Hepatitis B
Diese Form der Gelbsucht ist weltweit verbreitet, besonders in tropischen Ländern. In Deutschland ist etwa einer von 100 – 200 Menschen chronisch mit dem Virus infiziert, in einzelnen tropischen Ländern sind es über 20 % der Bevölkerung, also mindestens jeder Fünfte. Hepatitis B wird beim Kontakt mit infizierter Körperflüssigkeit übertragen. Besonders häufig geschieht dies durch Sexualkontakte, unsterile Spritzen und Nadeln, beispielsweise bei Tätowierungen, Spritzentausch von Drogenabhängigen oder unqualifizierten medizinischen Eingriffen und Bluttransfusionen. Von der Übertragung bis zum Ausbruch können 6 Wochen bis 6 Monate vergehen. Oft beginnt die Krankheit mit einem allgemeinen Krankheitsgefühl, Fieber, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Nach einigen Tagen wird der Urin dunkel, der Stuhl hell, es kommt zur Gelbfärbung der Haut. In ca. 10 % der Fälle geht die Krankheit in einen chronischen Verlauf über, es kann sich eine Leberzirrhose und in vielen Fällen ein Leberkrebs entwickeln.
Die Diagnose wird über den Antikörpernachweis im Blut gestellt, das Virus kann auch direkt nachgewiesen werden
Um einen vollständigen Impfschutz zu erhalten sind 3 Impfungen im Abstand von mehreren Wochen notwendig; eine weitere ist dann zur Auffrischung jeweils alle 10 Jahre erforderlich. Nicht immer bilden sich Antikörper nach einer Impfung, daher wird vor allem Erstgeimpften über 40 Jahre, Personen mit geschwächtem Abwehrsystem und beruflich Gefährdeten die Kontrolle der Antikörperkonzentration im Blut („Titer“) empfohlen.