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Aktuelle Meldungen aus der Reisemedizin
Stand: 09.12.2016
 
 
Auszug aus den aktuellen Meldungen
Dengue: Die Behörden melden die höchsten Fallzahlen seit 10 Jahren. In diesem Jahr wurden bis Ende November ca. 6.000 Infektionen gemeldet, 10 Menschen sind verstorben. Im vergangenen Jahr wurden etwa 3.160 Fälle gemeldet. Schutz vor tagaktiven Mücken beachten.
Meldung eingestellt am: 06.12.2016
Vogelgrippe: Seit Anfang November sind in mehreren Regionen des Landes zahlreiche Wildvögel an der Infektion mit Influenza A(H5N8) verendet. Inzwischen wurden in 13 Bundesländern Fälle bestätigt. Besonders betroffen sind die Küstengebiete der Ostsee und die Regionen am Bodensee. In Schleswig-Holstein wurde die Infektion auf einem Geflügelhof registriert, alle 30.000 Hühner wurden getötet. Auch in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt wurden Infektionen bei Hausgeflügel bestätigt. Um eine weitere Ausbreitung in landwirtschaftliche Betriebe zu verhindern, wurde in weiten Teilen des Landes die Stallpflicht verhängt. Ähnliche Ausbrüche gab es auch in weiteren europäischen Ländern, u.a. in Polen, Ungarn, Österreich und der Schweiz. Die zeitnahen Ereignisse lassen einen Zusammenhang mit dem Vogelzug vermuten. Die nachgewiesene Virusvariante ist für Geflügel hochinfektiös. Menschliche Erkrankungen gab es bisher aber nicht.
Meldung eingestellt am: 06.12.2016
Darminfektionen: Risiko für Durchfallerkrankungen landesweit. Die Insel Hispaniola mit Haiti und der Dominikanischen Republik gehört zu den Reiseländern mit den höchsten Inzidenzen für gastrointestinale Infektionen. Seit Oktober 2010 gibt es einen das gesamte Land betreffenden Cholera-Ausbruch. Insgesamt sind bisher etwa 792.800 Personen erkrankt, mehr als 9.390 Menschen sind an der Infektion gestorben. In den ersten 9 Monaten dieses Jahres wurden bereits mehr als 27.700 Infektionen gemeldet, 255 Menschen sind verstorben. Alle 10 Départements des Landes sind betroffen, auch die Hauptstadt Port-au-Prince gehört dazu. Infolge des Hurrikans "Matthew" wurden ca. 7.950 Verdachtsfälle gemeldet, am stärksten betroffen sind die Départements Sud und Grand'Anse im Südwesten der Insel. Die Ursachen für die Epidemie liegen vor allem in den sanitären Verhältnissen der nach dem schweren Erdbeben errichteten Flüchtlingslager. Es besteht nur begrenzt Zugang zu sauberem Trinkwasser und kein funktionierendes Abwassersystem. Außerdem gibt es in der Bevölkerung keine Immunität gegen das Bakterium. Nahrungs- und Trinkwasserhygiene beachten. Ggf. Impfung erwägen.
Meldung eingestellt am: 06.12.2016
Dengue: Bis Anfang Dezember sind landesweit ca. 100.320 Menschen erkrankt, es gab 203 Todesfälle. Die meisten Fälle wurden in den Bundesstaaten West Bengal, Punjab, Orissa, Kerala, Uttar Pradesh, Gujarat, Punjab und Karnataka verzeichnet. Landesweit wurden im vergangenen Jahr ca. 99.900 Fälle gemeldet und 220 Todesfälle registriert. Mit 15.867 Infektionen und 60 Todesfällen war Delhi inkl. der Hauptstadt Neu Delhi am stärksten betroffen. Hier wurden in dieser Saison die höchsten Fallzahlen innerhalb der letzten 20 Jahre registriert. Schutz vor tagaktiven Überträgermücken (Aedes-Arten) beachten.
