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| Klassifizierung der medizinischen
Einrichtungen im Ausland Im Folgenden erhalten Sie genauere Informationen über die Klassifizierung der medizinischen Einrichtungen, die Sie in unseren Listen finden. Die Einrichtungen werden in der Rubrik "Typ" folgendermaßen unterschieden: "Primary Care": Ambulanz, Arztpraxis oder Kleinkrankenhaus. Normalerweise in ländlichen Bereichen gelegen, führt kleinere / einfachere medizinische Maßnahmen (Basisversorgung) auf hygienisch wie fachlich höchst möglichem Niveau durch. Die dazu notwendigen Geräte und Verbrauchsmaterialien werden vorgehalten. Es besteht die Möglichkeit der unmittelbaren Kontaktaufnahme mit Krankenhäusern der erweiterten Versorgung im Land. "Secondary Care": Mittelgroße, manchmal auch fachlich bereits spezialisierte Klinik, am besten mit einem mitteleuropäischen Krankenhaus einer Kreisstadt (Regionalspital) vergleichbar. Intensivversorgung und Beatmung von Patienten ist möglich, ebenso die Versorgung von schwereren Verletzungen und Erkrankungen. 24-Stunden-Versorgung durch Fachärzte ist zumindest für die Hauptfächer (Chirurgie, Innere Medizin) gewährleistet. Es besteht die Möglichkeit der unmittelbaren Kontaktaufnahme mit Krankenhäusern der Maximalversorgung im Land. "Tertiary Care": Krankenhaus der Maximalversorgung, vergleichbar mit einer Universitätsklinik oder einem mitteleuropäischen Großkrankenhaus. Die Versorgung schwerster Krankheitsbilder oder Verletzungen gehört zur täglichen Routine. Spezialeinrichtung: Institution, die sich - unabhängig von ihrer Größe - auf die Behandlung besonderer Krankheitsbilder spezialisiert hat (z.B. Dialyse, optimal ausgestattete Facharztpraxen o.ä.) und somit für Reisende mit besonderem Risikoprofil die Möglichkeit bietet, eine spezifische Behandlungsmöglichkeit am Zielort vorzufinden. Kriterium für die Aufnahme in die Liste als Spezialeinrichtung ist, dass die Institution hinsichtlich ihrer Spezialisierung den seitens der zuständigen europäischen medizinischen Fachgesellschaften etablierten Standards gerecht wird. "Very Remote Medical Facility" (VRMF): In vielen Gebieten der Welt besteht überhaupt keine medizinische Infrastruktur, die mit der europäischen vergleichbar wäre und der Reisende ist auf vorhandene, oft sehr einfache Einrichtungen angewiesen. Prinzipiell handelt es sich hier um Einrichtungen, die den Primary Care-Bereich abdecken (s.o.). Es ist jedoch notwendig, diese Einrichtungen gegenüber solchen, die auf unter Umständen qualitativ sehr hohem Niveau und oft in einer Umgebung mit größeren Krankenhäusern ihre Dienstleistung anbieten, abzugrenzen. Bei VRMF handelt es sich um möglicherweise nur saisonal betriebene, von weiterer Infrastruktur weitgehend abgeschnittene Einrichtungen, die ein sehr unterschiedliches Profil aufweisen können. Beispielsweise kann es sich um eine Bush-Clinic (medizinische Ambulanz, meist ohne ärztliches Personal), eine saisonal betriebene Ambulanz, ggf. mit einigen Betten zur Patientenbeobachtung (z.B. die Clinics der Himalayan Rescue Association in Khumbu und Manang), eine Expedition oder permanent betriebene Forschungsstation sein. Naturgemäß ist die Leistungsfähigkeit dieser Einrichtungen sehr unterschiedlich, aber sie bieten dem Reisenden immerhin einen möglichen Anlaufpunkt für Notfälle in Regionen, in denen sonst keine medizinische Versorgung möglich ist. Der Behandlungsschwerpunkt liegt erfahrungsgemäß meist im traumatologischen Bereich (Verletzungen, Knochenbrüche etc.) bzw. im Himalaya bei Höhenerkrankungen. Grundsätzliche Kriterien für die Aufnahme in die Liste sind vor allem eine den Umständen entsprechende einwandfreie Hygiene und irgendeine zuverlässige Kommunikationsmöglichkeit mit Einrichtungen der regulären Krankenversorgung (mindestens analoge Telefonverbindung oder Satellitentelefon). Details zu den Einrichtungen müssen ansonsten den individuellen Beschreibungen entnommen werden, wobei darauf hingewiesen werden muss, dass derartige Einrichtungen naturgemäß einer hohen Dynamik unterliegen und es daher möglich ist, dass abweichende Verhältnisse vorgefunden werden. |