Statement zur Podiumsdiskussion
gesund reisen - gesund wiederkommen
Selbstverantwortung der Reisenden, Fürsorgepflicht der Reiseveranstalter oder Aufgabe der Krankenversicherung?
Hans Stadler
Direktor Vertrieb Europäische Reiseversicherung, München
 
Nirgendwo gilt das Motto "Vorbeugen ist besser als Heilen" mehr als bei Reisenden in sog. Fernziele; dabei sind nicht nur tropische oder subtropische Länder angesprochen. Grundsätzlich gilt: Je entlegener das Reiseziel und je individueller die Reise, um so intensiver muß die Vorbereitung, insbesondere in der Gesundheitsvorsorge sein..

Das Erkrankungsrisiko ruft bei vielen Reisenden immer wieder Angst und Unsicherheit hervor. Ein Großteil der gefürchteten Erkrankungen ließe sich durch relativ einfache Vorsorgemaßnahmen vermeiden. Dabei besteht die Gesundheitsvorsorge nicht nur aus Impfungen und der prophylaktischen Einnahme von Medikamenten. Vor allem sollten Reisende über die in Ihrem Zielgebiet verbreiteten Krankheiten, Hygienezustände und die damit verbundenen Verhaltensregeln informiert sein.

Bei wem liegt die Verantwortung diese Informationen zur Verfügung zu stellen bzw. abzurufen?
  • Beim Reiseveranstalter, der relativ leicht genaue Informationen über seine vor Ort tätigen Reiseleiter zur Verfügung stellen kann?
  • Beim Reisenden, dem eine hohe Selbstverantwortung für die Reisevorbereitung obliegt?
  • Bei der Krankenversicherung, die heute mehr denn je nach dem Grundsatz "Vorsorge ist besser als bezahlen" handeln muß?
Die Frage ist relativ leicht zu beantworten. Keiner, weder Reiseveranstalter, Krankenversicherung oder Reisender kann sich der Verpflichtung zur Weitergabe oder Einholung von Informationen entziehen. Auch Reisebüros, Apotheken oder Ärzte sind hier gefordert.

Die Frage, die sich hier stellt ist, wer koordiniert und verantwortet, daß Informationen über 200 Länder weltweit, aktuell, objektiv und neutral zur Information auch zur Verfügung stehen?