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Reisemedizinische Länderinformationen des CRM Centrum für Reisemedizin
China
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Stand: 22.05.2013  
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Die nachstehenden Informationen geben Ihnen einen Überblick über notwendige und sinnvolle Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge bei einer Reise in dieses Land.
Im Süden subtropisch bis tropisches Monsunklima (Sommermonsun) mit
hohen Temperaturen (durch schnittliche Januar-Temperatur in Kanton 13,5 °C,
Juli-Temperatur 29 °C); im Osten warm gemäßigt mit nach Norden hin zunehmend
kalten Wintern; im Landesinnern Steppen- und Wüstenklima mit extremen
Temperaturgegensätzen; in Tibet trockenkaltes Gebirgsklima; durchschnittliche
Juli-Temperatur in Peking 26 °C, durchschnittliche Januar-Temperatur -4,7
°C.
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Bei Direktflug aus Europa: keine Impfungen vorgeschrieben Bei einem vorherigen Zwischenaufenthalt (innerhalb der letzten
6 Tage vor Einreise) in einem der aufgeführten Länder
(Gelbfieber-Endemiegebiete) wird bei Einreise eine gültige Gelbfieber-Impfbescheinigung verlangt (ausgenommen Kinder unter 9 Monaten). Die Impfung ist nicht erforderlich für die speziellen
Verwaltungseinheiten Hongkong und Macao.
Gelbfieber-Impfbescheinigung auch
erforderlich bei Zwischenstopp oder Umstieg (Transitverkehr) in
einem der untenstehenden Länder.
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Gelbfieber-Impfbescheinigung erforderlich bei Einreise aus:
Angola · Äquatorialguinea · Argentinien · Äthiopien · Benin · Bolivien · Brasilien · Burkina Faso · Burundi · Ecuador · Elfenbeinküste · Franz. Guayana · Gabun · Gambia · Ghana · Guinea · Guinea-Bissau · Guyana · Kamerun · Kenia · Kolumbien · Kongo, Rep. · Kongo, Dem. Rep. · Liberia · Mali · Mauretanien · Niger · Nigeria · Panama · Paraguay · Peru · Ruanda · Senegal · Sierra Leone · Sudan · Suriname · Togo · Trinidad & Tobago · Tschad · Uganda · Venezuela · Zentralafr. Republik
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| (g) |
bei Langzeitaufenthalten oder engerem Kontakt mit
der einheimischen Bevölkerung |
| (h) |
bei vorhersehbarem Umgang mit Tieren |
| (i) |
bei besonderen Aufenthaltsbedingungen in
bestimmten ländlichen Gebieten. |
| (j) |
Eine Gefährdung besteht im N mit den höchsten
Fallzahlen in der Provinz Heilongyiang entlang des Amur, mit weiteren Herden in
den Provinzen Jilin, der Inneren Mongolei und der Xinjiang-Uygur Autonomen
Region im NW. Hauptübertragungszeit Mai - Juni. |
Reisebedingung 1:
Reise durch das Landesinnere unter einfachen Bedingungen (Rucksack- /Trecking- /Individualreise) mit einfachen Quartieren/Hotels; Camping-Reisen, Langzeitaufenthalte, praktische Tätigkeit im Gesundheits- o. Sozialwesen, enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung wahrscheinlich
Reisebedingung 2:
Aufenthalt in Städten oder touristischen Zentren mit (organisierten) Ausflügen ins Landesinnere (Pauschalreise, Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants mittleren bis gehobenen Standards)
Reisebedingung 3:
Aufenthalt ausschließlich in Großstädten oder Touristikzentren (Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants gehobenen bzw. europäischen Standards)
Saison:
- nördlich 33° N: Juli - November;
- zwischen 33° und 25° N: Mai - Dezember;
- südlich 25° N: ganzjährig
Parasit:
- P. vivax vorwiegend;
- P. falciparum <10% (nur im
S);
- P. knowlesi vereinzelt (im
Grenzgebiet zu Myanmar), Multiresistenzen
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Epidemiologie:
- mittleres Risiko mit Anteil von P. falciparum nur in den tiefer liegenden
Gebieten im S der Provinz Yunnan;
- sehr geringes Risiko für P. falciparum auf der Insel Hainan;
- geringes, vorwiegend saisonales
Risiko ausschließlich P. vivax, herdförmig in folgenden Provinzen:
Fujian, Guangdong, Guangxi, Guizhou, Hunan, Jiangxi sowie im N und NO von
Yunnan, nach N abnehmend;;
- sehr geringes, saisonales
RisikoRisiko, ausschließlich P. vivax, nach N auslaufend, herdförmig
in folgenden Provinzen: Anhui, Henan, Hubei, Jiangsu;;
- sehr geringes Risikoauch im N von Hongkong außerhalb des Stadtgebietes;
- kein Risiko in den übrigen (nördlichen und westlichen) Landesteilen, in
Großstädten einschließlich Hongkong und Macao sowie in Höhenlagen über
1500 m
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Malaria-Risikogebiete China
Mit Klick auf das Bild kann es wieder ausgeblendet werden!  Quelle: CRM Centrum für Reisemedizin 2011
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Vorbeugung:
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| Medikation |
regelmäßig |
stand-by |
Bemerkungen |
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abhängig vom
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epidemiolog. Risiko
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Reisestil und Reisezeit beachten
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| mittel
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AP, D*, M |
Ø |
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oder
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Ø |
DP**, AP, AL |
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| gering
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Ø |
C |
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Durch Komma getrennte Präparate sind als Alternativen zu verstehen. * Doxycyclin ist in Deutschland zur Malariaprophylaxe nicht
zugelassen.