Meldung eingestellt am: 09.12.2016
Meningokokken-Meningitis: Ende November sind eine 44-Jährige aus Florenz und eine 64-Jährige aus Viareggio an den Folgen der Infektion verstorben. Anfang November ist ein 9-jähriges Mädchen in Pisa erkrankt. In diesem Jahr wurden in der Toskana 35 Fälle registriert, 8 Menschen sind verstorben. Bereits im vergangenen Jahr wurden ungewöhnlich viele Infektionen in der Region gemeldet. Als Erreger wurden Meningokokken der Serogruppe C identifiziert. Impfkampagnen für Jugendliche und Erwachsene wurden durchgeführt. Eine offizielle Impfempfehlung für Touristen wurde nicht ausgesprochen. Reisende in die Region sollten rechtzeitig vor der Abreise den Rat eines Arztes einholen.
Meldung eingestellt am: 25.11.2016
Darminfektionen: Risiko für Durchfallerkrankungen landesweit. Cholera tritt sporadisch auf. Seit Anfang Oktober wurden mehr als 7.730 Verdachtsfälle gemeldet, 122 Infektionen wurden bestätigt. 82 Menschen sind verstorben. 13 der 23 Gouvernements sind betroffen, darunter auch die Hauptstadt Sanaa. Hygiene und ggf. Impfschutz weiterhin beachten.
Meldung eingestellt am: 06.12.2016
Zika-Virus: Erstmals seit 6 Jahren wurde eine Infektion bestätigt. Ein 44-Jähriger aus dem Kompong Siem Distrikt (Provinz Kompong Cham, O) ist erkrankt. Reisende, insbesondere Schwangere, sollten auf sorgfältigen Mückenschutz achten.
Meldung eingestellt am: 25.11.2016
Leishmaniase: Im zentralen Departamento Tolima haben sich die Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Bis Ende November dieses Jahres wurden 2.770 Erkrankungen gemeldet. Bereits Anfang des Jahres gab es einen Ausbruch im Departamento de Norte de Santander (NO). Die durch Parasiten verursachte Erkrankung kommt in Kolumbien regelmäßig vor, rund 50% der Infektionen werden in den Departamentos Antioquia, Tolima und Norte de Santander verzeichnet. Landesweit wurden in diesem Jahr 9.575 Erkrankungen registriert. Die Mehrzahl der Infektionen verläuft als Hautleishmaniase. Die Einzeller werden durch den Stich der dämmerungs- und nachtaktiven Schmetterlings- bzw. Sandmücken übertragen. Expositionsprophylaxe mit Repellentien und Gebrauch engmaschiger Mückennetze beachten.
Meldung eingestellt am: 09.12.2016
Pest: Ende November sind in 2 Gemeinden in der Region Atsimo-Atsinanana (SO) 31 Menschen an Beulenpest verstorben. Auf Madagaskar kommt die Krankheit regelmäßig vor und tritt vermehrt in der Regenzeit auf. Laut WHO es das Land mit den meisten Fällen weltweit. Schutz vor Flöhen beachten und Kontakt mit infizierten Menschen meiden.
Meldung eingestellt am: 09.12.2016
Malaria: In einem Dorf nahe der Stadt Gerik (Hulu Perak Distrikt) im Norden der malaysischen Halbinsel sind im November mindestens 64 Menschen an Malaria tertiana erkrankt. Es sind die ersten Infektionen seit 2009 in dieser Region. Sehr guter Mückenschutz ist zu beachten und die Mitnahme einer Notfallmedikation sollte erwogen werden.
Meldung eingestellt am: 25.11.2016
Rift Valley-Fieber: Seit August gibt es im Norden des Landes einen Ausbruch des Rift Valley-Fiebers. Bis Ende November wurden 266 Verdachts- und 32 Todesfälle gemeldet. Betroffen ist überwiegend die nomadisch lebende Bevölkerung im Distrikt Tchintabaraden (Region Tahoua) an der Grenze zu Mali. Das verursachende Virus wird durch Kontakt mit infizierten tierischen Produkten oder Ausscheidungen, mit infektiösem Tierblut sowie durch Mückenstiche übertragen. Tiere bzw. Tierprodukte meiden und Mückenschutz beachten.
