|
Reisemedizinische Länderinformationen des CRM Centrum für Reisemedizin  Stand: 22.05.2013
|
|
 |
Mexiko
|
|
|
 |
|
Die nachstehenden Informationen geben Ihnen einen Überblick über notwendige und sinnvolle Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge bei einer Reise in dieses Land.
|
|
|
Im Norden subtropisch-trockenes Klima, sonst
tropisch-wechselfeucht; im Westen (Pazifikseite) Hauptniederschläge von Juni
bis September, auf der Ostseite (Golf von Mexico) gleichmäßige Verteilung
über das ganze Jahr; Yucatán ganzjährig feucht-heiß; durchschn. Temp. in
Mexico-City (2.300 m ü.M.) im Januar 12° C, im Juni 19° C.
|
Für die Einreise besteht zurzeit keine Impfpflicht. Neben den in
Deutschland empfohlenen Impfungen können für Ihre Reise jedoch weitere
Impfungen sinnvoll sein.
|
 |
|
 |
| (b) |
bei Langzeitaufenthalten oder engerem Kontakt mit
der einheimischen Bevölkerung |
| (c) |
bei vorhersehbarem Umgang mit Tieren |
Reisebedingung 1:
Reise durch das Landesinnere unter einfachen Bedingungen (Rucksack- /Trecking- /Individualreise) mit einfachen Quartieren/Hotels; Camping-Reisen, Langzeitaufenthalte, praktische Tätigkeit im Gesundheits- o. Sozialwesen, enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung wahrscheinlich
Reisebedingung 2:
Aufenthalt in Städten oder touristischen Zentren mit (organisierten) Ausflügen ins Landesinnere (Pauschalreise, Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants mittleren bis gehobenen Standards)
Reisebedingung 3:
Aufenthalt ausschließlich in Großstädten oder Touristikzentren (Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants gehobenen bzw. europäischen Standards)
Wichtiger Hinweis:
Welche Impfungen letztendlich vorzunehmen sind, ist abhängig vom aktuellen Infektionsrisiko vor Ort, von der Art und Dauer der geplanten Reise, vom Gesundheitszustand, sowie dem eventuell noch vorhandenen Impfschutz des Reisenden.
Informationen zur Kostenübernahme von Impfungen für private Auslandsaufenthalte durch Ihre Krankenversicherung finden Sie in unserer Rubrik "Kostenerstattung" (www.crm.de/krankenkassen).
Da im Einzelfall unterschiedlichste Aspekte zu berücksichtigen sind, empfiehlt es sich immer, rechtzeitig (etwa 4 bis 6 Wochen) vor der Reise eine persönliche Reise-Gesundheits-Beratung bei einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt oder Apotheker in Anspruch zu nehmen (siehe Anschriften qualifizierter Beratungsstellen nach Postleitzahlgebieten sortiert: www.crm.de/beratungsstellen).
Risiko:
 |
ganzjährig
|
|
 |
|
- geringes Risiko herdförmig in tiefer gelegenen Regenwaldgebieten im S der
Bundesstaaten Oaxaca und Chiapas, am höchsten im N der Bundesstaaten Chiapas
und Oaxaca, weniger im S von Quintana Roo sowie in Campeche und Tabasco vorw.
im Grenzgebiet zu Belize und Guatemala, dort auch vereinzelt P.
falciparum;
- in anderen Tieflandgebieten (z.B. Yucatan, Veracruz) ist das
Risiko sehr gering;
- Baja California, Höhenlagen, Städte, Touristenresorts an den
Küsten sowie die meisten touristisch frequentierten Orte im Landesinneren
gelten als malariafrei
|
Vorbeugung:
 |
Ein konsequenter Mückenschutz in den Abend- und Nachtstunden
verringert das Malariarisiko erheblich (Expositionsprophylaxe).
Die wichtigsten Maßnahmen sind:
- In der Dämmerung und nachts Aufenthalt in
mückengeschützten Räumen (Räume mit aircondition, Mücken fliegen nicht vom
Warmen ins Kalte)
- Beim Aufenthalt im Freien in Malariagebieten abends und
nachts weitgehend körperbedeckende Kleidung (lange Ärmel, lange
Hosen).
- Anwendung von insektenabwehrenden Mitteln an unbedeckten
Hautstellen (Wade, Handgelenke, Nacken). Wirkungsdauer ca. 2-4 Std.
- Im Wohnbereich Anwendung von insektenabtötenden Mitteln in
Form von Aerosolen, Verdampfern, Kerzen, Räucherspiralen.
- Schlafen unter dem Moskitonetz (vor allem in
Hochrisikogebieten)
Ergänzend ist die Mitnahme von Anti-Malaria-Medikamenten zur
notfallmäßigen Selbstbehandlung (Stand-by-Behandlung) zu empfehlen. Zu Art
und Dauer der Behandlung fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. informieren
Sie sich in einer qualifizierten reisemedizinischen Beratungsstelle (s.unten).
Malariamittel sind verschreibungspflichtig.
|
Denken Sie daran, eine Reiseapotheke mitzunehmen, damit sie für
leichtere Erkrankungen und kleinere Notfälle gerüstet sind.
Folgendes sollten Sie auf Reisen immer dabei haben: Medikamente
gegen Durchfall, Reisekrankheit, Fieber, Schmerzen sowie
Wunddesinfektionsmittel, Insekten- und Sonnenschutzmittel, Salbe bei
Insektenstichen oder anderen Hautreizungen, Fieberthermometer und
Verbandmaterial.