Anwendung: Atovaquon/Proguanil: 1-2 Tage vor Betreten bis 1 Woche nach
Verlassen des Malariagebietes.Chloroquin: Chemoprophylaxe 1 Woche vor Betreten bis 4 Wochen
nach Verlassen des MalariagebietesDoxycyclin: 1 Tag vor Betreten bis 4 Wochen nach Verlassen
des Malariagebietes. Mefloquin: spätestens 1 Woche (möglichst 2-3 Wochen) vor
Betreten bis 4 Wochen nach Verlassen des Malariagebietes.Stand-by-Medikation (notfallmäßige Selbstbehandlung) bei
Verdacht auf eine Malaria-Infektion. Bitte Packungsbeilage beachten!
Handelsnamen: Artemether/Lumefantrin (AL): Riamet®Atovaquon/Proguanil (AP): Malarone®Chloroquin (C): Resochin®, Weimerquin®, Chlorochin®Doxycyclin (D): diverse Hersteller und HandelsnamenDihydroarthemisinin/Piperaquin (DP): Eurartesim®Mefloquin (M): Lariam®
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Dengue-Fieber: Vorwiegend in der südl. Küstenregion. Grippeähnliches Krankheitsbild mit hohem Fieber
sowie starken Kopf- und Gliederschmerzen. Schwere, lebensbedrohliche
Krankheitsverläufe mit Blutungsneigung oder Schocksymptomen sind möglich -
vor allem bei erneuter Infektion. Übertragung durch tag- und nachtaktive
Mücken, besonders nach ausgedehnten Regenfällen. Auch am Tage Schutz vor
Mücken beachten.
Borreliose: Die Borreliose ist eine bakterielle, durch Zecken
übertragene Erkrankung mit möglichen Spätfolgen an Gelenken, Nerven und
Organen. Schützen Sie sich im Freien (Waldränder, Wiesen,etc.) durch
geeignete Kleidung, entfernen Sie anhaftende Zecken möglichst sofort und gehen
Sie bei Hautreaktionen nach Zeckenstich zum Arzt.
Bilharziose: Risiko ganzjährig. Vorkommen in den zentralen und östlichen
Landesteilen vor allem entlang des Yangtze (Prov. Hubei, Hunan, Jiangxi, Anhui
und Jiangsu), Zhejiang, Fujian, regional im mittleren SW (Prov. Yunnan und
Sichuan) Wurmerkrankung mit Befall innerer Organe. Die
Infektion erfolgt über Larven, die in Süßwasser leben und durch die Haut
eindringen können. Meiden Sie in diesen Gebieten Kontakt mit Binnengewässern
(Baden, Schwimmen etc.).
Mit Ausnahme von Firstclass-Hotels in Haupt-/Großstädten bzw.
Touristikzentren sowie in gut geführten Privathaushalten (z.B.
Verwandtenbesuche) und Gästehäusern (z.B. Großbetriebe) muss durchweg mit
Mängeln in der Hygiene gerechnet werden. Die nachfolgenden Ratschläge sind
besonders dann zu beachten, wenn man sich außerhalb der genannten Stätten
bewegt (z.B. auf Safaris, Ausflügen ins Landesinnere etc.).
- Eiswürfel nur aus abgekochtem Wasser verwenden;
- Speisen nur frisch zubereitet, ausreichend erhitzt und
durchgegart (gekocht, gebraten, gegrillt - besonders Fleisch, Fisch,
Schalentiere) essen, nie roh und nicht, wenn sie länger als 2 Stunden
ungekühlt aufbewahrt wurden;
- Obst und rohes Gemüse, das nicht geschält oder mit sauberem
Wasser gut gewaschen werden kann, insbesondere rohe Salate, sind zu
meiden;
- Milch und Eier in roher Form (z.B. in Speiseeis, Cremes,
Frischkäse, Mayonnaise) sind zu meiden.
