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Reisemedizinische Länderinformationen des CRM Centrum für Reisemedizin
Stand: 31.08.2010

Thailand

Thailand

In diesem Dokument
Die nachstehenden Informationen geben Ihnen einen Überblick über notwendige und sinnvolle Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge bei einer Reise in dieses Land.



 Klima 

Tropisches Monsunklima mit Regenzeit von Mai bis Oktober; winterliche Trockenzeit; heißeste Jahreszeit von März bis Mitte Mai; durchschn. Temp. in Bangkok im Dezember 25,7° C, im April 30,1° C.


 Einreise-Impfvorschriften 

Bei Direktflug aus Europa: keine Impfungen vorgeschrieben

Bei einem vorherigen Zwischenaufenthalt (innerhalb der letzten 6 Tage vor Einreise) in einem der aufgeführten Länder (Gelbfieber-Endemiegebiete) wird bei Einreise eine gültige Gelbfieber-Impfbescheinigung verlangt (ausgenommen Kinder unter 9 Monaten).
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Qualifizierte Beratungsstellen

Gelbfieber-Impfbescheinigung erforderlich bei Einreise aus:
Angola · Äquatorialguinea · Argentinein · Äthiopien · Benin · Bolivien · Brasilien · Burkina Faso · Burundi · Ecuador · Elfenbeinküste · Franz. Guayana · Gabun · Gambia · Ghana · Guinea · Guinea-Bissau · Guyana · Kamerun · Kenia · Kolumbien · Kongo, Rep. · Kongo, Dem. Rep. · Liberia · Mali · Mauretanien · Niger · Nigeria · Panama · Paraguay · Peru · Ruanda · Sao Tomé & Principe · Senegal · Sierra Leone · Somalia · Sudan · Suriname · Tanzania · Togo · Trinidad & Tobago · Tschad · Uganda · Venezuela · Zentralafr. Republik ·


 Empfohlener Impfschutz 

Generell: Standardimpfungen nach dem deutschen Impfkalender, spez. Tetanus, Diphtherie, Hepatitis A

Je nach Reisestil und Aufenthaltsbedingungen im Lande außerdem zu erwägen

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Qualifizierte Beratungsstellen
Impfschutz Reisebedingung 1 Reisebedingung 2 Reisebedingung 3
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(c) bei Langzeitaufenthalten u. engerem Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung
(d) bei vorhersehbarem Umgang mit Tieren
(e) bei besonderen Aufenthaltsbedingungen in bestimmten ländlichen Gebieten.

Reisebedingung 1:
Reise durch das Landesinnere unter einfachen Bedingungen (Rucksack- /Trecking- /Individualreise) mit einfachen Quartieren/Hotels; Camping-Reisen, Langzeitaufenthalte, praktische Tätigkeit im Gesundheits- o. Sozialwesen, enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung wahrscheinlich

Reisebedingung 2:
Aufenthalt in Städten oder touristischen Zentren mit (organisierten) Ausflügen ins Landesinnere (Pauschalreise, Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants mittleren bis gehobenen Standards)

Reisebedingung 3:
Aufenthalt ausschließlich in Großstädten oder Touristikzentren (Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants gehobenen bzw. europäischen Standards)


Wichtiger Hinweis:

Welche Impfungen letztendlich vorzunehmen sind, ist abhängig vom aktuellen Infektionsrisiko vor Ort, von der Art und Dauer der geplanten Reise, vom Gesundheitszustand, sowie dem eventuell noch vorhandenen Impfschutz des Reisenden.

Informationen zur Kostenübernahme von Impfungen für private Auslandsaufenthalte durch Ihre Krankenversicherung finden Sie in unserer Rubrik „Kostenerstattung“ (www.crm.de/krankenkassen).

Da im Einzelfall unterschiedlichste Aspekte zu berücksichtigen sind, empfiehlt es sich immer, rechtzeitig (etwa 4 bis 6 Wochen) vor der Reise eine persönliche Reise-Gesundheits-Beratung bei einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt oder Apotheker in Anspruch zu nehmen (siehe Anschriften qualifizierter Beratungsstellen nach Postleitzahlgebieten sortiert: www.crm.de/beratungsstellen).


