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| Vogelgrippe | ||||||||||||
| Stand: 31.08.2010 | ||||||||||||
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| Allgemeines "Vogelgrippe" (englisch: Avian Influenza) ist der Sammelbegriff für Erkrankungen durch vogelpathogene Influenza-Viren. Die seit über hundert Jahren bekannte, weltweit auftretende Tierseuche blieb zunächst auf Federvieh beschränkt; Personen mit unmittelbaren Tierkontakten erkrankten allenfalls mit leichten Bindehautentzündungen. 1997/98 traten im Rahmen eines großen Ausbruchs durch Influenza A(H5N1) in Hongkong erstmals grippeähnliche Allgemeinerkrankungen mit einer Reihe von Todesfällen beim Menschen auf. Seit Ende 2003 breitete sich dieser Erreger zunächst in Ostasien aus, erreichte im Herbst 2005 Europa und im Februar 2006 Afrika. Im August 2006 wurde auch in den USA erstmals bei wilden Höckerschwänen in Michigan eine niedrig krankheitserregende Variante des H5N1-Virus gefunden. Aus Australien gibt es bisher keine Meldungen. Die folgenden Ausführungen beziehen sich nur auf diesen Erreger. |
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| Verbreitung Bei Wildvögeln und/oder Hausgeflügel ist Influenza A(H5N1) bisher in folgenden Ländern aufgetreten:
Ägypten, Aserbaidschan, Bangladesh, China, Dschibouti, Indonesien, Irak, Kambodscha, Laos, Myanmar, Nigeria, Pakistan, Thailand, Türkei, Vietnam. Die meisten Erkrankungsfälle stammten 2004/2005 aus Vietnam, seit 2006 aus Indonesien. Mehr als die Hälfte endete tödlich. Zur aktuellen Situation wird auf die einzelnen Länder verwiesen. |
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![]() Interaktive Karte: Fortschreitende Verbreitung der hochpathogenen Vogelgrippe (HPAI) Karte öffnen » |
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| Krankheitsbild Erkrankung beim Tier Tiermedizinisch gibt es bei Vögeln zwei unterschiedliche Krankheitsbilder: Die leichte ("low pathogenic avian influenza - LPAI") und die schwere ("highly pathogenic avian influenza - HPAI") Verlaufsform. Letztere, auch als "Hühnerpest" bezeichnet, ist für Hausgeflügel fast hundertprozentig tödlich. Inzwischen wurde das A(H5N1)-Virus auch bei einer Reihe von Säugetieren nachgewiesen. Vor allem die Beteiligung von Haustieren wie Schweinen, Katzen und Hunden könnte für den Menschen gefährlich werden, wenn es zu einer Vermischung mit menschlichen Grippeviren mit Austausch genetischen Materials kommt. Im Hintergrund steht die mögliche Gefahr, dass sich daraus eine neue Pandemie entwickelt. Erkrankung beim Menschen Menschliche Erkrankungen durch Vogelgrippeviren sind im Verhältnis zu den Fallzahlen beim Tier extrem selten. Sie setzen in der Regel einen unmittelbaren Kontakt zum erkrankten Federvieh voraus. Übertragungen von Mensch zu Mensch wurden bisher nur vereinzelt gesehen. Neben einer leichten Form mit Bindehautentzündung und Schleimhautreizung der oberen Luftwege kann es, vor allem bei A(H5N1), zu schweren Krankheitsbildern mit Lungenentzündungen kommen. Nach den bisherigen Erfahrungen liegt die Sterblichkeit dieser Fälle über 50%. Die Diagnose erfolgt durch den Erregernachweis. Wie bei der menschlichen Grippe hat sich eine Behandlung durch sog. "Neuraminidasehemmer" (z.B. Oseltamivir) als wirksam erwiesen, wenn sie frühzeitig einsetzt. Bei erhöhter Gefährdung wie z.B. berufliche Kontakte mit kranken Tieren im Rahmen eines Ausbruchs kannn das Mittel auch vorbeugend eigesetzt werden. |
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| Vorbeugung Fast alle Infektionen mit Influenza A(H5N1) ließen sich bisher auf unmittelbaren Kontakt mit lebendem Federvieh zurückführen. Die Übertragung erfolgt in der Regel über die Luft als "Tröpfcheninfektion". Eine Gefährdung durch Verzehr von unzureichend gegartem Hühnerfleisch oder rohen Eiern ist denkbar, in der Praxis aber unwahrscheinlich, da Grippeviren beim Erhitzen leicht abgetötet werden. Übertragungen von Mensch zu Mensch (Familie, Pflegepersonal) sind prinzipiell möglich, in Einzelfällen wahrscheinlich, bisher aber noch nicht sicher bewiesen. Daraus resultieren folgende Ratschläge, speziell für Reisende:
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Pressemeldung:
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| Haftungsausschluss Die vorstehenden Angaben ersetzen keine ärztliche Beratung. Sie stammen aus diversen Informationsquellen, vorrangig der WHO, sind nach bestem Wissen zusammengestellt und entsprechen dem neuesten Stand. Für ihre Richtigkeit kann das CRM keine Verantwortung und für irgendwelche Gesundheitsschäden auf Ihrer Reise keine Haftung übernehmen. Reisenden wird empfohlen, sich vor der Reise ärztlich beraten zu lassen. |
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