Montezumas Rache
Gastrointestinale Infektionen - ein häufiges Reiseproblem in Lateinamerika
Dr. med. Stefan Schmiedel
FA Innere Medizin-Infektiologie/Tropenmedizin
 
Das häufigste Krankheitssymptom, an dem nordeuropäische Reisende bei Fernreisen nach Lateinamerika erkranken, sind Durchfallerkrankungen. Reisedurchfälle machen in großen Untersuchungen meist über 60% der Gesundheitsprobleme bei Fernreisen aus. Ätiologisch stehen bakterielle Erreger bei den meist akuten und nur etwa eine Woche dauernden Reisediarrhoen ganz im Vordergrund. Allerdings kommt es bei etwa 2% der Reisenden zu chronischen Diarrhoen, hierbei spielen auch einige parasitäre Erkrankungen wie Amöben und Lamblien eine Rolle, die einer gezielten Diagnostik und spezifischen antiparasitären Therapie bedürfen.

In dem Vortrag wird die Epidemiologie von Reisediarrhoen in Lateinamerika, das Erregerspektrum, mögliche Prophylaxen und Therapiemöglichkeiten dargestellt. Insbesondere soll auch auf die reisemedizinische Beratung hinsichtlich Präventionsmöglichkeiten und Beratung zur Selbsttherapie eingegangen werden und das therapeutische und diagnostische Management bei Reiserückkehrern mit Diarrhoen diskutiert werden.