 Malaria 

Risiko:

ganzjährig

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Mückenschutz
  • geringes Risiko mit den höchsten Inzidenzen (> 5 auf 1000) im nordwestlichen Grenzgebiet zu Myanmar, vor allem in den Provinzen Tak und Mae Hong Son, im westlichen Grenzgebiet in der Provinz Ranong sowie im Süden in der Provinz Yala; weniger ausgeprägt (Inzidenzen > 1 bis < 5 auf 1000) im westlichen Grenzgebiet zu Myanmar mit den Provinzen Chumphon, Prachuab Khiri Khan, Kanchanaburi und Petchaburi, im Süden mit den Provinzen Narathiwat und Songkhla, im südöstlichen Grenzgebiet zu Kambodscha mit den Provinzen Trat und Chantaburi sowie auf einigen Inseln, z.B. Ko Chang bei Ranong;
  • Malaria kommt vor (mehr in der Regenzeit, weniger in der Trockenzeit) in den Waldgebieten des mittleren Westens sowie der nördlichen und östlichen Landesteile; auf einigen Inseln, z.B. Ko Chang und Ko Mak vor Trat im SO, Similan-Inseln vor Surat Thani im SW;
  • kein bzw. sehr geringes Risiko in den zentralen Landesteilen und Küstengebieten, auf den meisten vorgelagerten Inseln sowie in den höheren Gebirgslagen;
  • Großstädte und Touristikzentren wie Bangkok, Pattaya, Hua Hin, Cha Am, Chiang Mai, Ko Samui, Phuket, Krabi (Stadtgebiet), Songkhla (Stadtgebiet), Hat Yai gelten als malariafrei
Vorbeugung:

Ein konsequenter Mückenschutz in den Abend- und Nachtstunden verringert das Malariarisiko erheblich (Expositionsprophylaxe).

Die wichtigsten Maßnahmen sind:

  • In der Dämmerung und nachts Aufenthalt in mückengeschützten Räumen (Räume mit aircondition, Mücken fliegen nicht vom Warmen ins Kalte)
  • Beim Aufenthalt im Freien in Malariagebieten abends und nachts weitgehend körperbedeckende Kleidung (lange Ärmel, lange Hosen).
  • Anwendung von insektenabwehrenden Mitteln an unbedeckten Hautstellen (Wade, Handgelenke, Nacken). Wirkungsdauer ca. 2-4 Std.
  • Im Wohnbereich Anwendung von insektenabtötenden Mitteln in Form von Aerosolen, Verdampfern, Kerzen, Räucherspiralen.
  • Schlafen unter dem Moskitonetz (vor allem in Hochrisikogebieten)

Ergänzend ist die Mitnahme von Anti-Malaria-Medikamenten zur notfallmäßigen Selbstbehandlung (Stand-by-Behandlung) zu empfehlen. Zu Art und Dauer der Behandlung fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. informieren Sie sich in einer qualifizierten reisemedizinischen Beratungsstelle (s.unten). Malariamittel sind verschreibungspflichtig.


 Ratschläge zur Reiseapotheke 

Denken Sie daran, eine Reiseapotheke mitzunehmen, damit sie für leichtere Erkrankungen und kleinere Notfälle gerüstet sind.

Folgendes sollten Sie auf Reisen immer dabei haben: Medikamente gegen Durchfall, Reisekrankheit, Fieber, Schmerzen sowie Wunddesinfektionsmittel, Insekten- und Sonnenschutzmittel, Salbe bei Insektenstichen oder anderen Hautreizungen, Fieberthermometer und Verbandmaterial.

Je nach Reiseland und Reiseziel können weitere Medikamente (z.B. zur Malariavorsorge) oder Hilfsmittel (z.B. Spritzen) sinnvoll sein.

Nicht vergessen: Medikamente, die Sie ständig einnehmen müssen!

Wenn Sie spezielle Fragen zur Reiseapotheke haben, wenden Sie sich am besten an eine Apotheke mit reisemedizinisch qualifizierten Mitarbeitern.


 Aktuelle Meldungen 

DarminfektionenRisiko für Durchfallerkrankungen, örtlich auch mit kleineren CholeraAusbrüchen ist landesweit zu rechnen. Hygiene beachten.

Typhus In Songkra gab es einen Typhus-Ausbruch. Zwischen September 2009 und Januar 2010 wurden insgesamt ca. 230 Verdachtsfälle gemeldet. Auf Impfschutz und hygienische Maßnahmen achten.

TollwutThailand meldete letztes Jahr einen deutlichen Anstieg der Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahr. Bisher wurden 23 Todesfälle registriert, 2008 waren es nur 9. Aus der Hauptstadt Bangkok wurden 7 Fälle gemeldet (2008: 1). Die meisten Tollwutinfektionen werden durch Hundebisse übertragen. In Bangkok gibt es schätzungsweise 2 Millionen Hunde. Nach verdächtigen Tierkontakten ist sofort ein Arzt aufzusuchen. Risikoreisende sollten prophylaktisch geimpft sein.

