Meningitis
Die Bakterien verbreiten sich über Tröpfchen in der Atemluft. 3-4 Tage nach der Infektion kann es zu einer gefährlichen Hirnhautentzündung (Meningitis) kommen. Diese beginnt plötzlich mit hohem Fieber, starken Kopfschmerzen und Nackensteife. Der Verlauf kann lebensbedrohlich sein. Bewusstseinstrübung, punktförmige Hautblutungen und Schock sind alarmierende Zeichen einer Allgemeininfektion und immer lebensbedrohlich.
Es gibt verschiedene Meningokokken-Typen, die in unterschiedlicher Verbreitung auf der Welt vorkommen. Die Krankheit tritt epidemisch auf, das heißt in gewissen Abständen kommt es in einigen Regionen der Welt plötzlich zu starken Ausbrüchen. Besonders betroffen sind der Sahel, Nahost und Nordwestindien. In Europa, Nord- und Südamerika kommt es vereinzelt immer wieder zu Ausbrüchen in mäßiger Größe. Der Erreger ist stets vorhanden. Die Diagnose kann durch den direkten Bakteriennachweis oder den Antikörpernachweis im Blut gesichert werden.
Die Impfung schützt nicht vor allen, aber doch vor vielen Erregervarianten. Es gibt zuverlässige Impfstoffe gegen die Bakterienstämme A und C, die hauptsächlich für die Erkrankungsfälle in Afrika verantwortlich sind, sowie gegen die Stämme W 135 und Y, die verstärkt in Saudi-Arabien auftreten. Gegen die in Deutschland häufige Variante B befindet sich derzeit ein Impfstoff in der Erprobung. Es besteht eine Impfpflicht für Reisende zum Hajj nach Saudi-Arabien. Auch von Auslandstudenten wird von einigen Ländern eine Impfung verlangt.