Meldung eingestellt am: 29.11.2016
Dengue: In weiten Teilen des Landes ist die Zahl der Erkrankungen in diesem Jahr gestiegen. Am stärksten betroffen sind die Regionen Western Visayas, Eastern Visayas, Davao-Region und die Autonome Region Muslimisches Mindanao (ARMM). Landesweit wurden mehr als 176.410 Infektionen und mindestens 789 Todesfälle registriert. Schutz vor tagaktiven Überträgermücken beachten.
Meldung eingestellt am: 09.12.2016
Hepatitis A: Seit Anfang des Jahres wurden ca. 990 Infektionen gemeldet, ein Mensch ist verstorben. Im gesamten Vorjahr waren es nur 126 Fälle. Am stärksten betroffen ist der Norden des Landes. Reisende sollten auf eine sorgfältige Hygiene achten. Impfschutz empfohlen.
Meldung eingestellt am: 09.12.2016
Hepatitis A: Im November sind in der Südmährischen Region innerhalb weniger Wochen mehr als 400 Menschen erkrankt. Die meisten Infektionen wurden in Brünn, dem Verwaltungssitz der Region und zweitgrößten Stadt des Landes, registriert. Es ist der größte Ausbruch seit 1990. Als Infektionsquelle wird unzureichende Hygiene und Drogenkonsum vermutet. Reisende sollten auf sorgfältige Hygiene achten, eine Impfung ist zu empfehlen.
Meldung eingestellt am: 02.12.2016
USA
Mumps: Bis Anfang Dezember dieses Jahres wurden landesweit bereits ca. 4.260 Erkrankungen gemeldet. Am stärksten betroffen sind die Bundesstaaten Arkansas und Iowa, gefolgt von Illinois, Oklahoma, Massachusetts und Indiana. Darunter waren auch zahlreiche Cluster an Universitäten. Seit Ende September wurden im Nordwesten und im Zentrum des Bundesstaates Arkansas ca. 1.940 Verdachtsfälle unter Schülern gemeldet. Seit Anfang November sind 73 Studenten an der University of Missouri erkrankt. Solche lokalen Ausbrüche kommen immer wieder vor, Austauschschüler und Studenten sollten ihren Impfschutz vor der Abreise überprüfen.
Meldung eingestellt am: 09.12.2016
USA
Zika-Virus: Ende November wurde die erste autochthone Erkrankung im Bundesstaat Texas bestätigt, betroffen ist eine Frau aus Brownsville. Seit Ende Juli wurden im Bundesstaat Florida 249 lokale Infektionen bestätigt. Besonders betroffen ist das Miami-Dade County. Landesweit wurden bis Anfang Dezember 4.389 importierte Fälle gemeldet. In 36 Fällen wurde eine sexuelle Übertragung beobachtet. In einigen Außengebieten der Vereinigten Staaten (Puerto Rico, Jungferninseln, Amerikan. Samoa) wurden ca. 33.710 lokale Infektionen registriert. Reisende sollten auf sorgfältigen Mückenschutz achten. Schwangere sollten derzeit von nicht notwendigen Reisen in die betroffenen Gebiete absehen.
Meldung eingestellt am: 09.12.2016
Dengue: Seit Ende November wurden in der Hauptstadt Port Vila 8 Infektionen bestätigt. Im Juni dieses Jahres war erstmals seit dem Ausbruch Anfang 2014 ein Verdachtsfall in der Hauptstadt Port Vila registriert worden. Schutz vor tagaktiven Überträgermücken beachten.
Meldung eingestellt am: 02.12.2016
Diphtherie: Seit Ende September sind im Bundesstaat Bolivar (O) 86 Menschen erkrankt. Insgesamt wurden bis Mitte November aus 7 Bundesstaaten etwa 300 Infektionen in verzeichnet. Es sind die ersten bestätigten Infektionen seit mehr als 20 Jahren in Venezuela. Impfschutz beachten.
Meldung eingestellt am: 29.11.2016