Reisemedizinische Länderinformationen des CRM Centrum für Reisemedizin
Stand: 22.09.2017


USA

USA
In diesem Dokument

Die nachstehenden Informationen geben Ihnen einen Überblick über notwendige und sinnvolle Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge bei einer Reise in dieses Land.


 Klima 

Im Norden gemäßigt; im Südwesten subtropisch-trockenes, im Südosten subtropisch-feuchtes Klima; Alaska überwiegend subpolar; durchschn. Temp. in New York im Januar 0,7° C, im Juli 24,9° C.


 Einreise-Impfvorschriften 

Für die Einreise besteht zurzeit keine Impfpflicht. Neben den in Deutschland empfohlenen Impfungen können für Ihre Reise jedoch weitere Impfungen sinnvoll sein.

Qualifizierte Beratungsstellen


 Empfohlener Impfschutz 

Allgemein zu empfehlender Impfschutz überprüfen, ggf. ergänzen bzw. auffrischen.

Je nach Reisestil und Aufenthaltsbedingungen im Lande außerdem zu erwägen:


Qualifizierte Beratungsstellen
Impfschutz Reisebedingung 1 Reisebedingung 2 Reisebedingung 3
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(a) bei Langzeitaufenthalten oder engerem Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung
(b) bei vorhersehbarem Umgang mit Tieren
(c) bei engerem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung. Vgl. auch "Allgemeine Hinweise".

Reisebedingung 1:
Reise durch das Landesinnere unter einfachen Bedingungen (Rucksack- /Trecking- /Individualreise) mit einfachen Quartieren/Hotels; Camping-Reisen, Langzeitaufenthalte, praktische Tätigkeit im Gesundheits- o. Sozialwesen, enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung wahrscheinlich

Reisebedingung 2:
Aufenthalt in Städten oder touristischen Zentren mit (organisierten) Ausflügen ins Landesinnere (Pauschalreise, Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants mittleren bis gehobenen Standards)

Reisebedingung 3:
Aufenthalt ausschließlich in Großstädten oder Touristikzentren (Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants gehobenen bzw. europäischen Standards)


Wichtiger Hinweis:

Welche Impfungen letztendlich vorzunehmen sind, ist abhängig vom aktuellen Infektionsrisiko vor Ort, von der Art und Dauer der geplanten Reise, vom Gesundheitszustand, sowie dem eventuell noch vorhandenen Impfschutz des Reisenden.

Informationen zur Kostenübernahme von Impfungen für private Auslandsaufenthalte durch Ihre Krankenversicherung finden Sie in unserer Rubrik "Kostenerstattung" (www.crm.de/krankenkassen).

Da im Einzelfall unterschiedlichste Aspekte zu berücksichtigen sind, empfiehlt es sich immer, rechtzeitig (etwa 4 bis 6 Wochen) vor der Reise eine persönliche Reise-Gesundheits-Beratung bei einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt oder Apotheker in Anspruch zu nehmen (siehe Anschriften qualifizierter Beratungsstellen nach Postleitzahlgebieten sortiert: www.crm.de/beratungsstellen).


 Malaria 

Das Land ist malariafrei

 Ratschläge zur Reiseapotheke 

Denken Sie daran, eine Reiseapotheke mitzunehmen, damit sie für leichtere Erkrankungen und kleinere Notfälle gerüstet sind.

Folgendes sollten Sie auf Reisen immer dabei haben: Medikamente gegen Durchfall, Reisekrankheit, Fieber, Schmerzen sowie Wunddesinfektionsmittel, Insekten- und Sonnenschutzmittel, Salbe bei Insektenstichen oder anderen Hautreizungen, Fieberthermometer und Verbandmaterial.

Je nach Reiseland und Reiseziel können weitere Medikamente (z.B. zur Malariavorsorge) oder Hilfsmittel (z.B. Spritzen) sinnvoll sein.

Nicht vergessen: Medikamente, die Sie ständig einnehmen müssen!

Wenn Sie spezielle Fragen zur Reiseapotheke haben, wenden Sie sich am besten an eine Apotheke mit reisemedizinisch qualifizierten Mitarbeitern.


