Tollwut
Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass jährlich rund 55.000 Menschen an Tollwut sterben, die meisten davon in Indien. Tollwut ist eine Viruserkrankung, die fast immer durch den Biss eines infizierten Tieres auf den Menschen übertragen wird. Am häufigste geschieht dies durch den Biss eines Hundes, aber auch durch Affen, Katzen oder Fledermäuse. Infektiös ist der Speichel eines tollwütigen Tieres und zwar bereits schon 3-5 Tage vor Ausbruch der Symptome bis zu seinem Verenden nach 7-10 Tagen. Fledermäuse erkranken nicht. Auch durch Kontakt mit infiziertem Speichel auf verletzte Hautstellen oder unverletzte Schleimhäute (Augen) wird die Krankheit gelegentlich übertragen. Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit dauert es in der Regel 1-3 Monate, allerdings variiert die Inkubationszeit stark. Kommt es zum Ausbruch beginnt dieser beim Menschen mit Schmerzen und Kribbeln im Bereich der meist bereits verheilten Bissstelle und führt über Krämpfe, Erregungszustände und Lähmungen innerhalb von 2 Wochen zum Tod.
Die Impfung gegen Tollwut wirkt zuverlässig. Um einen vollständigen Impfschutz zu erhalten, sind mindestens drei Impfungen innerhalb von 3-4 Wochen notwendig.