Dengue-Fieber - ein besonderes Risiko für Kinder und Jugendliche bei Fernreisen
Dr. med. Bernd Zieger,
Institut für Tropen und Reisemedizin Städtisches Klinikum Dresden-Friedrichstadt
 
Dengue-Fieber (DF) ist das weltweit am häufigsten vorkommende hämorrhagische Fieber. 2,5 Milliarden Menschen in über 100 Ländern , in Afrika, Amerika, im östlichen Mittelmeerraum, SO-Asien und der West-Pazifik-Region, sind Dengue gefährdet. Gegenwärtig werden pro Jahr 50 Millionen Dengue-Fälle registriert, dabei muss mit 200 - 400 Tausend Toten gerechnet werden. Es steigt nicht nur die Zahl der Erkrankungen, sondern auch die Zahl der Länder, in denen sich die Erkrankung ausbreitet. Allein Brasilien berichtete z.B. 2001 über 390.000 neue Fälle einschließlich 670 Todesfällen an Dengue-Hämorrhagischen-Fieber (DHF). Besonders SO-Asien und Indonesien zeigen 2002 gegenüber dem Vorjahr einen dramatischen Zuwachs. Auch in Deutschland stieg die Zahl importierter DF-Fälle 2002 (n = 120) gegenüber 2001 (n = 74) deutlich an (SIMPID, 06. 12. 2002). Bei den in Deutschland über SIMPID erfassten DF-Fällen traten in 11,7 % Komplikationen auf (JELINEK). 1/5 dieser Patienten musste hospitalisiert werden. Im Jahr 2001 betrug der Anteil der Komplikationen lediglich 1,4 %

Bei den Dengue-Viren, sie gehören zu den Flaviviren, sind 4 Serogruppen zu unterscheiden. Bei Reinfektion mit einem jeweils anderen Serotyp kann es zu einem Immunenhacement-Phänomen kommen mit Komplikationen im Sinne eines DHF`s. Immerhin liegt die Letalität bei DHF bis zu 20 %. Risikogruppen sind insbesondere Kleinkinder bei Zweitinfektionen. Üblicherweise kommt es bei einer Infektion zu plötzlichem Fieber, Kopf-, Gelenk- und Gliederschmerzen, mitunter tritt auch ein flüchtiges Exanthem auf. Über die weitere Klinik, Diagnostik und Prävention sowie über eine noch in Entwicklung befindliche Vakzine wird berichtet.