 Aktuelle Meldungen 

Hepatitis A: Die Gesundheitsbehörden von Michigan warnen vor einem Ausbruch im Südosten des Bundesstaates, der innerhalb eines Jahres zu 247 bestätigten Infektionen und 10 Todesfällen geführt hat. Besonders betroffen ist die Stadt Detroit. Die Sterberate ist ungewöhnlich hoch, die Ursache dafür wird untersucht. Etwa die Hälfte der Betroffenen hatte Kontakt zu illegalen Drogen. Einen ähnlichen Ausbruch gibt es seit Anfang dieses Jahres auch in San Diego (Bundesstaat Kalifornien). Es sind 444 Menschen erkrankt und 16 verstorben. Betroffen sind vorwiegend obdachlose und suchtkranke Menschen. Das Risiko für Reisende ist relativ gering.

Mumps: Im vergangenen Jahr wurden landesweit ca. 5.310 Erkrankungen gemeldet, es sind die höchsten Fallzahlen seit 10 Jahren. Am stärksten betroffen sind die Bundesstaaten Arkansas und Iowa, gefolgt von Illinois, Oklahoma, Massachusetts und Indiana. Darunter waren auch zahlreiche Cluster an Universitäten. In Arkansas, Oklahoma, Washington, Missouri, Pennsylvania, New York und Hawaii wurden auch 2017 neue Fälle registriert. Landesweit wurden seit Anfang dieses Jahres 4.439 Erkrankungen verzeichnet. Solche lokalen Ausbrüche kommen immer wieder vor, Austauschschüler und Studenten sollten ihren Impfschutz vor der Abreise überprüfen.

Zecken: Auch in den USA ist während der wärmeren Jahreszeit mit zeckenübertragenen Erkrankungen zu rechnen, die mit Fieber, Haut-, Gelenk- und Hirnerscheinungen einhergehen können. Am häufigsten ist die Borreliose, die vorwiegend im NO und Teilen des Mittleren Westens auftritt, ferner das Felsengebirgsfieber (Rocky Mountain Spotted Fever), das vorwiegend im SO vorkommt. Schutz vor Zecken beachten, bei Reaktionen nach Zeckenstich sofort Arzt aufsuchen.

Zika-Virus: Nach der Einschleppung der Infektion nach Brasilien 2015 hat sich die Infektion in Süd- und Mittelamerika verbreitet. Die ersten autochthonen Infektionen in den USA wurden Ende Juli 2016 im Bundesstaat Florida und Ende November im Bundesstaat Texas bestätigt. Der erste lokale Verdachtsfall in 2017 wurden Ende Juli in Texas registriert. Landesweit wurden im vergangenen Jahr 4.830 importierte Fälle gemeldet, in diesem Jahr waren es bisher 231. In 48 Fällen wurde eine sexuelle Übertragung beobachtet. In einigen Außengebieten der Vereinigten Staaten (Puerto Rico, Jungferninseln, Amerikan. Samoa) wurden 2016 ca. 35.940 autochthone Infektionen registriert. In diesem Jahr wurden bisher 554 Erkrankungen verzeichnet. Reisende sollten auf sorgfältigen Mückenschutz achten. Schwangere sollten derzeit von nicht notwendigen Reisen in die betroffenen Gebiete absehen.


 Allgemeine Hinweise 

Gesundheitszeugnis, Impfungen: Einwanderer müssen sich bei Visumantrag einer ärztlichen Untersuchung unterziehen. Mit Gültigkeit ab dem 4. Januar 2010 wurden Einreise- und Einwanderungsbeschränkungen für HIV-Positive aufgehoben. Ein HIV-Test ist seitdem nicht mehr Bestandteil der Gesundheitsuntersuchung für Einwanderer.
Einwanderer müssen altersentsprechenden Impfschutz gegen Diphtherie, Pertussis, Tetanus, Polio, Masern, Mumps, Röteln, Hepatitis B, Haemophilus influenzae B, Pneumokokken, Influenza, Rotaviren, Hepatits A, Meningokokken, Humanes Papillomavirus und Zoster nachweisen. Derartige Impfauflagen gibt es auch für Personen, die Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Colleges, Ferienlager etc. besuchen oder dort leben. Für andere visumpflichtige Einreisen wie z.B. Arbeitsaufenthalte gelten die Bestimmungen in der Regel nicht. Es wird dringend empfohlen, sich hierüber rechtzeitig Auskünfte von der hiesigen US-Vertretung oder betreffenden Institution in den USA einholen. Touristen sind von diesen Maßnahmen nicht betroffen.
Die Meningitis-ACW135Y-Konjugat-Impfung gehört in den USA zum allgemeinen Impfprogramm mit einer ersten Dosis im Alter von 11-12 Jahren und einer Booster-Dosis im Alter von 16 Jahren. Nach den geltenden Empfehlungen der STIKO wird die Meningitis -Impfung dadurch zur Reiseimpfung für Schüler/Studenten vor Langzeitaufenthalten in Ländern mit empfohlener allgemeiner Impfung für Jugendliche oder selektiver Impfung für Schüler/Studenten ent sprechend den Empfehlungen der Zielländer.


