Differentialdiagnose bei unklarem Fieber nach Afrikareise
Dr. med. Bernd Zieger,
Institut für Tropen- und Reisemedizin, Städtisches Klinikum Dresden-Friedrichstadt
 
Die Palette der differentialdiagnostischen Erörterungen bei Afrika-Rückkehrern mit Fieber ist sehr umfangreich.

Hinsichtlich der Risikoepidemiologie stehen diverse Darminfektionen und die lebensbedrohliche Malaria tropica an erster Stelle, aber auch weitere Erkrankungen wie Hautinfektionen und Hepatitiden sind dominierend.

Es wird einmal eine Einteilung nach dem Infektionsmodus (arthropod-borne, food-waterborne oral, waterborne contact, airborne, sexuell u.a. Übertragungswege), zum anderen nach Begleitsymptomen bzw. Organmanifestationen vorgenommen. Zusätzlich werden auch mögliche nichtinfektiöse Ursachen erörtert.

Die Schritte zur Diagnostikfindung werden anhand eines Schemas vorgestellt. Eine weitere Hilfe zur Ursachenerkennung ist die Kenntnis der Inkubations- bzw. Präpatenzzeiten der in Betracht kommenden Infektionskrankheiten. Die Einteilung erfolgt wiederum nach dem oben schon genannten Infektionsmodus, sodass die Inkubationszeit letztlich als "Schlüssel" der Differentialdiagnostik gelten kann.