Reisemedizinische Länderinformationen des CRM Centrum für Reisemedizin
Stand: 16.01.2018

Palästinensische Gebiete

Palästinensische Gebiete

In diesem Dokument
Die nachstehenden Informationen geben Ihnen einen Überblick über notwendige und sinnvolle Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge bei einer Reise in dieses Land.



 Klima 

Mediterranes Klima; Temperaturen im Gazastreifen aufgrund der Lage direkt am Mittelmeer im Allgemeinen höher als im bergigen Westjordanland; lange, heiße und trockene Sommer mit Tagestemperaturen um die 30°C, in Hebron bis 35 °C, sowie milde, feuchte Winter mit durchschnittlich 17-18 °C; im Gaza-Streifen im Hochsommer hohe Luftfeuchtigkeit.


 Einreise-Impfvorschriften 

Für die Einreise besteht zurzeit keine Impfpflicht. Neben den in Deutschland empfohlenen Impfungen können für Ihre Reise jedoch weitere Impfungen sinnvoll sein.

Qualifizierte Beratungsstellen


 Empfohlener Impfschutz 

Allgemein zu empfehlender Impfschutz überprüfen, ggf. ergänzen bzw. auffrischen.

Je nach Reisestil und Aufenthaltsbedingungen im Lande außerdem zu erwägen:


Qualifizierte Beratungsstellen
Impfschutz Reisebedingung 1 Reisebedingung 2 Reisebedingung 3
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(b) bei Langzeitaufenthalten oder engerem Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung
(c) Schutz gegen Reisediarrrhoe (ETEC).
(d) bei vorhersehbarem Umgang mit Tieren
(f) bei engerem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung.
(g) bei engerem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung, sowie bei Alter unter 25 Jahre

Reisebedingung 1:
Reise durch das Landesinnere unter einfachen Bedingungen (Rucksack- /Trecking- /Individualreise) mit einfachen Quartieren/Hotels; Camping-Reisen, Langzeitaufenthalte, praktische Tätigkeit im Gesundheits- o. Sozialwesen, enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung wahrscheinlich

Reisebedingung 2:
Aufenthalt in Städten oder touristischen Zentren mit (organisierten) Ausflügen ins Landesinnere (Pauschalreise, Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants mittleren bis gehobenen Standards)

Reisebedingung 3:
Aufenthalt ausschließlich in Großstädten oder Touristikzentren (Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants gehobenen bzw. europäischen Standards)


Wichtiger Hinweis:

Welche Impfungen letztendlich vorzunehmen sind, ist abhängig vom aktuellen Infektionsrisiko vor Ort, von der Art und Dauer der geplanten Reise, vom Gesundheitszustand, sowie dem eventuell noch vorhandenen Impfschutz des Reisenden.

Informationen zur Kostenübernahme von Impfungen für private Auslandsaufenthalte durch Ihre Krankenversicherung finden Sie in unserer Rubrik "Kostenerstattung" (www.crm.de/krankenkassen).

Da im Einzelfall unterschiedlichste Aspekte zu berücksichtigen sind, empfiehlt es sich immer, rechtzeitig (etwa 4 bis 6 Wochen) vor der Reise eine persönliche Reise-Gesundheits-Beratung bei einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt oder Apotheker in Anspruch zu nehmen (siehe Anschriften qualifizierter Beratungsstellen nach Postleitzahlgebieten sortiert: www.crm.de/beratungsstellen).


 Malaria 

Das Land ist malariafrei

 Ratschläge zur Reiseapotheke 

Denken Sie daran, eine Reiseapotheke mitzunehmen, damit sie für leichtere Erkrankungen und kleinere Notfälle gerüstet sind.

Folgendes sollten Sie auf Reisen immer dabei haben: Medikamente gegen Durchfall, Reisekrankheit, Fieber, Schmerzen sowie Wunddesinfektionsmittel, Insekten- und Sonnenschutzmittel, Salbe bei Insektenstichen oder anderen Hautreizungen, Fieberthermometer und Verbandmaterial.

Je nach Reiseland und Reiseziel können weitere Medikamente (z.B. zur Malariavorsorge) oder Hilfsmittel (z.B. Spritzen) sinnvoll sein.

