Steigende Infektionszahlen am Roten Meer:
Urlauber sollten sich in Ägypten vor Dengue-Fieber schützen
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In Ägypten sollten Reisende derzeit auf einen umfassenden Mückenschutz achten. Aktuell sind in den Tourismuszentren am Roten Meer und im Landesinneren vermehrt Dengue-Fieber-Infektionen aufgetreten. Die von Mücken übertragene Erkrankung zeigt sich durch Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Das CRM Centrum für Reisemedizin rät in den betreffenden Urlaubsgebieten zu einem wirksamen Moskito-Schutz, etwa durch lange Kleidung und mückenabweisende Substanzen, die auf die Haut aufgetragen werden. Eine Impfung und Medikamente gegen das Virus gibt es nicht.

Anfang November ist eine Touristin nach ihrer Rückkehr aus Hurghada in Belgien erkrankt. In der bei Urlaubern beliebten ägyptischen Stadt soll es mindestens zu zehn weiteren Erkrankungen und einem Todesfall gekommen sein. Seit September sind in der Stadt al-Qusair im Gouvernement Assuan am Roten Meer rund 1.200 Fälle registriert worden. Von 252 Verdachtsfällen in einem Dorf im Distrikt Dayrout im Gouvernement Asyut konnten 28 Infektionen durch entsprechende Laboruntersuchungen bestätigt werden. Ägypten galt lange als frei von Dengue, seit 2010 sind Fälle an den Küsten des Roten Meeres wieder häufiger aufgetreten. Weltweit kommen Ausbrüche von Dengue-Fieber überwiegend in Ländern der Tropen und Subtropen vor, am stärksten betroffen ist der süd- und südostasiatische Raum.

Die Übertragung der Infektion erfolgt durch die asiatische Tigermücke. Die Erkrankung äußert sich nach etwa zwei bis zehn Tagen Inkubationszeit durch grippeähnliche Symptome wie hohem Fieber, starken Gelenk- und Gliederschmerzen. Die Patienten klagen zudem über Kopfschmerzen und Druckschmerz hinter dem Auge. In vielen Fällen tritt eine Hautrötung auf. „Eine Infektion kann recht langwierig verlaufen, heilt aber in der Regel komplikationslos aus“, erklärt Professor Dr. med. Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin. Kommt es hingegen zu mehrmaligen Infektionen, kann das zu schweren Verläufen mit inneren Blutungen führen – obwohl die Ersterkrankung schon Jahre zurückliegt. Dies sei bei Reisenden jedoch recht selten der Fall. Die akuten Symptome klingen in der Regel nach einer Woche ab, das Gefühl der körperlichen Abgeschlagenheit hält meist noch länger an. Die Diagnose erfolgt über den Blutnachweis von Antikörpern. „Wer nach dem Urlaub in einer tropischen oder subtropischen Region Fieber bekommt, sollte einen Arzt aufsuchen“, rät Jelinek.

Da asiatische Tigermücken überwiegend tagaktiv sind, ist ein Schutz vor Mückenstichen ganztägig und nachts wichtig. Das CRM Centrum für Reisemedizin empfiehlt das Tragen von hellen, möglichst geschlossenen Kleidungsstücken mit langen Ärmeln und Beinen. Dunkle Kleidung lockt Mücken eher an. Ein wirksamer Schutz in der Nacht ist ein Moskitonetz über dem Schlafplatz und an den Fenstern und Türen. Ratsam ist das Auftragen eines Insektenschutzes auf der Haut, da Moskitos auch durch dünnes und feines Gewebe hindurchstechen können. Dazu eignet sich beispielsweise ein Mückenschutzmittel mit der Substanz DEET (Diethyltoluamid). Bei Verwendung von Sonnencreme sollte zunächst der Sonnenschutz und nach etwa 30 Minuten das DEET-haltige Präparat aufgetragen werden.
 
17. November 2017
 
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