Impfung gegen die saisonale Grippe
Die saisonale Grippe betrifft laut der Weltgesundheitsorganisation WHO jährlich Millionen von Menschen. Hervorgerufen wird sie durch Influenza-Viren, wobei hier unterschiedliche Subtypen von Bedeutung sind. Der Erkrankung kann durch eine Impfung vorgebeugt werden. Bis vor Kurzem enthielten alle verfügbaren Grippe-Impfstoffe zwei Subtypen des Influenza-A-Virus sowie eine Influenza-B-Linie. Solche Impfstoffe werden als trivalent bezeichnet. Seit der Saison 2013/14 sind zusätzlich Impfstoffe auf dem Markt, die eine weitere B-Linie enthalten und als tetra- oder quadrivalent bezeichnet werden. Hierdurch kann ein breiterer Schutz vor der Erkrankung erreicht werden. Die Impfung ist ab dem 6. Lebensmonat möglich. Da sich die Grippeviren rasch verändern, werden sie bereits in der folgenden Saison nicht mehr vom Immunsystem erkannt. Daher muss die Impfung jährlich erneuert werden. In Deutschland sollte sie möglichst im Oktober erfolgen. Auf der Nordhalbkugel dauert die Grippe-Saison von November bis April, auf der Südhalbkugel von Mai bis Oktober. Bei Fernreisen ist ein Grippe-Schutz entsprechend der Saisonalität prinzipiell empfehlenswert. Insbesondere gilt dies, wenn man sich innerhalb von Menschengruppen aufhält, wie etwa auf Kreuzfahrten oder organisierten Touristen-Touren.
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) die Kosten für die Grippe-Impfung für alle ab dem 60. Lebensjahr, für Schwangere sowie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit bestimmten chronischen Erkrankungen, z.B. Diabetes. Viele Krankenkassen haben Ihren Leistungsumfang jedoch ausgeweitet und erstatten auch in anderen Fällen die Kosten für diese Impfung, etwa wenn sie aus Anlass einer Reise durchgeführt wird. Dabei wird ggf. noch unterschieden, ob die Erstattung lediglich einen trivalenten Impfstoff, oder aber auch einen tetravalenten Impfstoff umfasst.