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Reisemedizinische Länderinformationen des CRM Centrum für Reisemedizin  Stand: 17.05.2013
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Vietnam
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Die nachstehenden Informationen geben Ihnen einen Überblick über notwendige und sinnvolle Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge bei einer Reise in dieses Land.
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Im Norden subtropisches Klima mit kühlen Wintern (Hanoi:
Januarmittel 16,5° C, Julimittel 29° C) Süden tropisch mit wenig
schwankenden Temperaturen (Ho-Chi-Minh-Stadt ganzjährig um 27° C);
Hauptregenzeit von April bis Oktober.
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Bei Direktflug aus Europa: keine Impfungen vorgeschrieben Bei einem vorherigen Zwischenaufenthalt (innerhalb der letzten
6 Tage vor Einreise) in einem der aufgeführten Länder
(Gelbfieber-Endemiegebiete) wird bei Einreise eine gültige Gelbfieber-Impfbescheinigung verlangt (ausgenommen Kinder unter 1 Jahr).
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Gelbfieber-Impfbescheinigung erforderlich bei Einreise aus:
Angola · Äquatorialguinea · Argentinien · Äthiopien · Benin · Bolivien · Brasilien · Burkina Faso · Burundi · Ecuador · Elfenbeinküste · Franz. Guayana · Gabun · Gambia · Ghana · Guinea · Guinea-Bissau · Guyana · Kamerun · Kenia · Kolumbien · Kongo, Rep. · Kongo, Dem. Rep. · Liberia · Mali · Mauretanien · Niger · Nigeria · Panama · Paraguay · Peru · Ruanda · Senegal · Sierra Leone · Sudan · Suriname · Togo · Trinidad & Tobago · Tschad · Uganda · Venezuela · Zentralafr. Republik ·
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| (c) |
bei Langzeitaufenthalten oder engerem Kontakt mit
der einheimischen Bevölkerung |
| (d) |
bei vorhersehbarem Umgang mit Tieren |
| (e) |
bei besonderen Aufenthaltsbedingungen in
bestimmten ländlichen Gebieten. |
Reisebedingung 1:
Reise durch das Landesinnere unter einfachen Bedingungen (Rucksack- /Trecking- /Individualreise) mit einfachen Quartieren/Hotels; Camping-Reisen, Langzeitaufenthalte, praktische Tätigkeit im Gesundheits- o. Sozialwesen, enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung wahrscheinlich
Reisebedingung 2:
Aufenthalt in Städten oder touristischen Zentren mit (organisierten) Ausflügen ins Landesinnere (Pauschalreise, Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants mittleren bis gehobenen Standards)
Reisebedingung 3:
Aufenthalt ausschließlich in Großstädten oder Touristikzentren (Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants gehobenen bzw. europäischen Standards)
Wichtiger Hinweis:
Welche Impfungen letztendlich vorzunehmen sind, ist abhängig vom aktuellen Infektionsrisiko vor Ort, von der Art und Dauer der geplanten Reise, vom Gesundheitszustand, sowie dem eventuell noch vorhandenen Impfschutz des Reisenden.
Informationen zur Kostenübernahme von Impfungen für private Auslandsaufenthalte durch Ihre Krankenversicherung finden Sie in unserer Rubrik "Kostenerstattung" (www.crm.de/krankenkassen).
Da im Einzelfall unterschiedlichste Aspekte zu berücksichtigen sind, empfiehlt es sich immer, rechtzeitig (etwa 4 bis 6 Wochen) vor der Reise eine persönliche Reise-Gesundheits-Beratung bei einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt oder Apotheker in Anspruch zu nehmen (siehe Anschriften qualifizierter Beratungsstellen nach Postleitzahlgebieten sortiert: www.crm.de/beratungsstellen).
Risiko:
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ganzjährig, verstärkt in der Regenzeit, im Norden
vermindert in den kühlen Monaten Oktober-April.