 Sicherheitshinweise 

Sicherheitshinweis: Nachdem Hurrikan "Irma" in der nordöstlichen Karibik einschließlich der US-amerikanischen Jungferninseln und in Teilen Floridas erhebliche Schäden verursacht hat, hat er sich im seinem weiteren Verlauf über Georgia und Alabama inzwischen aufgelöst Viele Gebiete sind derzeit noch überflutet, zum Teil gelten immer noch Sturmflutwarnungen. Es ist außerdem zu weitreichenden Stromausfällen gekommen, die Kommunikation ist in vielen Regionen zusammengebrochen. Handynetze sind derzeit zum Teil wieder funktionsfähig. Für die Bundesstaaten Florida, Georgia, South und North Carolina gilt weiterhin der Ausnahmezustand. Es muss im gesamten Bundesstaat Florida und in angrenzenden nördlichen Bundesstaaten mit Überschwemmungen und Erdrutschen gerechnet werden. Die Flughäfen in Miami, Tampa, Orlando, Fort Lauderdale und Fort Myers sind wieder geöffnet. Es kommt allerdings noch zu Einschränkungen im regulären Betrieb. Dasselbe gilt für einen Großteil der Seehäfen Floridas. Reisende in den betroffenen Gebieten sollten auch weiterhin die Anweisungen lokaler Behörden beachten und sich umsichtig verhalten, da die Aufräumarbeiten gerade erst anlaufen. Das deutsche Generalkonsulat Miami nimmt nach und nach den Betrieb wieder auf und ist ab sofort wieder für den Besucherverkehr geöffnet und erreichbar. Reisende werden gebeten, die Wettervorhersage, stets aktuelle Informationen des National Hurricane Centers zu beachten und die Anweisungen der mit diesen besonderen Situationen sehr erfahrenen lokalen Behörden unbedingt zu befolgen. In Houston, Texas sind die lokalen Behörden in einigen Stadtteilen infolge des Hurrikans "Harvey" weiterhin mit Sicherungsmaßnahmen auf Grund der Überschwemmungen befasst. Nächtliche Ausgangssperren gelten nur noch in den betroffenen Stadtteilen. Im Umkreis einer Chemiefabrik nordöstlich von Houston ist weiterhin mit Einschränkungen zur Vermeidung gesundheitlicher Risiken zu rechnen. Reisenden wird geraten, engen Kontakt mit ihren Reiseveranstaltern bzw. Fluggesellschaften zu halten sowie ggfs. Anweisungen der lokalen Behörden zu beachten. (www.auswaertiges-amt.de).


 Botschaften 

Für Deutschland zuständige Vertretung:

Deutsche Vertretung:

(Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland)


 Nicht vergessen: Auslandskrankenversicherung 

Für die private Auslandsreise empfehlen wir Ihnen, grundsätzlich eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen. Auch in Ländern mit Sozialversicherungsabkommen sind für bestimmte Leistungen zum Teil erhebliche Eigenanteile zu zahlen.

Hinzu kommt, dass die Kosten für einen krankheits- oder unfallbedingten Rücktransport nach Deutschland nur durch eine private Auslandsreise-Krankenversicherung abgedeckt werden. Von der gesetzlichen Krankenversicherung werden Rückführungskosten nicht erstattet.

Die Auslandskrankenversicherung sollte nach Möglichkeit Beistandsleistungen beinhalten. Dies bedeutet, dass Sie im Krankheitsfall über eine Notrufnummer administrative und bei Bedarf auch ärztliche Unterstützung durch die Krankenversicherung erhalten.

Den reisemedizinischen Ratgeber zum Thema "Krankenversicherung für Auslandsreisen" können Sie hier herunterladen (PDF).



 Beratungsstellen 

Wir empfehlen grundsätzlich, sich vor einer Reise aktuell, kompetent und individuell zu Gesundheitsfragen beraten zu lassen:

Apotheken mit qualifizierter Reise-Gesundheits-Beratung (nach Postleitzahlgebieten)

Impfstellen und Ärzte mit Spezialsprechstunde Reisemedizin (nach Postleitzahlgebieten)

Reisebüros, die Ihnen Ärzte und Apotheken in Ihrer Umgebung empfehlen können.



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