FSME
FSME steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis - eine von Zecken übertragene Virusinfektion. 1-2 Wochen nach dem Zeckenstich kann es zu einem grippalen Krankheitsbild kommen. In einem Teil der Fälle folgt nach kurzem, beschwerdefreien Intervall eine Hirnhaut- oder Gehirn-Entzündung (Meningitis, Enzephalitis), die mit starken Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Verwirrtheit und möglicherweise Koma einhergeht. Die Hauptverbreitungsgebiete liegen in Süddeutschland (Baden-Württemberg, Bayern) sowie Teilen von Österreich, der Schweiz, Skandinavien und Osteuropa. In Deutschland sind daneben auch einzelne Landkreise in Hessen und Thüringen betroffen. Verwandte Viren (RSSE) finden sich außerdem im östlichen Sibirien und dem angrenzenden China. Jedoch nicht alle Menschen, die von infizierten Zecken gestochen werden, werden auch krank. In Einzelfällen wurden Virusübertragungen durch infizierte Milch, besonders von Schafen und Ziegen, beobachtet. Die Diagnose kann durch Antikörpernachweis im Blut gesichert werden. Die FSME-Erkrankung kann nicht behandelt werden und hat gelegentlich bleibende Behinderungen zur Folge.
Sicheren Schutz vor einer Infektion mit FSME bietet nur die Impfung. Um einen vollständigen Impfschutz zu erreichen, sind in Abständen von mehreren Monaten drei Teilimpfungen notwendig; danach muss alle 3-5 Jahre eine Auffrischungsimpfung erfolgen.
Da Zecken auch andere Krankheiten wie beispielsweise die Borreliose übertragen können, empfiehlt es sich, beim Aufenthalt in der Natur geschlossene Kleidung zu tragen und Repellentien, zeckenabweisende Mittel, die auf die Haut aufgetragen werden, zu benutzen.