Sonnenschutz für Kinder und Jugendliche bei Reisen in südliche Länder
Prof. Dr. med. Hans Meffert
Stellvertreter des geschäftsführenden Direktors der Universitäts-Hautklinik (Charité)
 
Unser Verhältnis zur Sonne ist emotional, d.h. zumindest ein kleines bißchen unvernünftig. Selbstverständlich wissen wir, daß zuviel ultraviolette (UV) Strahlung krebserregend wirkt und die Haut vorzeitig altern läßt. Und wir wissen auch, daß Kinder besonders gefährdet sind. Trotz aller Aufklärung erleidet auch heute noch jedes zweite Kind allsommerlich einen Sonnenbrand. Schuld sind manchmal auch unbedachte Äußerungen wohlmeinender Familienangehöriger: "Das Kind ist so blaß, das muß `mal richtig in die Sonne." Falsch. Weil das Kind so blaß ist, verträgt es weniger Sonne. Vernachlässigung muß sich gar vorwerfen lassen, wer am Strand wohl geschützt unter dem Sonnensegel liegt und nicht bemerkt, wie sein Kind, gelangweilt und der elterlichen Aufsicht überdrüssig, den Schatten verlassen hat und stillvergnügt in der prallen Sonne spielt.

Bei Reisen in südliche Gefilde ist Sonnenschutz unverzichtbar. Doch sollten Eltern und Kinder nicht mit ihnen inzwischen wohl bekannten Vorhaltungen genervt werden. Deshalb wurden an der Hautklinik der Charité Merkblätter entwickelt, die eher von Möglichkeiten als von Verboten handeln. Als der Spezialist für die Haut sollte der Dermatologe auch diejenigen gut beraten, die partout nicht davon abzubringen sind, ihrer Haut mittels UV-Strahlung vorübergehend einen mehr rötlich-braunen Farbton verleihen zu wollen. Sünder bedürfen der Beratung besonders.

Die folgenden Merkblätter sind im Internet unter www.charite.de/ch/derm/patient.html allgemein zugänglich und werden in Referat besprochen
  • Sonnenschutz - Informationen für Kranke und Gesunde
  • Sonnenbaden - guter Rat für alle, die es nicht lassen können ?
  • Sonnenallergie ( polymorphe Lichtdermatose) ?
  • Mallorca-Akne - für Betroffene und zur Urlaubsvorbereitung.