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- mittleres Risiko
(höher in der Regenzeit, geringer in der Trockenzeit) vor allem im zentralen
Hochland unterhalb 1.500 m südlich des 18. Breitengrades mit den Provinzen Kon
Tum, Gia Lai, Dak Lak, Binh Phuoc und Dak Nong sowie im Hinterland der
Küstenprovinzen Quang Tri, Ninh Thuan, Quang Nam und Khanh Hoa; weniger
ausgeprägt im gesamten Süden mit dem Mekong-Delta und den nach N
anschließenden Küstenregionen bis Nha Trang, im Norden nördlich und westlich
von Hanoi (Grenzgebiete zu Yunnan/China und Laos), dort besonders in den
Sommermonaten Mai-September;
- geringes oder
kein Risiko in der
Umgebung von Ho Chi Minh-Stadt, in den Küstenregionen nördlich von Nha Trang
einschließlich des Red River-Deltas mit dem Großraum Hanoi;
- Stadtgebiete gelten als malariafrei
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Vorbeugung:
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Ein konsequenter Mückenschutz in den Abend- und Nachtstunden
verringert das Malariarisiko erheblich (Expositionsprophylaxe).
Die wichtigsten Maßnahmen sind:
- In der Dämmerung und nachts Aufenthalt in
mückengeschützten Räumen (Räume mit aircondition, Mücken fliegen nicht vom
Warmen ins Kalte)
- Beim Aufenthalt im Freien in Malariagebieten abends und
nachts weitgehend körperbedeckende Kleidung (lange Ärmel, lange
Hosen).
- Anwendung von insektenabwehrenden Mitteln an unbedeckten
Hautstellen (Wade, Handgelenke, Nacken). Wirkungsdauer ca. 2-4 Std.
- Im Wohnbereich Anwendung von insektenabtötenden Mitteln in
Form von Aerosolen, Verdampfern, Kerzen, Räucherspiralen.
- Schlafen unter dem Moskitonetz (vor allem in
Hochrisikogebieten)
Ergänzend ist die Mitnahme von Anti-Malaria-Medikamenten zur
notfallmäßigen Selbstbehandlung (Stand-by-Behandlung) zu empfehlen. Zu Art
und Dauer der Behandlung fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. informieren
Sie sich in einer qualifizierten reisemedizinischen Beratungsstelle (s.unten).
Malariamittel sind verschreibungspflichtig.
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Denken Sie daran, eine Reiseapotheke mitzunehmen, damit sie für
leichtere Erkrankungen und kleinere Notfälle gerüstet sind.
Folgendes sollten Sie auf Reisen immer dabei haben: Medikamente
gegen Durchfall, Reisekrankheit, Fieber, Schmerzen sowie
Wunddesinfektionsmittel, Insekten- und Sonnenschutzmittel, Salbe bei
Insektenstichen oder anderen Hautreizungen, Fieberthermometer und
Verbandmaterial.
Je nach Reiseland und Reiseziel können weitere Medikamente (z.B.
zur Malariavorsorge) oder Hilfsmittel (z.B. Spritzen) sinnvoll sein.
Nicht vergessen: Medikamente, die Sie ständig einnehmen
müssen!
Wenn Sie spezielle Fragen zur Reiseapotheke haben, wenden Sie
sich am besten an eine Apotheke mit reisemedizinisch qualifizierten
Mitarbeitern.
Darminfektionen: Risiko für Durchfallerkrankungen landesweit, auch Cholera ist endemisch. Nahrungs- und Trinkwasserhygiene beachten.
Dengue: In diesem Jahr wurden bis Ende April mehr als 12.700 Erkrankungen registriert, es gab 11 Todesfälle. 2012 kam es landesweit zu 86.026 Erkrankungen. Besonders betroffen war die südliche Provinz Dong Nai und Ho-Chi-Minh-City. Im Jahr 2011 wurden landesweit mehr als 64.500 Erkrankungen und 59 Todesfälle gemeldet. 87% der Fälle traten im Süden des Landes auf, besonders betroffen war Ho-Chi-Minh-Stadt mit mindestens 10.000 Erkrankungen. Schutz vor den überwiegend tagaktiven Stechmücken beachten.
