Ägypten: Seit ihrem Erstauftritt im Februar 2006
sind der hochpathogenen Vogelgrippe durch Influenza A(H5N1) landesweit mehr als
34 Millionen Tiere zum Opfer gefallen. Von den Ausbrüchen betroffen waren
9 Provinzen, die meisten im dichter besiedelten Norden. Insgesamt wurden 159
menschliche Erkrankungen (davon 38 aus 2011 und einer aus 2012) mit 55
Todesfällen bestätigt. Bei den meisten Betroffenen ließen sich
unmittelbare Kontakte zu kranken Tieren nachweisen. Kontakt zu lebenden oder
frisch geschlachtetem Geflügel sowie Geflügelausscheidungen sollte
vermieden werden.
Bangladesh: Zuletzt wurden im März 2011
drei Vogelgrippe-Fälle bei Kindern in Dhaka gemeldet. Bereits in 2008
hatte es einen weiteren menschlichen Erkrankungsfall, ebenfalls bei einem
Kleinkind, gegeben.
China: Seit 2003 hat die hochpathogene
Vogelgrippe durch Influenza A(H5N1) - mit einer 15-monatigen Pause vom
Frühjahr 2004 bis zum Herbst 2005 - in diversen Landesteilen immer wieder
zu örtlichen oder regionalen Ausbrüchen bei Wildvögeln und
Nutztieren geführt. Insgesamt wurden in China bisher 42 menschliche
Erkrankungen und 28 Todesfälle gemeldet. Alle Erkrankungen traten isoliert
in unterschiedlichen Provinzen auf. Nach einer 18-monatigen Pause gab es im
Dezember eine bestätigte Infektion bei einem 39-jährigen Mann, der in
der Nähe von Hong Kong lebt. Er verstarb am 31. Dezember. Am 22. Januar
verstarb ein weiterer Mann aus der Provinz Guizhou (SW). Bei der Mehrzahl der
Patienten konnte Kontakt zu Geflügel nachgewiesen
werden.
Indonesien: Seit November 2003 hat sich die hochpathogene
Vogelgrippe durch Influenza A(H5N1) mit örtlichen und regionalen
Ausbrüchen bei Geflügeltieren landesweit ausgebreitet. Mehr als 10
Millionen Tiere sind der Tierseuche bisher zum Opfer gefallen. Seit Mitte 2005
gab es in Indonesien 184 menschliche Erkrankungsfälle, von denen 152
verstorben sind. Zuletzt erkrankte ein 5-jähriges Mädchen aus
Jakarta, es verstarb am 16. Januar. Die meisten stammen aus Java, einige aus
Sumatra, einzelne aus Süd-Sulawesi und Bali. Fast alle hatten unmittelbare
Kontakte zu kranken oder verendeten Tieren. Kontakte mit lebendem Geflügel
oder kranken Menschen sollten von Reisenden gemieden, Hygiene beachtet
werden.
Kambodscha: Seit 2005 gab es 19 menschliche Erkrankungen
(davon 17 Todesfälle), allein 8 Erkrankungen traten im Jahr 2011 auf. Alle
betroffenen Menschen hatten direkten Kontakt zu erkrankten oder toten Tieren
(Geflügel). Eine Mensch-zu-Mensch-Infektion wurde nicht registriert.
Zuletzt infizierte sich ein 2-jähriger Junge am 3. Januar 2012, er
verstarb am 18. Januar. Kontakt zu lebendem oder frisch geschlachtetem
Geflügel sollte vermieden werden.
Vietnam: Wie die WHO
bestätigte, ist ein 18-Jähriger am 16. Januar an Vogelgrippe
verstorben. Er arbeitete auf einer Entenfarm im Mekong-Delta. Am 28. Januar
verstarb eine 26-jährige Frau aus der Soc Trang Provinz, ebenfalls im
Mekong Delta. Im April 2010 gab es zuletzt eine bestätigte
Vogelgrippe-Infektion bei einem Vietnamesen. Damit beläuft sich die
Gesamtzahl menschlicher Erkrankungen seit 2003 in Vietnam auf mit
Todesfällen. Bei allen Betroffenen ließen sich entsprechende
Tierkontakte nachweisen. |