AIDS

(acquired immunodeficiency syndrome)

(Sammelbegriff für manifeste Immundefekte bei HIV-Infektion)

AIDS - die Abkürzung für Acquired Immunodeficiency Syndrome - ist das späte Stadium einer Infektion mit HI-Viren (HIV = Human Immunodeficiency Virus). Typischerweise kommt es in diesem Stadium aufgrund der zusammengebrochenen körpereigenen Abwehr zu Gewichtsverlust, schweren Infektionen und bösartigen Erkrankungen. Unbehandelt bricht die Krankheit meist erst mehrere Jahre nach der HIV-Erstinfektion auf. Durch die Entwicklung neuer Medikamente konnte die Lebensqualität und -erwartung der Patienten in den letzten Jahren zwar verbessert werden, heilbar ist die Erkrankung bisher jedoch nicht. Die Viren werden bei Sexualkontakten, Kontakt mit infiziertem Blut (Bluttransfusion, Drogenkonsum, unsauberes medizinisches Material) oder über andere infizierte Körperflüssigkeiten übertragen. Unter der Geburt ist eine Übertragung von der Mutter auf das Kind möglich. Der häufigste Übertragungsmodus ist ungeschützter Geschlechtsverkehr.

Laut WHO sind derzeit mehr als 30 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert. Besonders betroffen sind die afrikanischen Länder südlich der Sahara. Die Ansteckung mit dem Virus kann frühestens etwa 6 Wochen nach der Infektion im Blut nachgewiesen werden.

Schutz: Geschützter Geschlechtsverkehr, Meiden von möglicherweise infizierten Körperflüssigkeiten und Blut.


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