr wurden 6 Todesfälle bestätigt, je 2 in den Provinzen Eastern Cape und Limpopo, je einer in den Provinzen KwaZulu-Natal und Mpumalanga. Die häufigste Infektionsquelle sind Hundebisse. Bei entsprechenden Kontakten sofort einen Arzt aufsuchen, bei vorhersehbarem Risiko und längerem Aufenthalt vorbeugende Impfung empfohlen.
Meldung eingestellt am: 20.02.2018
Quallen: Im Februar sind am Strand von Songkhla (S) 23 Menschen mit der Portugiesischen Galeere (Physalia physalis) in Kontakt gekommen und mussten klinisch behandelt werden. Bei angespülten Tieren oder deren Tentakeln am Strand sollten Reisenden diese nicht berühren und auf das Baden verzichten. Nach Kontakt Tentakeln mit Salzwasser abspülen (kein Süßwasser) bzw. mit Pinzette vorsichtig entfernen. Bei großflächigen Verletzungen sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Meldung eingestellt am: 20.02.2018
Dengue: In diesem Jahr wurden auf der Insel Tongatapu bereits 19 Erkrankungen bestätigt. Ein 12-jähriges Mädchen aus Neuseeland ist verstorben. Infolge des Zyklons Gita vom Februar dieses Jahres wird eine Zunahme der Fälle erwartet. Ein Übertragungsrisiko besteht besonders während der Regenzeit von Dezember bis April. Schutz vor den überwiegend tagaktiven Stechmücken beachten!
Meldung eingestellt am: 23.02.2018
USA
Hepatitis A: Die Gesundheitsbehörden von Michigan warnen vor einem Ausbruch im Südosten des Bundesstaates, der seit August 2016 zu 751 bestätigten Infektionen und 25 Todesfällen geführt hat. Besonders betroffen ist die Stadt Detroit. Die Sterberate ist ungewöhnlich hoch, die Ursache dafür wird untersucht. Etwa ein Drittel der Betroffenen ist obdachlos oder hatte Kontakt zu illegalen Drogen. Einen ähnlichen Ausbruch gibt es seit Anfang des vergangenen Jahres auch in San Diego (Bundesstaat Kalifornien). Es sind 580 Menschen erkrankt und 20 verstorben. Im Bundesstaat Utah wurden seit September 181 Erkrankungen verzeichnet. Seit November letzten Jahres sind in Louisville (Bundesstaat Kentucky) die Fallzahlen auf ca. 90 gestiegen. Das Risiko für Reisende ist relativ gering.
Meldung eingestellt am: 23.02.2018