Nicht vergessen: Medikamente, die Sie ständig einnehmen müssen!

Wenn Sie spezielle Fragen zur Reiseapotheke haben, wenden Sie sich am besten an eine Apotheke mit reisemedizinisch qualifizierten Mitarbeitern.


 Aktuelle Meldungen 


 Allgemeine Hinweise 

In den Palästinensischen Gebieten muss mit Einschränkungen der medizinischen Versorgung gerechnet werden.

HIV-Test: Keine offiziellen Bestimmungen. Personen, von denen bekannt ist, dass sie HIV-positiv sind, kann die Einreise verweigert werden.


 Sicherheitshinweise 

Sicherheitshinweis: In Jerusalem, dem Westjordanland und dem Gaza-Streifen kommt es weiterhin zu Demonstrationen und teils gewalttätigen Ausschreitungen im Zusammenhang mit der Erklärung der US-amerikanischen Regierung vom 6. Dezember 2017 zum Status von Jerusalem. In den letzten Wochen kam es fast täglich zu Angriffen auf israelische Autos in und um Tuqu, einer palästinensischen Stadt südlich von Bethlehem. Dabei wurden sowohl Steine als auch Molotov-Cocktails als Wurfgeschosse eingesetzt. Auch in anderen Teilen der Westbank wurden gelegentlich Autos attackiert und beworfen, teils durch Palästinenser, teils durch israelische Siedler. Es kommt immer wieder vor, dass einzelne Täter israelische Zivilisten und Sicherheitskräfte mit Messern und vereinzelt mit Schusswaffen angreifen. Die Vorfälle in den letzten Monaten ereigneten sich überwiegend im Westjordanland und in Ost-Jerusalem, vereinzelt aber auch in Israel. Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass ausländische Besucher Ziel von Gewalt sind. Dennoch wird vor allem in Jerusalem und dem Westjordanland dringend zu erhöhter Vorsicht geraten. Reisende sollten Menschenansammlungen jeder Art meiden. Auch bei zunächst friedlichen Versammlungen besteht das Risiko, dass die Situation sehr schnell eskaliert. Darüber hinaus wird geraten, sich tagesaktuell über die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes sowie über die Medienberichterstattung zur Sicherheitslage informiert zu halten (www.auswaertiges-amt.de).


 Botschaften 

Für Deutschland zuständige Vertretung:

Deutsche Vertretung:

(Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland)


 Nicht vergessen: Auslandskrankenversicherung 

Für die private Auslandsreise empfehlen wir Ihnen, grundsätzlich eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen. Auch in Ländern mit Sozialversicherungsabkommen sind für bestimmte Leistungen zum Teil erhebliche Eigenanteile zu zahlen.

Hinzu kommt, dass die Kosten für einen krankheits- oder unfallbedingten Rücktransport nach Deutschland nur durch eine private Auslandsreise-Krankenversicherung abgedeckt werden. Von der gesetzlichen Krankenversicherung werden Rückführungskosten nicht erstattet.

Die Auslandskrankenversicherung sollte nach Möglichkeit Beistandsleistungen beinhalten. Dies bedeutet, dass Sie im Krankheitsfall über eine Notrufnummer administrative und bei Bedarf auch ärztliche Unterstützung durch die Krankenversicherung erhalten.

Den reisemedizinischen Ratgeber zum Thema "Krankenversicherung für Auslandsreisen" können Sie hier herunterladen (PDF).



 Beratungsstellen 

Wir empfehlen grundsätzlich, sich vor einer Reise aktuell, kompetent und individuell zu Gesundheitsfragen beraten zu lassen:

Apotheken mit qualifizierter Reise-Gesundheits-Beratung (nach Postleitzahlgebieten)

Impfstellen und Ärzte mit Spezialsprechstunde Reisemedizin (nach Postleitzahlgebieten)

Reisebüros , die Ihnen Ärzte und Apotheken in Ihrer Umgebung empfehlen können.



Die Angaben in diesem Informationssystem wurden nach bestem Wissen und sorgfältiger Recherche zusammengestellt. Eine Gewähr oder Haftung kann nicht übernommen werden.

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