Malaria-Expositionsprophylaxe
für alle Reisenden:
Aufenthalt:   von der Dämmerung bis zum Morgengrauen vorzugsweise in mückengeschützten Räumen. Reisen in Hochrisiko-Gebiete möglichst nicht während der Regenzeit.
     
Kleidung:   bei Aufenthalt im Freien abends und nachts weitgehend körperbedeckende (lange Ärmel, lange Hosen), möglichst helle, luftdurchlässige (z.B. Leinen) Stoffe.
     
Repellents:   insektenabwehrende Mittel zur Anwendung an unbedeckten Hautstellen (Waden, Handgelenke, Nacken). Wirkdauer ca. 2-4 Stunden, im wesentlichen abhängig von der Schweißabsonderung.
Mittel auf chemischer Basis: N, N-Diethyl-m-Toluamid (DEET) oder Dimethylphthalat am gebräuchlichsten, auch im Ausland (Touristikgebiete) erhältlich. Handelsüblich Lösung oder Spray; längere Wirksamkeit durch Verwendung imprägnierter Textilbänder. Großflächige Anwendung sowie Kontakt mit Schleimhäuten vermeiden, besonders bei Kindern.
Mittel auf pflanzlicher Basis: z.B. Zitronellenöl oder andere ätherische Substanzen. Verträglichkeit meist gut, Wirksamkeit unterschiedlich, z.Tl. nicht ausreichend untersucht.
     
Insektizide:   insektenabtötende Mittel, am gebräuchlichsten sind z.Zt. Pyrethrine und Pyrethroide, die auch eine insektenabwehrende Wirkung haben. Anwendung z.B. in Form von Aerosolen, Verdampfern, Kerzen, Räucherspiralen ("Mosquito coils") etc. im Wohnbereich sowie als Flüssigkeit zum Imprägnieren von Moskitonetzen. Zum Aufbringen auf die Haut sind sie nicht geeignet.
Ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit ist insbesondere bei längerem Gebrauch nicht erwiesen. Kombinierte Anwendung mit chemischen Repellents (z.B. DEET) ist zu vermeiden.
     
Schlafräume:   sollen frei von Stechmücken sein! Bei geschlossenen Räumen mechanisches Abtöten; Kühlung (aircondition) nutzen, wenn vorhanden; Insektizide - Geruchsbelästigung, mögliche Gesundheitsgefährdung (s.o.).
     
Moskitonetz:   immer dann indiziert, wenn optimaler Mückenschutz am Schlafplatz auf andere Weise nicht erreichbar ist. Ideal zum Schutz von Säuglingen. Zusätzliche Wirksamkeit durch Imprägnieren mit einem Insektizid (s.o.) möglich, Unbedenklichkeit auf Dauer nicht erwiesen.

 

für Residents (Langzeitaufenthalte) zusätzlich:
Screens:   Mückengaze vor Fenstern und Türen verhindert das Einfliegen und ermöglicht gute, mückenabwehrende Durchlüftung ("cross-ventilation").
     
Brutplätze:   nach Möglichkeit Beseitigung von stehendem Wasser in Teichen, Senken, etc., Abdecken von Zisternen, Abflußneigung von Regenrinnen etc.

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