Je nach Reiseland und Reiseziel können weitere Medikamente (z.B.
zur Malariavorsorge) oder Hilfsmittel (z.B. Spritzen) sinnvoll sein.
Nicht vergessen: Medikamente, die Sie ständig einnehmen
müssen!
Wenn Sie spezielle Fragen zur Reiseapotheke haben, wenden Sie
sich am besten an eine Apotheke mit reisemedizinisch qualifizierten
Mitarbeitern.
Darminfektionen: Risiko für Durchfallerkrankungen landesweit. Aufgrund von Mängeln im Abwassersystem sowie bei der Trinkwasserversorgung kommt es regelmäßig zu Hepatitis-A-Ausbrüchen, betroffen sind vor allem Kinder. Hygiene und Impfschutz beachten.
Dengue: In diesem Jahr wurden bisher landesweit 3.560 Erkrankungen gemeldet. In 2012 wurden über 50.000 Fälle gemeldet. Mehr als 17.000 Erkrankte hatten einen schweren Verlauf. Mindestens 64 Menschen sind an der Infektion verstorben. Die am stärksten betroffenen Regionen waren Yucatan, Morelos und Guerrero, Fälle traten aber in nahezu allen Regionen des Landes auf. Im gesamten Jahr 2011 gab es fast 68.000 Verdachtsfälle, 36 Erkrankte waren gestorben. Schutz vor überwiegend tagaktiven Stechmücken beachten.
Gesundheitszeugnis / HIV-Test: Für Langzeitaufenthalte wird ein Gesundheitszeugnis ("Health
Certificate") sowie ein HIV-Test in spanischer Sprache verlangt.
West Nile-Virus: Personen, die sich zwischen dem 1. Juni und 30. November
eines Jahres in den USA, in Kanada oder in Mexiko aufgehalten haben, dürfen
wegen der potentiellen Gefahr einer West Nile-Virus-Übertragung nach ihrer
Rückkehr in Deutschland für 4 Wochen kein Blut spenden.
Sicherheitshinweis: Die Kriminalität stellt in Mexiko ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Die Gewalt zwischen staatlichen Sicherheitskräften und der organisierten Kriminalität sowie der Drogenbanden untereinander ist besonders ausgeprägt in den nördlichen Bundesstaaten an der Grenze zu den Vereinigten Staaten von Amerika und den dort gelegenen Großstädten wie Tijuana, Ciudad Juarez, Reynosa, Monterrey und Chihuahua, aber keineswegs auf diese beschränkt (www.auswaertiges-amt.de).
Für Deutschland zuständige Vertretung:
Deutsche Vertretung:
(Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland)
| Nicht vergessen: Auslandskrankenversicherung |
[ « nach oben ]
|
|
Für die private Auslandsreise empfehlen wir Ihnen, grundsätzlich eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen. Auch in Ländern mit Sozialversicherungsabkommen sind für bestimmte Leistungen zum Teil erhebliche Eigenanteile zu zahlen.
Hinzu kommt, dass die Kosten für einen krankheits- oder unfallbedingten Rücktransport nach Deutschland nur durch eine private Auslandsreise-Krankenversicherung abgedeckt werden. Von der gesetzlichen Krankenversicherung werden Rückführungskosten nicht erstattet.
Die Auslandskrankenversicherung sollte nach Möglichkeit Beistandsleistungen beinhalten. Dies bedeutet, dass Sie im Krankheitsfall über eine Notrufnummer administrative und bei Bedarf auch ärztliche Unterstützung durch die Krankenversicherung erhalten.
Den reisemedizinischen Ratgeber zum Thema "Krankenversicherung für Auslandsreisen" können Sie hier herunterladen (PDF).
Trotz optimaler Vorbereitung und Beratung im Vorfeld einer Reise durch erfahrene Reisemediziner kann unterwegs sowohl im Inland als auch im Ausland jederzeit ein plötzliches Gesundheitsproblem in Form einer Krankheit oder eines Unfalls auftreten.
Der schnelle Abruf bzw. das Vorliegen verlässlicher Informationen über Ihren Gesundheitszustand können in solchen Fällen lebensrettend sein. Die CRM travel.CARD ermöglicht Ärzten im Notfall Ihre persönlichen, medizinischen Daten einzusehen.
Ihre persönliche Gesundheitsakte enthält wichtige Informationen über vorliegende Krankheiten, Allergien, eingenommene Medikamente und Kontaktdaten Ihrer behandelnden Ärzte.
Lassen Sie sich von Ihrem Arzt und Apotheker im Rahmen einer reisemedizinischen Beratung zur CRM travel.CARD informieren.
Wir empfehlen grundsätzlich, sich vor einer Reise aktuell, kompetent und individuell zu Gesundheitsfragen beraten zu lassen:
 |
 |
Apotheken mit qualifizierter Reise-Gesundheits-Beratung (nach Postleitzahlgebieten) |
|
 |
 |
Impfstellen und Ärzte mit Spezialsprechstunde Reisemedizin (nach Postleitzahlgebieten) |
|
 |
 |
Reisebüros , die Ihnen Ärzte und Apotheken in Ihrer Umgebung empfehlen können. |
Die Angaben in diesem Informationssystem wurden nach bestem Wissen und sorgfältiger Recherche zusammengestellt. Eine Gewähr oder Haftung kann nicht übernommen werden.
| © Inhalte: Centrum für Reisemedizin 2013 |
|