Japanische Enzephalitis
Diese Virusinfektion kommt gebietsweise in Südostasien und Fernost vor und wird von nachtaktiven Stechmücken übertragen, die zu bestimmten Jahreszeiten in Feuchtgebieten brüten. Reservoir für das Virus sind Haustiere, insbesondere Schweine, aber auch Nager und Vögel. Die Japanische Enzephalitis kann zu einer schweren Hirn- und Hirnhautentzündung führen. Symptome sind hohes Fieber, starke Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Lähmungserscheinungen, Verwirrtheit und Bewusstlosigkeit. Fast ein Drittel aller Erkrankten stirbt oder bleibt dauerhaft geschädigt (Hirnschäden, Epilepsie, Demenz).
Um einen zuverlässigen Schutz zu erhalten, sind zwei Impfungen im Abstand von vier Wochen notwendig. Die letzte Impfung sollte möglichst mindestens 10 Tage vor der Abreise erfolgen. Aktuell wird davon ausgegangen, dass eine erstmalige Auffrischimpfung nach 12 Monaten sinnvoll ist. Der Impfstoff, der seit Mai 2009 in Deutschland erhältlich ist, ist derzeit nur für Erwachsene zugelassen; zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen liegen noch keine ausreichenden Daten vor.