Für alle Eventualitäten ausgerüstet zu sein, ist prinzipiell
nicht möglich. Für Notfälle sollte der Reisende bei sich haben:
- Verbandsmaterial (sterile Mullbinden, Watte, Wund-,
Heftpflaster);
- Elastische Binden (8 und 10 cm), Mitella,
Sicherheitsnadeln;
- Fieberthermometer, Schere, Pinzette, Zeckenzange,
OP-Handschuhe;
- zur äußeren Anwendung: Wund-Desinfektionsmittel,
Corticosteroid-Creme, Antihistamin-Salbe (Insektenstiche), Anti-Pilzmittel,
Insekten- und Sonnenschutzmittel, einfache Augen- und Ohrentropfen;
- zur inneren Anwendung: Fieber-, Schmerz-,
Schlaf/Beruhigungsmittel;
Durchfallmittel; ggf.
Malariamittel;
Nicht vergessen: Medikamente, die der Reisende ständig nimmt;
evtl. Ersatzbrille.
Weitere Medikamente nach individuellem Bedarf in Abhängigkeit
vom Reiseziel und den geplanten Aktivitäten während der Reise (Beratung durch Arzt und/oder
Apotheker).
Darminfektionen: Risiko für Durchfallerkrankungen landesweit. Cholera und Typhus kommen in China sporadisch vor. Betroffen sind die Küstenregionen einschließlich der Großstädte wie Hongkong und Shanghai. Infektionsquelle sind gewöhnlich unzureichend gegarte Meeresfrüchte. Reisende sollten Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene beachten, ggf. Impfung gegen Typhus.
Tollwut: China ist nach Indien und Bangladesh das Land mit den dritthöchsten Fallzahlen bei Menschen und Tieren, speziell Hunden. Bei verdächtigen Tierkontakten ist sofort ein Arzt aufzusuchen. Eine vorbeugende Impfung wird vor allem bei vorhersehbarem Risiko und bei längeren Aufenthalten dringend empfohlen. Eine Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt sollte rechtzeitig vor der Reise erfolgen.
Vogelgrippe: Seit 2003 hat die hochpathogene Vogelgrippe durch Influenza A(H5N1) in diversen Landesteilen immer wieder zu örtlichen oder regionalen Ausbrüchen bei Wildvögeln und Nutztieren geführt. Im Mai kam es in einer kleinen Farm in Tibet zu einem Ausbruch, etwa 370 Hühner wurden getötet. Im Februar wurden aus der Stadt Guiyang in der Provinz Guizhou (SW) zwei menschliche Erkrankungen gemeldet, beide Personen sind verstorben. Insgesamt wurden in China bisher 45 menschliche Erkrankungen, darunter 30 Todesfälle, gemeldet. Bei der Mehrzahl der Patienten konnte Kontakt zu Geflügel nachgewiesen werden. Seit Ende März sind insgesamt 130 Menschen an Influenza A(H7N9) erkrankt, darunter ein Reisender aus Taiwan, es gab 35 Todesfälle. Dieser Subtyp wurde zuvor noch nicht beim Menschen nachgewiesen, eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nach aktuellem Erkenntnisstand in seltenen Fällen möglich.
Medizinische Versorgung: Die medizinische Versorung ist mit der in Europa nicht zu
vergleichen. Hinzu kommen gravierende Sprachprobleme, da auf dem Land und auch
in größeren Städten oft keine englisch- oder französischsprachigen Ärzte
anzutreffen sind.
FSME: Eine Impfung ist nach dem derzeitigen Stand bei entsprechender
Exposition für die Infektionsgebiete im Norden des Landes indiziert. Die hier
zugelassenen Impfstoffe sind auch gegen den fernöstlichen Subtyp
wirksam.
Tollwut: Moderne Tollwut-Impfstoffe sind im Land nur eingeschränkt
verfügbar. In den letzten Jahren sind zunehmend gefälschte Tollwutimpfstoffe
aufgetaucht. Eine komplette Grundimmunisierung mit 3 Injektionen sollte bei
vorhersehbarem Risiko vor der Einreise durchgeführt werden.
Einreisebestimmungen: Am 28. April 2010 hat die chinesische Regierung das seit 20
Jahren bestehende Einreiseverbot für Reisende mit HIV-Infektion, sexuell
übertragbaren Krankheiten, Lepra, nicht infektiöser Tuberkulose und
leichteren Geisteskrankheiten aufgehoben. Die Handhabung vor Ort gehandhabt
variiert. Empfehlung: zunächst Beibehaltung der bisherigen Praxis bzw. Anfrage
bei der chinesischen Botschaft.
Bisherige
Einreise-/Aufenthaltsbestimmungen:
GesundheitserklärungAusländer müssen bei
Einreise eine Gesundheitserklärung ausfüllen, in der speziell nach
HIV-Infektion gefragt ist. Bei Infektion kann die Einreise verweigert werden
bzw. Ausweisung erfolgen.
HIV-Test: Bei Aufenthaltsdauer > 1 Jahr
muss bei der Einreise u.U. ein negativer HIV-Test nachgewiesen werden. Bei
Arbeitsaufenthalten wird außerdem ein Gesundheitszeugnis (Befund Rö-Thorax,
EKG, Labor mit HIV- und Lues-Test) in englischer oder chinesischer Sprache
verlangt.
Für Deutschland zuständige Vertretung:
Deutsche Vertretung:
(Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland)
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