Wissen und Erfahrung von Tropeninstituten nutzen
Dr. Gerd-Dieter Burchard
Institut für Tropenmedizin, Berlin
 
Es gibt in Deutschland mehrere Einrichtungen, die sich ganz oder überwiegend mit Tropenmedizin befassen (siehe www.dtg.mwn.de/institut.htm):

Das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg ist mit etwa 350 Mitarbeitern die größte Einrichtung für Tropenmedizin im deutschen Sprachraum. Neben der Forschung erbringt das Institut auch Dienstleistungen, zu nennen sind eine klinsiche Abteilung und ein Zentrallabor für mikrobiologische Diagnostik tropischer Infektionen.

Das Institut für Tropenmedizin in Berlin ist über einen Kooperationsvertrag mit dem Universitätsklinikum Rudolf Virchow der Humboldt-Universität verbunden, das Institut hat eine große tropen- und reisemedizinische Ambulanz sowie ein Referenzlabor.

Das Institut für Tropenmedizin der Universität Tübingen betreibt ebenfalls eine Ambulanz, ein klinisches Labor und eine reisemedizinische Sprechstunde. Vergleichbar ist das Angebot der Abteilung Tropenhygiene und Öffentliches Gesundheitswesen am Klinikum der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.

Auch an der Ludwig-Maximilians-Universität München besteht eine selbständige Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin. Weiterhin sind zu nennen die Abteilung für Tropenmedizin und Infektionskrankheiten an der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin an der Universität Rostock, die Sektion Infektionskrankheiten und Tropenmedizin an der Universitätsklinik Ulm, das Institut für Tropenmedizin, Städtisches Klinikum, Dresden-Friedrichstadt, die Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin, Klinik für Innere Medizin IV der Universität Leipzig, das Zentrum für Reise- und Tropenmedizin Leipzig, Städtisches Klinikum St. Georg, die Tropenmedizinische Ambulanz an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, das Institut für Medizinische Parasitologie der Universität Bonn, schließlich auch die Tropenklinik, Paul-Lechler-Krankenhaus, Tübingen und die Tropenmedizinische Abteilung, Missionsärztliche Klinik,Würzburg.

Erkrankungen während eines Auslandsaufenthaltes sind oft Infektionskrankheiten, in erster Linie ist hier die Malaria zu nennen. Besteht eine solcher Verdacht auf eine Infektionskrankheit, kann und soll ein Konsil bei oben genannten Institutionen eingeholt werden. Die Frage, ob z.B. eine lebensbedrohliche Malaria vorliegt, kann nur von Tropenmedizern kompetent beantwort werden. Die Tropeninstitute haben eine Infrastruktur geschaffen, die Angaben über das Vorkommen von Infektionskrankheiten ermöglicht. Zu nennen sind z.B. das vom Tropneinstitut in München initiierte TropNetEuropa oder das Referenzzentrum für Leishmaniosen in Berlin. Alle genannten Institutionen verfügen über Kontakte in tropischen Ländern, die evtl. genutzt werden können.