DengueMit einem erhöhten Übertragungsrisiko muss während der Regenzeit, die etwa von Mai bis Oktober andauert, gerechnet werden. Die Behörden melden seit Jahresbeginn 57.940 Fälle und 70 Todesfälle. Am stärksten ist die Zentralregion des Landes betroffen. Aber auch in der südlichen Yala Provinz hat die Zahl der Infizierten mittlerweile 400 erreicht. Im Nordosten des Landes (Nakhon Ratchasima) werden ebenfalls mehr als 1.000 Erkrankungen und 3 Todesfälle berichtet. Im Nordwesten (Ubon Ratchathani) sind aktuall 882 Fälle und zwei Tote gemeldet. Schutz vor überwiegend tagaktiven Stechmücken beachten.

Chikungunya Seit Mitte 2008 werden aus dem Süden Thailands inklusive der Ferieninsel Phuket vermehrt Chikungunya-Fälle gemeldet. 2009 kam es zu einem großen Ausbruch, der sich auch auf die mittleren, nördlichen und nordöstlichen Landesteile ausgeweitet hat. Auch Anfang dieses Jahres wurden vermehrt Erkrankungen berichtet. Schutz vor überwiegend tagaktiven Stechmücken beachten.

HIV/AIDSHohe Durchseuchung besonders bei den Risiko-Gruppen (Prostituierte und Drogenabhängige) in größeren Städten. Sexuelle Kontakte mit unbekannten Partnern sind stark risikobelastet.


 Allgemeine Hinweise 

Sicherheitshinweis: Nach dem Ende der Demonstrationen der außerparlamentarischen Opposition ("Rothemden") Ende Mai hat sich die Situation in Bangkok und in den Provinzen im Norden/Nordosten normalisiert. Das Notstandsrecht gilt in Bangkok und 18 Provinzen im Norden/Nordosten aber fort. Die Tourismusregionen im Süden des Landes waren von den Demonstrationen nicht betroffen. (www.auswaertiges-amt.de).


 Botschaften 

Für Deutschland zuständige Vertretung:

Deutsche Vertretung:

(Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland)


 Nicht vergessen: Auslandskrankenversicherung 

Für die private Auslandsreise empfehlen wir Ihnen, grundsätzlich eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen. Auch in Ländern mit Sozialversicherungsabkommen sind für bestimmte Leistungen zum Teil erhebliche Eigenanteile zu zahlen.

Hinzu kommt, dass die Kosten für einen krankheits- oder unfallbedingten Rücktransport nach Deutschland nur durch eine private Auslandsreise-Krankenversicherung abgedeckt werden. Von der gesetzlichen Krankenversicherung werden Rückführungskosten nicht erstattet.

Die Auslandskrankenversicherung sollte nach Möglichkeit Beistandsleistungen beinhalten. Dies bedeutet, dass Sie im Krankheitsfall über eine Notrufnummer administrative und bei Bedarf auch ärztliche Unterstützung durch die Krankenversicherung erhalten.


 Gesundheitsakten auf Reisen 

Trotz optimaler Vorbereitung und Beratung im Vorfeld einer Reise durch erfahrene Reisemediziner kann unterwegs sowohl im Inland als auch im Ausland jederzeit ein plötzliches Gesundheitsproblem in Form einer Krankheit oder eines Unfalls auftreten.

Der schnelle Abruf bzw. das Vorliegen verlässlicher Informationen über Ihren Gesundheitszustand können in solchen Fällen lebensrettend sein. Gesundheits- oder auch Patientenakten ermöglichen Ärzten im Notfall Ihre persönlichen, medizinischen Daten einzusehen.

Ihre persönliche Gesundheitsakte enthält wichtige Informationen über vorliegende Krankheiten, Allergien, eingenommene Medikamente und Kontaktdaten Ihrer behandelnden Ärzte.

Lassen Sie sich von Ihrem Arzt und Apotheker im Rahmen einer reisemedizinischen Beratung zur Gesundheitsakte informieren.


 Beratungsstellen 

Wir empfehlen grundsätzlich, sich vor einer Reise aktuell, kompetent und individuell zu Gesundheitsfragen beraten zu lassen:

Apotheken mit qualifizierter Reise-Gesundheits-Beratung (nach Postleitzahlgebieten)

Impfstellen und Ärzte mit Spezialsprechstunde Reisemedizin (nach Postleitzahlgebieten)

Reisebüros , die Ihnen Ärzte und Apotheken in Ihrer Umgebung empfehlen können.



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