Vogelgrippe: Im April ist ein 4-jähriger Junge gestorben und eine 20-Jährige erkrankt, dies sind die ersten Fälle seit mehr als einem Jahr. In 2012 wurden 4 menschliche Erkrankungen (davon 2 Todesfälle) an Vogelgrippe im Land registriert. Damit beläuft sich die Gesamtzahl menschlicher Erkrankungen seit 2003 auf 125 mit 62 Todesfällen. Sie sind in allen Landesteilen aufgetreten. Bei allen Betroffenen ließen sich entsprechende Tierkontakte nachweisen. Im Juli 2012 ist ein neues, hochansteckendes Vogelgrippe-Virus in Vietnam aufgetreten. Dieses hat sich im August im Norden und im Zentrum des Landes rasch verbreitet. Vermutlich wurde der Erreger durch illegal aus China importierte Hühner eingeschleppt.
Medizinische Versorgung: Außerhalb der Städte ist mit erheblichen Engpässen bei
der ärztlichen und medikamentösen Versorgung zu rechnen. Adaequate
Ausstattung der Reiseapotheke (Zollbestimmungen beachten,
Begleitattest ratsam), Auslandskrankenversicherung mit Abdeckung des
Rettungsrückflug-Risikos für Notfälle dringend empfohlen.
Tollwut: Moderne Gewebekultur-Impfstoffe und homologes Immunglobulin
sind nur in Hanoi und Saigon erhältlich. Bei vorhersehbarem Risiko
prophylaktische Impfung vor Reise empfohlen.
Für Deutschland zuständige Vertretung:
Deutsche Vertretung:
(Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland)
| Nicht vergessen: Auslandskrankenversicherung |
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Für die private Auslandsreise empfehlen wir Ihnen, grundsätzlich eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen. Auch in Ländern mit Sozialversicherungsabkommen sind für bestimmte Leistungen zum Teil erhebliche Eigenanteile zu zahlen.
Hinzu kommt, dass die Kosten für einen krankheits- oder unfallbedingten Rücktransport nach Deutschland nur durch eine private Auslandsreise-Krankenversicherung abgedeckt werden. Von der gesetzlichen Krankenversicherung werden Rückführungskosten nicht erstattet.
Die Auslandskrankenversicherung sollte nach Möglichkeit Beistandsleistungen beinhalten. Dies bedeutet, dass Sie im Krankheitsfall über eine Notrufnummer administrative und bei Bedarf auch ärztliche Unterstützung durch die Krankenversicherung erhalten.
Den reisemedizinischen Ratgeber zum Thema "Krankenversicherung für Auslandsreisen" können Sie hier herunterladen (PDF).
Trotz optimaler Vorbereitung und Beratung im Vorfeld einer Reise durch erfahrene Reisemediziner kann unterwegs sowohl im Inland als auch im Ausland jederzeit ein plötzliches Gesundheitsproblem in Form einer Krankheit oder eines Unfalls auftreten.
Der schnelle Abruf bzw. das Vorliegen verlässlicher Informationen über Ihren Gesundheitszustand können in solchen Fällen lebensrettend sein. Die CRM travel.CARD ermöglicht Ärzten im Notfall Ihre persönlichen, medizinischen Daten einzusehen.
Ihre persönliche Gesundheitsakte enthält wichtige Informationen über vorliegende Krankheiten, Allergien, eingenommene Medikamente und Kontaktdaten Ihrer behandelnden Ärzte.
Lassen Sie sich von Ihrem Arzt und Apotheker im Rahmen einer reisemedizinischen Beratung zur CRM travel.CARD informieren.
Wir empfehlen grundsätzlich, sich vor einer Reise aktuell, kompetent und individuell zu Gesundheitsfragen beraten zu lassen:
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Apotheken mit qualifizierter Reise-Gesundheits-Beratung (nach Postleitzahlgebieten) |
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Impfstellen und Ärzte mit Spezialsprechstunde Reisemedizin (nach Postleitzahlgebieten) |
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Reisebüros , die Ihnen Ärzte und Apotheken in Ihrer Umgebung empfehlen können. |
Die Angaben in diesem Informationssystem wurden nach bestem Wissen und sorgfältiger Recherche zusammengestellt. Eine Gewähr oder Haftung kann nicht übernommen werden.
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